Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Internetsauktionsbetrug inklusive Urkundenfälschung

| 28.10.2008 11:33 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


12:31

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe vor einigen Wochen eine Anklageschrift vom Amtsgericht erhalten, da ich vor ungefähr vor einem halben Jahr eine Kreuzfahrt im Internet zum Verkauf gestellt habe, obwohl ich diese gar nicht in meinem Besitz hatte.
Die Reise wurde "erfolgreich" für 6.500€ verkauft und ich habe dann anschließend das Geld vom Käufer erhalten.
Daraufhin folgte ein langwieriger E-Mailaustausch, da der Käufer natürlich die Reisebestätigung zugeschickt bekommen wollte, doch da ich keine besaß, erstellte ich dummerweise eine Fälschung und reichte im diese ein.
Als der Betroffene dann nun beim Reiseunternehmen anrief und erfuhr, dass auf meinen Namen gar keine Reise gebucht worden war, ging er verständlicherweise sofort zur Polizei und erlies eine Anzeige gegen meine Person.
Ich muss dazu sagen, dass ich selbst weiß, dass dieses Vergehen von mir sehr dumm gewesen ist und nicht zu entschuldigen ist, doch ich war zum Zeitpunkt des Vorfalls arbeitslos und hatte keinen Anspruch auf irgendwelche Gelder vom Amt.
Meine Jobsuche war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls ohne Erfolg und daher habe ich aus voller Verzweiflung diese Tat begangen.
Es ist also nicht abzustreiten, dass ich schuldig bin!
Ich habe sogar bereits ein Schreiben von einem Gerichtsvollzieher erhalten.
Es interessiert mich daher, was für eine Strafe auf mich zukommen wird? Erhalte ich eine Freiheitsstrafe (Berufung möglich?) und wenn ja für welche Dauer? Erhalte ich eventuell "nur" eine Forderung, dass ich das komplette Geld inklusive Zinsen, Gerichtskosten etc. in Tagessätzen zurückzahlen muss?
Würde die Strafe milder ausfallen, wenn ich mich mit dem Gerichtsvollzieher bzw. dem Gläubiger/Geschädigten vor dem anstehenden Gerichtstermin auf eine Rückzahlung einige oder ist aufgrund der Tat eine Milderung der Strafe auszuschließen?
Ich muss dazu sagen, dass ich keine Vorstrafen besitze, ansonsten mir nie etwas zu schulden habe kommen lassen und derzeit als Teilzeizkraft auf 400€-Basis arbeite.

Vielen Dank schon mal im vorraus für die Bearbeitung!

28.10.2008 | 12:13

Antwort

von


(206)
Borussiastraße 112
44149 Dortmund
Tel: 0231/ 96 78 77 77
Web: http://www.ra-jeromin.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zwar lässt sich aus der Ferne ohne Aktenkenntnis keine exakte Vorhersage zur Strafbarkeit machen.

Im Rahmen einer ersten Einschätzung dürfte aufgrund Ihrer Schilderung entweder eine deutliche Geldstrafe oder eine kurze Freiheitsstrafe von maximal sechs Monaten mit Strafaussetzung zur Bewährung zu erwarten sein.

Der Vorteil einer Geldstrafe von maximal 90 Tagessätzen wäre, dass diese Verurteilung keinen Eintrag ins polizeiliche Führungszeugnis zur Folge hätte und Sie sich weiter als "nicht vorbestraft" bezeichnen dürften.

Sollte man Sie hingegen zu einer Freiheitstrafe von mehr als drei Monaten verurteilen (oder zu mehr als 90 Tagessätzen), würde dies zunächst ins Führungszeugnis nach sich ziehen.

Da eine Strafaussetzung zur Bewährung zu erwarten wäre, könnte man Ihnen hier die zumindest teilweise Schadenswiedergutmachung zur Bewährungsauflage machen.

Um noch in dem Bereich von maximal 90 Tagessätzen zu bleiben, bietet sich eine Absprache mit dem Geschädigten zur Schadenwiedergutmachung -verbunden mit Aufnahme von Zahlungen bis zum Hauptverhandlungstermin- an, die zumindest teilweise Schadenswiedergutmachung sollte strafmildernd wirken.

Sofern letztlich eine Urteil gefällt wird, mit dem Sie nicht "leben" können, haben Sie die Möglichkeit, Berufung oder Revision einzulegen.

Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jeromin
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht


Rückfrage vom Fragesteller 28.10.2008 | 12:24

Sehr geehrter Herr Jeromin,
vielen Dank erst einmal für die schnelle und ausgiebige Antwort von Ihnen.
Ich hätte da allerdings noch eine weitere Frage: Ist eine Freiheitsstrafe über 6 Monaten auch sehr realistisch? Wenn ja, wäre da eine Berufunf auch möglich?
Ich frage deshalb, weil ich 21 Jahre alt bin und seit über 3 Jahren mit einer sehr hübschen Freundin in einer Beziehung gebunden bin. Ich weiß, dass man Ihnen so etwas wahrscheinlich normalerweise nicht schreibt, ich bin aber sehr ängstlich und furchtbar aufgeregt auf diesen Tag. Ich bin wirklich sehr verwirrt in letzter Zeit, was mich dazu getrieben hat. Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.10.2008 | 12:31

Sehr geehrter Fragesteller,


eine exakte abschließende Einschätzung ist aus der Ferne wie gesagt nicht möglich.

Aber aufgrund Ihrer Schilderung halte ich eine Freiheitstrafe von mehr als sechs Monaten, evtl. sogar noch ohne Strafaussetzung zur Bewährung für sehr unwahrscheinlich- die Berufung wäre aber selbstverständlich auch dann möglich.

Sofern Sie zwar jetzt 21 sind, zur Tatzeit aber evtl. noch 20 Jhre alt waren, käme sogar noch das im Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit mildere Jugendstrafercht in Betracht.

Für eine exaktere Einschätzung wäre nun die Akteneinsicht im Rahmen eines Mandatsverhältnisses erforderlich.

Mit freundlichen Grüßen

Jeromin
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht

Bewertung des Fragestellers 28.10.2008 | 12:40

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Jens Jeromin »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 28.10.2008
5/5,0

ANTWORT VON

(206)

Borussiastraße 112
44149 Dortmund
Tel: 0231/ 96 78 77 77
Web: http://www.ra-jeromin.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Strafrecht, Fachanwalt Verkehrsrecht