Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Investment Advisor in den USA

| 07.04.2017 14:18 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Deutscher, wohne auch in Deutschland und erziele meine Einkünfte hier. Ich möchte meine Ersparnisse aber von einem Investment Advisor aus den USA verwalten lassen. Mein Depot befindet sich dann auch in den USA. Der Advisor investiert in unterschiedliche Anlageklassen (Fonds, ETF´s, Anleihen, etc.). Es können regelmäßige Umschichtungen stattfinden.
Meine Frage bezieht sich auf die steuerlichen Gesichtspunkte. Ich möchte herausfinden, ob ich Nachteile bei einer derartigen Geldanlage in den USA im Vergleich zu Deutschland habe.

Der für den Advisor zuständige Steuerexperte hat mir mitgeteilt, dass ich in den USA auf Kapitalerträge aus dem Verkauf von Fonds und Aktien keine Steuern innerhalb der USA bezahlen muss. Auf Dividenden muss ich demnach 15 % und auf Zinsen 0 % zahlen (Article 10(2) of the U.S. – German Income Tax Treaty). Sind diese Angaben richtig und kann ich die Steuern, die ich für Dividenden in den USA abführen muss auf meine deutsche Steuer anrechnen lassen?

Zudem stellt sich mir die Frage, wie ich die Versteuerung in Deutschland vornehme. Wann muss ich die Abgeltungssteuer bezahlen? Erst mit meiner Steuererklärung oder bei einem jeweiligen Verkauf einer Position? Kommen noch irgendwelche zusätzlichen Gebühren auf mich zu, die noch nicht aufgeführt sind?

Darüber hinaus habe ich gelesen, dass sich ab 2018 die Besteuerung von Fonds ändern wird. Hat diese Gesetzesänderung negative Auswirkungen auf die Geldanlage in den USA?

Vielen Dank für eine aussagekräftige Antwort!

07.04.2017 | 15:53

Antwort

von


(1190)
Postanschrift: Postbox 65308X
11516 Berlin
Tel: 015751362517
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen nach erster summarischer Prüfung der Rechtslage wie folgt beantworten:

1. Ihrem Vortrag nach sind Sie in Deutschland i.S.d. § 1 Abs. 1 EStG unbeschränkt steuerpflichtig, planen aber Geld in den USA anzulegen.

Dividenden, die eine amerikanische Firma an Sie in Deutschland auszahlen würde, können aus Art. 10 Abs. 1 des DBA in Deutschland versteuert werden.

Darüber hinaus kann aus Art. 10 Abs. 2 DBA eine Versteuerung in den USA vorgenommen werden, hier ist aber eine Versteuerung von nur 15% denkbar. Zinsen sind aus Art. 11 Abs. 1 DBA nur in den Deutschland zu versteuern.

Aus Art. 23 Abs. 2 DBA sind Einkünfte, die in den USA versteuert werden, bei der der Ermittlung der deutschen Besteuerungsgrundlange nicht heranzuziehen.

Aus Art. 23 Abs. 2 b DBA sind die für in den USA bezahlte Steuern auf Dividenden in Deutschland anzurechen.

Sie können aber im Wege des so genannten Progressionsvorbehalts bei der Ermittlung des Steuersatzes berücksichtigt werden.

Die Differenz von der Quellensteuer in den USA (15%) zur Abgeltungssteuer in Deutschland werden Sie, da die ausländische Bank diese nicht automatisch abführt, am Ende des Jahres in der Steuererklärung selber abführen. Die Abgeltungssteuer ist auch auf ausländische Vorgänge anwendbar.

Sonstige Gebühren sind aus meiner Sicht nicht ersichtlich.

In Zukunft soll bereits auf Fondebene eine Besteuerung von 15% vorgenommen werden, nicht mehr nur auf Ebene des Anteilsinhabers. Auf ebene des Anteilsinhabers wird es dann durch Teilfreistellungen zu Entlastungen kommen.

Diese Reform wird auf in den USA gehaltene Fonds meiner Auffassung nach keine Auswirkungen haben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 07.04.2017 | 18:23

Sehr geehrter Herr Park,

erst einmal vielen Dank für Ihre Antwort. Wie mit den Dividenden umgegangen wird, habe ich verstanden. Wie sieht es mit den Gewinnen aus dem Verkauf von Fonds oder Aktien aus? So wie ich es verstanden habe, sind diese in den USA gar nicht zu versteuern und in Deutschland muss ich sie bei meiner Steuererklärung beziffern und sie werden dann mit der Abgeltungssteuer besteuert. Ist das so richtig?

Vielen Dank und viele Grüße!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.04.2017 | 19:27

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Ganz recht, in den USA kann aber theoretisch eine Quellenarsteuer von 15% erhoben werden, in Deutschland wird aber auf jeden Fall Abgeltungssteuer erhoben.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park

Bewertung des Fragestellers 09.04.2017 | 07:08

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Schnell und gut!

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Alex Park »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 09.04.2017
5/5,0

Schnell und gut!


ANTWORT VON

(1190)

Postanschrift: Postbox 65308X
11516 Berlin
Tel: 015751362517
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Erbrecht, Steuerrecht, Arbeitsrecht, Zivilrecht, Gesellschaftsrecht, Baurecht, Familienrecht, Vertragsrecht, Verwaltungsrecht, Internet und Computerrecht