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Inwiefern ist mein Mann unterhaltsverpflichtet, wenn ich vorzeitig mit unserem Sohn nach Deutschland

11.07.2012 21:39 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


22:56

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin/ Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

Hallo,
Wir sind seit ca. 8 Jahren verheiratet (Zugewinngemeinschaft) und haben einen Sohn. Letztes Jahr folgte ich meinem Ehemann in die USA, wo er temporär für seine deutsche Firma arbeitet. Kürzlich teilte er mir mit, sich nach unserer Rückkehr nächstes Jahr scheiden lassen zu wollen. Wie ich jetzt bemerke, hat er inzwischen sämtliche amerikanischen Konten( die auf seinen Namen lauten, ich bin zeichnungsberechtigt) nahezu leergeräumt. Es handelt sich hierbei um nicht geringe Geldbeträge. Bei den Recherchen musste ich feststellen, dass er auch große Überweisungen an Mitglieder seiner Familie getätigt hat. Ich gehe nun davon aus, dass er ebenso mit den in Deutschland verbliebenen Geldmitteln verfährt. Auch dort lauten alle relevanten Konten ausschließlich auf seinen Namen.

Was kann ich tun, um finanziellen Schaden für mich abzuwenden? Sollte ich dazu selber die Scheidung baldmöglichst einreichen? In den USA oder in Deutschland? Aus steuerlichen Gründen sind wir mit Hauptwohnsitz weiter in Deutschland gemeldet, da wir aber definitiv hier leben, bin ich mir aber über die Rechtmäßigkeit nicht sicher..
Eine weitere Frage. Kurz vor unserer Hochzeit wurde ein EFH gekauft, in dem wir bis zum Umzug lebten. Das Haus ist jetzt vermietet, ein Wiedereinzug, so wurde mir von meinem Mann mitgeteilt, kommt für mich nicht in Frage. Eigentümer lt Grundbuch ist nur mein Mann. Ein dafür aufgenommenes Darlehen i.H. von ca. 150.000 Euro wurde aber während unserer Ehe nahezu getilgt. Wie kann ich hier Ansprüche geltend machen?

Inwiefern ist mein Mann unterhaltsverpflichtet, wenn ich vorzeitig mit unserem Sohn nach Deutschland zurückkehre?

Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort

11.07.2012 | 22:22

Antwort

von


(572)
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01277 Dresden
Tel: 0351/2699394
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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Ob eine Scheidung in den USA für Sie besser ist, lässt sich nicht klar beantworten. Zum einen ist das Scheidungsrecht in jedem Bundesstaat unterschiedlich geregelt und zum anderen sehr durch individuelles Richterrecht geprägt ist. Jedoch würden Sie grundsätzlich auch vor einem USA Gericht Unterhalt für das Kind und gegebenenfalls auch für sich erhalten.

Wenn Sie nach Deutschland mit dem Kind zurückkehren, dann können Sie bei dem für Ihren dann geltenden Wohnsitz zuständigen Familiengericht die Anträge auf Unterhalt stellen, sofern Ihr Mann diesen nicht freiwillig zahlt. Dem Grunde nach haben Sie in jedem Fall für das Kid und für sich selbst Anspruch. Der Höhe nach bestimmt sich dieser in Abhängigkeit vom sogenannten bereinigten Netto-Einkommen Ihres Mannes, hier zählen auch die Mieteinnahmen mit dazu. Der Kindesunterhalt wird dann nach der sogen. Düsseldorfer Tabelle (http://www.olg-duesseldorf.nrw.de/07service/07_ddorftab/07_ddorf_tab_2011/Duesseldorfer_Tabelle_2011.pdf) berechnet und nach Abzug dessen vom Einkommen steht Ihnen dann 3/7 vom Resteinkommen unter Abzug des eigenen Einkommens zu. Dies gilt bis zu einer Rechtskraft der Scheidung. Danach wird im Einzelfall betrachte, ob auch ein nachehelicher Unterhalt für Sie zusteht. Der Anspruch für das Kind besteht mindesten bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Beginn der Ausbildung sofern dort Einnahmen erzielt werden.

In Deutschland kann die Scheidung erst nach Ablauf des Trennungsjahres beantragt werden. In den USA gibt es unterschiedliche Regelungen und oft muss das Trennungsjahr nicht abgewartet werden.

Hinsichtlich des Hauses und auch des per Schenkung übertragenen Vermögens haben Sie im Rahmen des Zugewinnausgleiches gem. §§ 1373 , 1374 , 1375 , 1378 BGB einen Anspruch auf Ausgleich. Dieser beträgt ½ des in der Ehezeit zugewonnen. Da das Haus zum Zeitpunkt das Darlehn den Wert verringert hat, ist zumindest in Höhe des getilgten Darlehns ein Zugewinn entstanden, sofern nicht das Haus an Wert verloren hat. Die Schenkungen finden gem. § 1375 Abs. 2 BGB dennoch bei der Berechnung des Zugewinns eine Beachtung. Je eher Sie die Scheidung einreichen, desto einfacher wird wohl die Ermittlung der Werte sein. Jedoch ist die Frage des nachehelichen Unterhalt zu beachten, da dies individuell und auch in Beachtung von Ehedauer, Alter Kind etc. berechnet wird.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Betriebswirtin (HWK)
_____________________________

E-Mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de
www.scheidung-deutschlandweit.de
www.vorsorgeverfuegungen.info


Rückfrage vom Fragesteller 11.07.2012 | 22:45

Sehr geehrte Frau RAin Sperling,

Danke für Ihre Antwort.

Ich verstehe nicht, worauf sich Ihre Aussage über "Schenkung des übertragenen Vermögens" bezieht.

Außerdem ist die Frage noch nicht beantworte, wie ich darauf reagieren kann, dass mein Mann bereits jetzt Geldvermögen "verschwinden" lässt.

Danke im voraus

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.07.2012 | 22:56

Mit Schenkung habe ich diese Geld gemeint, welches er jetzt verschwinden lässt. Somit steht Ihnen im Falle der Scheidung ein Zugewinnausgelcih auch aus dem verschwundenen Geld zu. Sie können aber auch jetzt schon nach § 1385 Ziff. 2 BGB eine vorzeitigen Zugewinnausgleich verlangen. Ein Verbot dieser Vorgänge ist nur dann möglich, wenn es sih um das gesamte Vermögen gem. § 1365 BGB handelt. Denn nach § 1364 BGb ist jeder Ehgatte für die Verwaltung des eigenen Vermögens verantwortlich und somit besteht nur wie vorgenannt Mitbestimmungsrecht.

ANTWORT VON

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