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Inventar im ersteigerten Haus


08.03.2006 18:46 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Ich möchte ein Haus ersteigern. Das Haus steht voll mit Müll und Inventar. Das Grundstück ist mit Müll und Baustoffresten übersät.

1.Wenn ich das Haus ersteigere, geht Müll und Inventar in meinen Besitz über?

2.Wenn es nicht in meinen Besitz übergeht, wann darf ich es dann selbst entsorgen wenn es nicht abgeholt wird?

3.Darf der Vorbesitzer nur einiges Abholen, oder darf ich sagen: ALLES (incl. Müll) oder NICHTS?

Eingrenzung vom Fragesteller
08.03.2006 | 19:06
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

Ihre Fragen betreffen eine sehr problembeladene Materie. Daher können die folgenden Ausführungen u.U. nur einer ersten Orientierung dienen.
Der Zuschlag umfasst die Gegenstände, auf welche sich die Versteigerung erstreckt hat. In der Regel erstreckt sich die Versteigerung eines Grundstücks auf das Grundstück und das zugehörige Zubehör. Zubehör sind bewegliche Sachen, die, ohne Bestandteile der Hauptsache zu sein, dem wirtschaftlichen Zweck der Hauptsache auf Dauer zu dienen bestimmt sind und zu ihr in einem, dieser Bestimmung entsprechenden räumlichen Verhältnis stehen.
Dabei sind Möbel nach der Verkehrsanschauung kein Zubehör des Hauses. Anderes gilt unter Umständen für eine Einbauküche. Unter Umständen muss aber auch zwischen schuldnereigenem und schuldnerfremdem Zubehör unterschieden werden.
Baumaterial auf einem Baugrundstück wird dagegen als Zubehör des Grundstücks angesehen. Müll und Baustoffreste sind wohl eher nicht als Zubehör anzusehen, da es hier an einer Bestimmung, auf Dauer dem Grundstück zu dienen, fehlen dürfte. Maschinen auf Fabrikgrundstücken sind dagegen als Zubehör anzusehen.
Wenn Sie also ein Wohnhaus ersteigern, dürfte im allgemeinen weder Inventar, noch Müll und Bauschutt von dem Zuschlag erfasst sein. Sie müßten dem Alteigentümer dann unter Bestimmung einer angemessenen Frist die Gelegenheit geben, diese Dinge vom Grundstück zu entfernen. Sollte der Alteigentümer seiner Räumungspflicht nicht nachkommen, müßten Sie als letztes Mittel evtl. gerichtliche Hilfe (Räumungstitel) in Anspruch nehmen.
Zuvor sollten Sie aber noch einmal unter einer ganz konkreten Schilderung des Sachverhaltes und unter Vorlage des Zuschlagsbeschlusses juristischen Rat einholen. Sie können natürlich auch jederzeit eine davon abweichende Vereinbarung mit dem Alteigentümer treffen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen trotz der sehr umfassenden Problematik eine erste Orietierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Ina Hänsgen
Rechtsanwältin

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