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Ist Auflösung der Erbengemeinschaft / Testamentsvollstreckung möglich?


19.07.2006 20:49 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bin Teil einer Erbengemeinschaft für die ein Testamentsvollstrecker bestellt wurde(Dauervollstreckung).
Die Erbschaft war eine Immobilie, die aber gegen den Wunsch des Erblassers dann doch wegen eines Pflichtteilanspruchs verkauft werden musste.
Da wir nach dem Verkauf nun keine Notwendigkeit mehr für diese Konstruktion sehen, die wahrscheinlich auch nicht die Intention des Erblassers war(die war vermutlich Erhalt der Immobilie) und auch der Testamentsvollstrecker mit einer Auflösung/Auszahlung o.ä. einverstanden wäre, hätten wir gerne eine Auskunft über unsere Möglichkeiten.
Die Regelungen der Vollstreckung im einzelnen sind:
- Aufgabe: Verwaltung des Nachlasses, wobei Vollstrecker auch befugt ist, über den Nachlass zu verfügen, soweit das Gesetz dies zulässt
- Befreiung von der Beschränkung nach 181 BGB
- Amt endet bei Erreichen des 30. Lebensjahr des jüngsten Erben
- im Testament ist nicht geregelt, dass sich die Vollstreckung nur auf die Immobilie bezieht, sondern generell auf den Nachlass

Im einzelnen interessiert mich:
- ist (entgegen meines Wissenstandes) eine Auflösung der Erbengemeinschaft/Testamentsvollstreckung möglich?
- sind Auszahlungen an die einzelnen Erben möglich? unter welchen Bedingungen, in welcher Höhe?
- müssen Auszahlungen, falls möglich, immer zum gleichen Zeitpunkt in gleicher Höhe an alle Erben erfolgen? oder dürfen nur die Zahlungen an einen Erben insgesamt den Erbteil des Erben nicht überschreiten?

Eine juristische Abhandlung ist nicht notwendig, lediglich ein Aufzeigen der Möglichkeiten, evt. mit Verweis auf weitere Informationen.

Mit freundlichen Grüßen,

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

besten Dank für Ihre Anfrage. Zu Ihrem Anliegen nehme ich kursorisch wie folgt Stellung:

1.

Im Prinzip haben Sie recht, wobei natürlich „aus wichtigem Grund“ die Entlassung des TV möglich ist (siehe § 2227 BGB) – aber das war ja nicht Ihre eigentliche Frage.

2.

Nein, dies sieht das Gesetz nicht vor! Allerdings ist der TV –vorbehaltlich einer anderslautenden testamentarischen Festlegung (§ 2208 BGB)- zu Verfügungen über Nachlassgegenstände im eigenen Namen berechtigt (§ 2205 S.2 BGB), wobei er aus Gründen des Verkehrsschutzes NICHT an die Grenzen einer ordnungsgemäßen Verwaltung gebunden ist. Diese Ermächtigung beschränkt sich allein auf alle Nachlassgegenstände, umfasst also nicht "Anteile eines Miterben am Nachlass". Und sie umfasst auch nicht unendgeltliche Verfügungen, mit den Ausnahmen der sittlichen Pflicht oder der Rücksicht auf den Anstand (§ 2205 S.3 BGB).

Bitte haben Sie Verständnis, dass ich für Ihren Minimaleinsatz hier nicht ins Detail gehe.

3.

Gegenstandslos auf Grundlage von Antwort 2.

Ich rate Ihnen, die aufgeworfenen Fragen durch einen Kollegen vor Ort prüfen zu lassen. Allerdings wird dies –bestenfalls - im Rahmen einer Erstberatung das 10-12fache es hier investierten Betrages ausmachen.

Für eine Rückfrage stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen,

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 28.07.2006 | 20:10

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich hier nicht die übliche Erstberatungsgebühr als Einsatz anbiete. Falls dies nötig wird, werde ich es vorziehen, einen Kollegen persönlich zu konsultieren.

Eine Nachfrage habe ich dennoch zu Ihren Ausführungen:
Ist es grundsätzlich möglich, dass der Testamentsvollstrecker einem Erben ein Darlehen aus dem Nachlass gewährt, ohne seine Entlassung zu riskieren?

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