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Investiert und Werte geschaffen - Wie werden wir auch Eigentümer

29.01.2021 13:48 |
Preis: 70,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


21:50

Im Jahr 2012 wurden vom jetzigen Eigentümer zwei aneinanderliegende Häuser mit Grundstücken erworben.

Die Liegenschaften waren stark heruntergekommen und ebenso vermüllt.
Wir bauten die Gebäude wieder aus, richteten die Grundstücke wieder her. Übernahmen alle Kosten und zahlen auch alle laufenden.

Der Eigentümer ist schon recht betagt und hat auch kein Interesse an den Flurstücken und den Gebäuden und wird uns das gern umschreiben, da auch der damalige Kaufpreis an den Eigentümer schon bezahlt wurde.

Allerdings wollen wir nicht noch Gelder für unsere eigene Arbeit und unsere Investitionen zahlen.
Selbst bei Schenkung müssen wir noch unsere eigene Arbeit teuer bezahlen und das ist nicht akzeptabel, denn der 2020 ermittelte Wert wurde erst von uns geschaffen. Wie wird dann die Schenkungssteuer ermittelt?

Wir gaben im Juni 2020 ein Gutachten in Auftrag. Dieser wies einen Wert i.H.v. 134.000,-EUR aus.

Wie werden wir ins Grundbuch eingetragen um unsere Investition zu schützen, falls der Eigentümer bedauerlicher Weise versterben würde.

Was wäre wenn wir einen Mietkaufvertrag aufsetzen lassen und die von uns getätigten Investitionen in Abzug bringen.
Oder geht dies nur über die Grundschuldbestellung, Eintragung ins Grundbuch.
Welche Möglichkeiten gäbe es hier noch.

Der Anwalt, der uns hier sinnvoll weiterhilft, kann dann auch mit dem Vorgang betraut werden.
Bitte nur von einem Fachanwalt mit Expertise antworten.
Herzlichen Dank.

29.01.2021 | 14:51

Antwort

von


(486)
Albstraße 45
73249 Wernau
Tel: 07153/9964381
Web: http://www.kanzlei-fuer-wirtschaftsrecht.de
E-Mail:

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Prinzipiell besteht einmal die Thematik, dass die Ansprüche aus getätigten Investitionen im Jahre 2012 für eine Rückforderung verjährt sein können. D. h. wenn sich der gegenwärtige Eigentümer quer stellt bzw. eine Anerkennung der Investitionen ablehnt, kann der vorgenannte Betrag möglicherweise nicht geltend gemacht werden.

Sollte sich der aktuelle Eigentümer Entgegenkommen zeigen, wäre anzuraten, mit diesem ein Anerkenntnis hinsichtlich des vorgenannten Betrages in Höhe von Euro 134.000 schriftlich abzuschließen. Hierdurch wird Ihr Anspruch gesichert.

Auf dieser Grundlage können Sie sodann eine Eigentumsübertragung vornehmen oder im Sicherungswege eine Grundschuld eintragen lassen. Dann wären Ihre Ansprüche auch bei Tod "stark" gesichert.

Um hier Schenkungssteuer zu vermeiden, hilft ein Mietkauf oder auch ein Ratenkauf in der Tat weiter.

Es müsste sodann die Immobilie mit dem ortsüblichen Preis geschätzt werden. Hiervon ist ein Betrag in Höhe von EUR 134.000,00 gegen Abgeltung des Anerkenntnisses abzuziehen. Über den Restbetrag kann sodann eine Ratenzahlung vereinbart werden (u. U. ggf. auch eine Rente für den Übertragenden entsprechend des restlichen "Kaufpreises").

Dies müsste im Detail sodann richtig vertraglich ausgestaltet werden.

Aber ein Lösungsansatz wäre hierin zu sehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-


Rückfrage vom Fragesteller 29.01.2021 | 21:22

Sehr geehrter Herr Traub.
Zunächst vielen Dank für Ihre Antwort.
Kurz zum Verständnis:
Wir hatten ein „rechtsicheres Gutachten" von einem anerkannten und zertfiziertem Gutachter erstellen lassen und keines dubioser Billiganbieter.
Frage:
- Mietkauf: Was ist mit der Spekulationssteuer? Wird der jetzige Eigentümer damit noch belastet?
- Wann (Mai 2022) , bzw. mit welchem Modell fällt diese weg?
(Denn: Grundsätzlich ist es jedoch so, dass man die Spekulationsfrist und damit die Spekulationssteuer grundsätzlich nicht offensichtlich durch einen Mietkaufvertrag umgehen kann. Sie müssen sich vorstellen, dass jedermann diese Möglichkeit zur Umgehung von Steuern nutzen würde und Grundstücke und Gebäude unmittelbar nach dem Kauf bereits steuerfrei veräußern könnte. Das ist vom Gesetzgeber gerade nicht gewollt.)
Frage:
Wie werden wir insgesamt zur Kasse gebeten?
- Grundschuldbestellung über Notar 0,5 – 0,6 % der Grundschuld = ca. 800,-? Was kommt hier noch dazu?
- Anerkenntnis „Dies müsste im Detail sodann richtig vertraglich ausgestaltet werden"....EUR?
- Kommt hier noch Grunderwerbssteuer auf uns zu?

Was wäre der Preis, wenn wir alles über Ihre Kanzlei abwickeln lassen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.01.2021 | 21:50

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Nachfragefunktion in diesem Portal nur zur Klärung von Unklarheiten der Ausführungen des Anwalts dient und nicht neue Fragen aufgeworfen werden können. Hierfür wäre eine neue Fragestellung notwendig.

Gleichwohl will ich noch kurz auf Ihre aufgeworfene Fragestellungen eingehen.

Mit dem Mietkauf an sich können ist die Spekulationssteuer nicht umgehbar. Denn ansonsten könnte über dieses "Instrument" immer diese Besteuerung umgangen werden. Es gelten auch für den Mietkauf die gesetzlichen Vorgaben des § 23 EStG .

Für die Eintragung einer Grundschuld in Höhe von EUR 134.000,00 werden Kosten von rund EUR 1.100,00 inkl. Grundbucheintragung anfallen.

Das Anerkenntnis muss konkret mit Betrag und schriftlich im Vertrag benannt werden.

Grunderwerbsteuer fällt bei einem Teilverkauf (auch Mietkauf) ebenfalls an.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

ANTWORT VON

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73249 Wernau
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