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Internetbetrug Angst

19.10.2009 15:41 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe letzte Woche meine und die Anklageschrift von meinen Mann erhalten,uns wird gemeinsamer gewerkschaftlicher Betrug in 64 Fällen vorgeworfen Wert 15500Euro.

Es ging um Handlung vom Juni 2007 bis Oktober 2008, und zwar muß ich dazu sagen das ich nur mein Bankkonto zuverfügung gestellt habe,ich habe eine Freundin übers Internet in Janauar 2007 kennengelernt,wir wurden dicke Freunde,das sie in der Schufa steht und kein Konto hat,bat sie mich meine Kontodaten zu benutzen,da ich zu diesen zeitpunkt sehr fertig war,weil mein mann sich von mir getrennt hat,habe ich gesagt ja kannste machen,weil mir eh alles egal war und ich ja nicht dachte was sie für ein Mist abzieht. Na jedenfalls gingen große Summen geld auf mein Konto Woche für Woche ein,ich hab mir dabei weiter nichts gedacht,weil ich dachte gut sie macht das über ihren namen wird schon richtig sein. Bis im mai 2008 ne Anklage Schrift von 11 fälle bekommen habe,sie meinte sie kümmert sich darum aber nichts war. Anfang August wurde ich Morgens von der Polizei von zu hause abgeholt,und durfte eine Woche in U haft sitzen,das hatte ich Verhandlung und wurde zu 18 monate Freiheitsstrafen auf Bewährung verurteilt. Meine damalige Freundin ist natürlich verschwunden,und das dumme ist ich habe nur ihren Vornnamen. klar hat sie mir ab und zu mal geld abgegen wenn ich was überweisen mußte,aber das mußte ich bis auf den letzten Cent zurück zahlen.
So nun kam die Anklageschrift von den Rest und ich sehe das mein Mann wegen seiner Spielsucht,die jetzt zum Glück besiegt ist,auch sowas abgezogen hat,14 Fälle und zwar ab August bis Oktober 2008.
Wir sind verheiratet und haben drei Kinder zwischen 7 Monate und 8 Jahre.mein Mann steht im festen Arbeistverhältnis und ich befinde mich zur Zeit im Elternjahr.

Nun zu meiner Frage.

Womit müssen wir rechnen?
Werden wir beide die gleiche Strafe bekommen?
Wie kann ich beweisen das ich mit den ganzen Betrügen nichts zu tun habe,und vorallem nichts von den von meinen Mann,weil die Taten fallen in meine Bewährungszeit.

Werden wir beide ins Gefängnis müssen? Ich will da nicht rein,war die schlimmste woche in meinen Leben damals.

Wir bei dem urteil auf Kinder und soziales umfeld rücksicht genommen?

Muss mein sofort die Gefängnisstrafe antreten wenn man dazu verurteilt wird.

Ich bin echt am Ende will nicht weg von meinen Kindern.

Werden mein mann und ich gemeinsame Verhandlung haben oder jede eine?

Einen Verteidiger habe ich schon,sie will sich wenn sie die Akteneinsicht hatte bei mir melden.

Bitte helfen sie mir,ich habe so eine Angst.

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:


1.
Womit müssen wir rechnen?

Sollte nach einer sorgfältigen Überprüfung und nach Akteneinsicht feststehen, dass mit einer Verurteilung zu rechnen ist, dann sollte eine effektive Strafzumessungsverteidigung eingeleitet werden. D. h. es müssen alle für Sie sprechenden Gesichtspunkte herausgearbeitet werden um eine milde Strafe herbeizuführen. Ansonsten, wenn Sie unschuldig sind, dann ist auf einen Freispruch hinzuarbeiten. Das gleiche gilt für Ihren Mann.

2.
Werden wir beide die gleiche Strafe bekommen?

Sollten Sie beide wegen derselben Taten (64 Fälle) verurteilt werden, dann hängt die konkrete Bestrafung von unterschiedlichen Faktoren ab. So spielt z. B. u. a. eine Rolle, ob nur Sie oder auch ihr Mann strafrechtlich vorbelastet sind.

3.
Wie kann ich beweisen das ich mit den ganzen Betrügen nichts zu tun habe, und vor allem nichts von den von meinen Mann, weil die Taten fallen in meine Bewährungszeit.

Hier bedarf es einer sorgfältigen Sachverhaltsanalyse. Es muss sowohl der Akteneinhalt, Ihre Schilderung der Ereignisse und die rechtliche (Materielles Recht und Prozessrecht) Prüfung bedacht werden.

4.
Werden wir beide ins Gefängnis müssen? Ich will da nicht rein, war die schlimmste Woche in meinen Leben damals.

Wenn Sie bereits eine Bewährungsstrafe erhalten haben von 18 Monaten, dann ist zu berücksichtigen, dass eine Vollstreckung einer Freiheitsstrafe zur Bewährung nur bis zu 2 Jahren überhaupt möglich ist. Eine Freiheitsstrafe, die darüber liegt kann nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden. Möglicherweise ist hier an eine Kombination zwischen Freiheitsstrafe und Geldstarfe zu denken.

5.
Wird bei dem Urteil auf Kinder und soziales Umfeld Rücksicht genommen?
Die persönlichen Verhältnisse und ihr Lebensumfeld dürften Berücksichtigung finden.

6.
Muss man sofort die Gefängnisstrafe antreten wenn man dazu verurteilt wird.
Nein, nicht unbedingt. Sie (Ihr Verteidiger) könnten gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen. Berufung und Revision. Damit erwächst das Urteil des AG/AG Schöffengericht nicht in Rechtskraft. Sie gewinnen dadurch Zeit und können unaufschiebbare persönliche Dinge in Freiheit noch klären und organisieren.
Sie könnten auch bei einem rechtskräftigen Urteil einen Antrag auf Vollstreckungsaufschub stellen. Hierfür müssten aber gewichtige Gründe ausnahmsweise vorliegen. Dies müsste ein Rechtsanwalt (Verteidiger) sorgfältig prüfen.

7.
Werden mein Mann und ich gemeinsame Verhandlung haben oder jede eine?
Dies ist anzunehmen bei gemeinschaftlichem gewerbsmäßigen Betrugs. Eine Trennung der Verfahren ist aber nicht ganz ausgeschlossen.

8.
Einen Verteidiger habe ich schon, sie will sich wenn sie die Akteneinsicht hatte bei mir melden.
Eine effektive Verteidigung ist nur bei vorangegangener Akteneinsicht möglich.
Ihr Mann sollte sich auch anwaltlich vertreten lassen. Es gilt das Verbot der Mehrfachverteidigung. D. h., dass ihre Verteidigerin nur Sie verteidigen darf, aber nicht gleichzeitig auch ihren Ehemann.


Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft und Ihre vielen Fragen sehr gut beantwortet zu haben.
Eine Nachfrage können Sie bei Bedarf gerne stellen. Für eine Bewertung wäre ich dankbar. Für eine Verteidigung ihres Ehemannes stehe ich gerne zur Verfügung. Ich verteidige bundesweit.



Mit freundlichen Grüßen

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