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Internetabzocke XXXXX

03.01.2014 18:51 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Unsere Tochter hat sich bei XXXXX eingeloggt. Konnte 14 Tage sich einloggen
und dann ging nichts mehr. Dann wurde von ihrem Konto Geld abgebucht (woher
hatten die die Kontonummer?) Geld wurde zurückgeholt. Dann kamen 2 Schreiben
von einem Inkassobüro. Nach dem zweiten Schreiben hat ein Freund von ihr
das Geld überwiesen. Jetzt kam ein Schreiben von einem Anwalt dass sie
innerhalb von 2 Tagen EURO 311 überweisen soll, sonst wird ein Mahnbescheid
erwirkt. Wie müssen wir uns jetzt verhalten?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ich gehe davon aus, dass Ihre Tochter in eine sogenannte Abofalle geraten ist. Diese sollten eigentlich seit der Buttonlösung - wonach auf ein kostenpflichtiges Abonnement explizit hingewiesen werden muss - nicht mehr möglich sein. Ganz auszuschließen ist dies jedoch nicht. Die Masche hierbei ist einfach. Es wird ein kostenloser Zugang oder Testzugang angeboten, ohne dass auf den Abschluss eines kostenplichtigen Vertrages hingewiesen wird. Nach Ablauf der Testphase folgt meist die böse Überraschung. Es wird eine Zahlung verlangt. Solche Maschen waren früher üblich sollten aber nunmehr nicht mehr möglich sein, da grundsätzlich nur ein Vertrag zustande kommen kann, wenn der eigentliche "Bestellbutton" eindeutig beschriftet ist. Z.B. mit "zahlungspflichtig bestellen".

Bei den von Ihnen genannten Portal ist offenbar der Abschluss eines kostenlosen Profils möglich. So sieht es jedenfalls auf der Startseite aus. Dies kann auch nicht automatisch Kosten nach sich ziehen, da so kein kostenpflichtiger Vertrag zustande kommen konnte.

Eine andere Möglichkeit ist ggf. dass ein kostenloses Profil angelegt wurde und versehentlich auf einen Premiumaccount gewechselt wurde. Derartige Plattformen bieten meist neben dem kostenlosen Profil ein kostenpflichtiges Premiumprofil an - mit mehr Möglichkeiten. Derartige Premiumprofile werden meist mit einer Testphase angeboten.

Zur abschließenden Beurteilung müsste man herausfinden, ob Ihre Tochter ggf. einen solchen Premiumaccount - wenn auch versehentlich - gebucht hat. Es wäre dann auch wichtig zu erfahren, ob Ihre Tochter auf ein Widerrufsrecht wirksam hingewiesen wurde oder nicht. Sollte Ihre Tochter ggf. tatsächlich eine solche Premiummitgliedschaft abgeschlossen haben udn nicht wirksam auf ihr Widerrufsrecht hingewiesen worden sein, besteht noch die Möglichkeit des Widerrufs und der Rückerstattung der genannten Beträge. Sollte Ihre Tochter tatsächlich KEIN kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen haben, sollte der Anspruch gänzlich zurückgewiesen werden und der geforderte Betrag zurückverlangt werden. Ohne die konkreten Umstände zu kennen, hört sich der Sachverhalt aber nach Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements - wenn auch versehentlich - an mit einer Probezeit von 14 Tagen. Es wird also vermutlich darauf ankommen, ob die Tochter rechtzeitig gekündigt bzw. widerrufen hat und wenn nicht, ob ggf. eine falsche Widerrufsbelehrung vorliegt und damit auch jetzt noch ein Widerruf möglich ist. Andernfalls bleibt sicherlich nur die ordentliche Kündigung zum Ende der Vertragslaufzeit.

Ungeachtet dessen ist nicht ersichtlich, weshalb hier der Anwalt nochmals Geld fordert, wenn bereits gezahlt wurde. Das ist in der Tat eher ungewöhnlich. Hier sollte der Anwalt darauf hingewiesen werden, dass der geforderte Betrag bereits entrichtet wurde. Im Übrigen sind Inkassokosten und Anwaltskosten nicht parallel zu erstatten. Derartige Kosten dürfen in der Regel nur einmal anfallen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Andre Stämmler, Rechtsanwalt

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