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Internetkauf-Widerruf-Zustellung verweigert

| 20. November 2021 18:58 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


20:31

Sehr geehrte/r Anwalt/in,

am 14.10. bestellte ich via Internet bei der Firma Breitenbacher 2 Artikel zu 100 Euro.
Die Website machte einen seriösen Eindruck und machte den Eindruck einer deutschen
Firma mit langjährigen Wurzeln. Die Zahlung soll nach Erhalt der Ware über Klarna
erfolgen.

Nach Kaufabschluß (5 Minuten später) fand ich aber heraus, dass es sich hierbei um einen fake-shop handelt (Verbraucherzentrale). Der Firmensitz ist wohl in England oder China. Der Versand erfolgt über Luxenburg. Die Verbraucherzentrale warnt vor diesem Shop, es gibt zig Verbraucher-Beschwerden.

Darauf hin widerrief ich sofort die Bestellung via Internet bei dem Anbieter. Der teilte mir umgehend mit, dass lt. ihrer AGB ein Widerruf nicht möglich ist, ich die Ware aber nach Erhalt auf meine Kosten wieder zurücksenden könne (nach China). Zeitgleich bekam ich eine Zahlungsaufforderung von Klarna. Ich telefonierte sofort mit der Bank und schilderte den Hergang und meinen sofortigen Widerruf. Dort wurde mir gesagt, dass ich auf keinen Fall das Päckchen annehmen soll, weil ich widerrufen habe.
Sollte das Päckchen dennoch kommen, soll ich mich bei Klarna wieder melden.

Das Päckchen kam nach ca. 6 Wochen, Absender eine Adresse in Luxemburg. Ich verweigerte die Annahme und habe über die Sendungsverfolgung einen Beleg. Als ich bei Klarna anrief, sagte man mir, dass die Zahlung erst einmal wegen Retoure (?) unterbrochen wird. Sollte beim Absender (dem Fake Shop) die Ware wieder eintreffen, wird sich Klarna mit mir in Verbindung setzen. Bestätigt der Verkäufershop den Eingang der Retoure, würde die Zahlungsaufforderung gelöscht.

Nun meine Frage, ich hatte bevor ich ja die Ware erhalten hatte widerrufen. Gilt dieser
Widerruf ? Denn sonst gilt ja das Widerrufsrecht nach Erhalt der Ware 14 Tage. Und
war die Annahmeverweigerung korrekt? Oder können mir hier Kosten anfallen. Ich bin
der Meinung, weil ich vor Versand widerrufen habe, ist die Zustellung nicht mehr mein
Problem. Stimmt das? Falls Klarna mir Probleme bereitet, wie soll ich mich verhalten?
In einem Streitfall würden Sie mich vertreten?

Danke für die Antwort.

20. November 2021 | 19:28

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich habe die von Ihnen angegebene Firma über Google überprüft und bin hier ebenfalls zu dem Ergebnis gelangt, dass es sich hier um einen sog. Fake Shop handelt und hier kein seriös agierendes Unternehmen dahinter steht.

Sie haben zu Recht Ihr Widerrufsrecht nach Paragraf 312 g BGB ausgeübt, dass entgegen der Behauptung des Unternehmens auch nicht wirksam durch allgemeine Geschäftsbedingungen ausgeschlossen werden kann. Sie gelten als Verbraucher i.S.d Paragrafen 13 BGB, so dass ein derartiger Ausschluss nicht möglich ist.

Ihr Verhalten war bislang vollkommen korrekt, so dass die Annahmeverweigerung korrekt war und die Zustellung nicht in Ihren Risikobereich einzuordnen ist.

Soweit hier tatsächlich eine weitere Rechtsverfolgung gegen Sie beabsichtigt ist, können Sie sich gerne an mich wenden. Ich gehe angesichts meiner Erfahrungen mit derartigen Shops eher davon aus, dass die Gegenseite hier keine weitere Durchsetzung versucht.

Ihr Verhalten ist juristisch völlig korrekt und berechtigt.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Klein


Rechtsanwalt Thomas Klein
Fachanwalt für Familienrecht, Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Steuerrecht

Rückfrage vom Fragesteller 20. November 2021 | 20:28

Erst einmal vielen Dank für Ihre Antwort!
Meine Nachfrage lautet, ich wollte Klarna also der Bank mitteilen, dass ich aufgrund des
Widerrufs und der Annahmeverweigerung raus aus der Sache bin. Es besteht daher keine
weitere Forderung gegen mich. Hintergrund ist, dass Klarna für die Firmen in Vorkasse
tritt und natürlich ihr Geld wieder haben möchte.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20. November 2021 | 20:31

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Ja, das können Sie so mitteilen. Ihr wirksam ausgeübtes Widerrufsrecht führt zu diesen Konsequenzen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung, auch über meine persönliche Email Adresse.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Klein

Bewertung des Fragestellers 20. November 2021 | 20:57

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Stellungnahme vom Anwalt:

Vielen Dank

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