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Internet Betrug - Chance auf Bewährung?

09.11.2011 11:42 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


ch habe in letzter Zeit sehr viele Probleme,die Ich mir alle selbst zu-zuschreiben habe.
Zu meiner Vorgeschichte - Ich bin 21 Jahre alt und schon strafrechtlich in Erscheinung getreten.Meine Vorstrafen:

17 Jahre alt - Jugendgericht: Wegen Betruges Ebay Ware nicht verschickt - 25 Sozial stunden

18 Jahre alt - Jugendgericht: Diebstahl eines Fahrrads - 25 Sozialstunden

18 Jahre alt - Jugendgericht: Beleidigung 60 Sozialstunden

19 Jahre alt - Jugendgericht: Betrug - Ware nicht verschickt 80 sozialstunden

19 Jahre alt - Jugendgericht: Unterschlagung 80 Stunden,eine Woche Jugendarrest.

20 Jahre alt - Erwachsenen Gericht: Beleidung 400€ Strafgeld

So jetzt habe ich richtig Mist gebaut,ich hatte meine Arbeit verloren - habe einfach nichts mehr bekommen.Hatte Schulden und musste halt an 4.000€ kommen. Jetzt habe ich Leute betrogen - habe die 4.000 zusammen bekommen.Ware verkauft über Ebay,nicht versendet.Betrugsopfer etwa 8.Ich bin nicht stolz auf meine Tat,und mir tut das auch wirklich alles Leid,und jetzt im Endeffekt habe ich gemerkt was das eigentlich für ein Riesen mist ist den ich da verzapft habe,würde das Geld gerne auch zurück zahlen nur habe ich leider keines.

Was denken Sie aufgrund meiner Vorstrafen,wenn wirklich jeder der Betrogenen eine Anzeige macht - habe ich da noch irgendwie ne ne Möglichkeit auf ne letzte Chance? - sprich Bewährung. Wie sollte ich weiter vorgehen? Selbstanzeige?

-- Einsatz geändert am 09.11.2011 11:45:12

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Sehr geehrter Ratsuchender,

die Voreintragungen sind natürlich nicht unerheblich.

Kommt es zu einer Anklage und einer Verurteilung wird es auf das weitere Verfahren und die Hauptverhandlung ankommen. Zu einer Bewährung wird es dann kommen, wenn das Gericht zu der Auffassung gelangt, dass Sie sich in Zukunft straffrei führen werden. Davon muss das Gericht überzeugt werden.

Diese Problematik haben Sie bereits erkannt. Eine Bewährung kann aber durchaus noch in Betracht kommen. Ich rate daher dringend dazu, einen Rechtsanwalt zu beauftragen.

Zunächst wird aber der derzeitige Stand der Angelegenheit zu klären sein. Nach Ihren Ausführungen gehe ich davon, aus, dass noch keine Strafanzeige erstattet worden ist.

Unter diesen Voraussetzungen muss nun das weitere Vorgehen geklärt werden. Dazu gehört natürlich die Schadenswiedergutmachung. Auch wenn Sie ausführen, dass Sie das Geld nicht mehr haben, muss überlegt werden, wie dieses doch noch erfolgen kann. Da Sie über Einkünfte verfügen werden - und sei es staatliche Leistungen - wäre unter Umstände eine Wiedergutmachung mit Ratenzahlung möglich.

Sollten bereits Strafanziegen vorliegen, muss ungeachtete dessen die Frage der Schadenswiedergutmachung auch während des Verfahrens unbedingt geklärt werden, da sich dieses auch auf die zu erwartende Strafe auswirkt.

Dieses alles müssen Sie aber zuvor vor Ort mit einem Anwalt besprechen, den Sie unbedingt beauftragen sollten.

Das ist auch ganz wesentlich, wenn es zu einem Verfahren kommt. Mit diesem können Sie dann auch die Frage einer Selbstanzeige erörtern. Daher rate ich davon zunächst ab.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 09.11.2011 | 12:37

Was für ein Straßmaß kann ich denn erwarten? Also Freiheitsstrafe ohen Bewährung wenn ja - für wie Lange?

Besten Dank im vorraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.11.2011 | 12:58

Sehr geehrter Ratsuchender,

das Strafmaß einer Freiheitsstrafe bei § 263 Abs. 1 StGB beträgt bis zu fünf Jahren.

Die Tendenz der Gerichte zeigt, dass die Freiheitsstrafen gerade auf den Sektor des Ebay-Betruges höher ausfallen. Eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren ist keine Seltenheit mehr; in einem solchen Fall ist aber auch eine Bewährung noch möglich.

Letztlich ist aber das Strafmaß und die Entscheidung darüber fließend, so dass eine genaue Prognose nicht möglich ist. Das Strafmaß kann auch von Ihrem jetzigen weiteren Verhalten abhängen.

Sie sollten daher unbedingt einen Anwalt beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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