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Invaliditätsleistung aus zwei Unfallversicherungen


| 27.11.2017 22:51 |
Preis: 55,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
letztes Jahr hatte ich einen Skiunfall und brach mir dort das Sprunggelenk.
Ich habe seit über zwanzig Jahren eine Unfallversicherung und seit kurzem hat mein Arbeitgeber auch eine Gruppenunfallversicherung für die Mitarbeiter abgeschlossen.
Gemeldet habe ich den Unfall bei beiden Unternehmen. Habe erfahren, dass man beide Versicherungen im Invalidätsfall ansprechen darf.
In der eigenen Versicherung wurde ich letztes Jahr gefragt, ob noch weitere Versicherungen bestehen. Ich verneinte das. Ich habe ja die Gruppenunfallversicherung nicht persönlich abgeschlossen.
Jetzt geht es um die Feststellung der Invalidät.
Die Versicherung des Arbeitgebers hat mich schon zum Gutachter geschickt und da habe ich auch eine entsprechende Leistung erhalten.
Jetzt weiß ich gar nicht mehr, wie ich mich verhalten soll?
Meine eigene Unfallversicherung schickt mich jetzt auch zu einem Gutachter zwecks Feststellung der Folgeschäden.
Habe ich mich jetzt vertragswidrig Verhalten?
Ich will hier niemanden betrügen.
Über eine Rückmeldung freue ich mich.
Mit freundlichen Grüßen
S
28.11.2017 | 00:10

Antwort

von


84 Bewertungen
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47906 Kempen
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es ist zulässig, mehrere Unfallversicherungen zu haben und diese bei einem Unfall in Anspruch zu nehmen. Es gilt hier nicht das Verbot der Mehrfachversicherung wie bei der Sachversicherung.

Prinzipiell ist der Versicherungsnehmer verpflichtet, dem Versicherer bei Nachfrage mitzuteilen, ob weitere Unfallversicherungen von ihm abgeschlossen wurden. Teilt der Versicherungsnehmer dies nicht mit, begeht er eine Obliegenheitsverletzung, wodurch die Versicherung eventuell nur noch teilweise bzw. gar nicht mehr leisten muss.

In Ihrem Fall ist nicht von einer Obliegenheitsverletzung auszugehen, weil Ihr Arbeitgeber und nicht Sie die Versicherung abgeschlossen haben. Zudem bestand zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses Ihrer Versicherung - wenn ich Sie richtig verstanden habe - die Unfallversicherung beim Arbeitgeber nicht.

Es liegt kein vertragswidriges Verhalten vor und Sie können von beiden Versicherungen die Leistungen beanspruchen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt
LL.M. für Versicherungsrecht


Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.
Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Arbeitsrecht

Nachfrage vom Fragesteller 28.11.2017 | 07:04

Vielen Dank für die schnelle Reaktion.
Auf der Schadensanzeige (bei der Unfallmeldung) habe ich „nein" angekreuzt, als es darum ging, ob weitere Versicherungen bestehen.
Ich habe diese Frage auf mich persönlich verstanden und da wirklich guten Gewissens „nein" angekreuzt.

Das wird mir dann doch jetzt nicht zum Verhängnis?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.11.2017 | 07:46

Sehr geehrter Fragesteller,

das wird Ihnen nicht zum Verhängnis. Sie haben nicht bewußt eine Falschangabe geleistet und deswegen wird die Versicherung auch nicht z.B. wegen einer Obliegenheitsverletzung leistungsfrei.

Gute Besserung.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hausel, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 28.11.2017 | 08:02


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"Tipptopp! Ich bedanke mich herzlich für die schnelle und verständliche Rückmeldung. Vielen Dank."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 28.11.2017
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Tipptopp! Ich bedanke mich herzlich für die schnelle und verständliche Rückmeldung. Vielen Dank.


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