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Internetabzocke von Partnerbörsen

| 12.07.2014 09:52 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Am 22.02.14 bin ich auf die Partnerbörse EliteSingle( wurde mitlerweile in PrimeSingles geändert) gestoßen. Geworben wurde da mit einem Schnupperangebot 14 Tage nur 1€. Ich mich also da Angemeldet. Da das Angebot und die Funktion der Seite schlecht waren habe ich sie nach paar Tagen nicht mehr benutzt. Was ich nicht mitbekommen habe ist das, dass 14 Tägige Schnupperangebot auch wieder gekündigt werden muss, da es sonst in einen 6 Monat's Vertrag über geht der dann Monatlich 89,90€ kostet, was aber wie ich Später mitbekommen habe Versteckt in den AGB's ganz unten blaue Schrift auf blauen Hintergrund stand. Was nach meinem Kenntnis stand eigentlich Eindeutig hervorgehoben und gut ersichtlich platziert sein muss. Habe dann leider erst nach dem 3. mal Abbuchen der Besagten 89,90€ mitbekommen das es von dieser Seite ist, habe dann sofort meine Kreditkarte Sperren lassen. Nun habe ich schon die 3. Mahnung per E-Mail bekommen der Preis ist nun schon bei 102,40€. Bin aber gewillt an diese Firma nichts mehr zu zahlen. Ich habe mitlerweile auch einen Brief geschickt wo drinne steht das nicht Eindeutig drauf hingewiesen wurde das nach den 14 Tagen zu einem 6 Monatigen Vertrag kommt. Desweiteren habe ich keine Schriftliche Widerrufsbelehrung bekommen, wo ja Anscheinend die Firma verpflichtet ist mir nach Vertragsabschluss eine Zukommen zulassen. Die Firma hat auf meinen Brief wie Folgt reagiert: Sie haben die Kündigung akzeptiert aber zum normalen Vertagsende nach 6 Monaten und um mir dann noch zu schreiben das der Vertrag über 6 Monate rechtens ist und sie weiter auf ihr Geld beharren.

Nun meine Fragen:
Muss eine Widerrufsbelehrung bei Online Verträge wirklich an den Kunden geschickt werden?(E-Mail oder schriftlich)

Wie stehen meine Chancen mein Geld zurück zubekommen und den Vertrag für ungültig zu Erklären?

Muss eine Inkasso-Mahnung nicht immer per Brief kommen statt per E-Mail?

Muss ich auf die Mahnungen eingehen, was kann mir Schlimmstens passieren?

Habe ich nur Chancen wenn ich zur Polizei gehe oder ist es jetz alles schon zu Spät?

Vielen Dank im vorraus!




Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Der Vertrag ist bereits unwirksam. Eine solche Verlängerungsklausel in den AGB ist rechtswidrig und unwirksam (OLG Dresden, Beschluss vom 28.08.2013, Az. 14 W 832/13).

Ich empfehle daher, die Gegenseite auf das Urteil hinzuweisen und eine Frist (14 Tage) zur Rückzahlung zu setzen.

Davon unabhängig Ihre weiteren Fragen:

Die Widerrufsbelehrung muß vollständig per Mail übersandt werden. Eine papierschriftliche Übersendung ist nicht notwendig.

Wie bereits oben ausgeführt, ist Ihr Vertrag bereits unwirksam. Ihre Chancen, Ihr Geld zurückzubekommen, sind sehr gut.

Nein, eine Inkasso-Mahnung kann auch per Mail kommen. Allerdings ist das extrem unüblich.

Grundsätzlich sollten Sie Mahnungen stets beachten und einem Anwalt zur Prüfung vorlegen, da sonst ein Gerichtsverfahren droht. In diesem konkreten Fall können Sie die Mahnungen aber ignorieren und die Rückforderung verlangen.

Sie haben auch und gerade bei einem rein zivilrechtlichen Vorgehen gute Chancen. Ein Gang zur Polizei ist nicht notwendig.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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Bewertung des Fragestellers 15.07.2014 | 18:14

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