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Internet-Betrug


30.09.2006 20:55 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Ich benutze zeitweise eine Zweitwohnung, die meinem Bruder gehört. Der Telefonanschluss in dieser Wohnung ist auf meinen Namen angemeldet. Jetzt habe ich eine Vorladung zum Gericht bekommen wegen Internetbetrugs, der angeblich über meinen Internetanschluss ausgeführt wurde. Dies wurde über die IP (Internet Protokoll) Adresse herausgefunden. Zur betreffenden Zeit war die Wohnung durch meinen Bruder für 3 Monate kurzvermietet, der Computer und Internetanschluss war mitvermietet. Also muss dieser Mieter, der inzwischen wieder ausgezogen ist, den Betrug vorgenommen haben. Angeblich geht es um 20.000 Euro. Nun meine Frage: Kann ich oder mein Bruder (Wohnungseigentümer) für den Schaden verantwortlich gemacht werden, nur weil die Telefonleitung in meinem Namen angemeldet ist? Oder ist der frühere Mieter verantwortlich? Die Personalien wurden aufgenommen (Reisepasskopie + Kopie Kontoauszug mit Adresse), es handelt sich um einen Italiener, der jetzt wieder in Italien wohnt.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Da bereits das Hauptverfahren gegen Sie wegen Betrufes eröffnet worden ist und Sie eine gerichtliche Vorladung erhalten haben, rate ich Ihnen sich durch einen Strafverteidiger vor Ort verteidigen zu lassen, der nach Akteneinsicht die Einlassung vorbereiten kann.
Aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung ist eine hinreichende Verurteilungswahrscheinlichkeit zu verneinen, da Sie Ihren Internetanschluss zur Tatzeit einem Dritten überlassen haben. Hier kann als Zeuge Ihr Bruder benannt werden, wenn gegen ihn selbst nicht wegen Betruges ermittelt wird.

Verantwortlicher in strafrechtlicher und zivilrechtlicher Hinsicht ist insoweit der frühere Mieter, der nunmehr wieder in Italien wohnt. Bei dieser Person handelt es sich nicht den "unbekannten Dritten", da Ihnen eine Kopie des Reisepasses sowie der Anschrift vorliegen.
Effektiv mit dem Ziel eines Freispruches können Sie jedoch nur einen Strafverteidiger verteidigt werden. Diese Aufgabe sollten Sie sich nicht selbst aufbürden, da Ihnen hierfür die Erfahrung und das strafprozessuale Wissen fehlen dürfte.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2006
info@kanzlei-roth.de

Nachfrage vom Fragesteller 30.09.2006 | 21:22

Der Gerichtstermin ist schon diesen Donnerstag. Kann ich um Verschiebung bitten? Muss ich selbst anwesend sein? Oder kann ich einen Strafverteidiger an meiner Stelle hinschicken? Wie finde ich so schnell einen Strafverteidiger in Berlin? Können Sie eine Empfehlung aussprechen? Muss ich die kosten für den Verteidiger tragen, wenn ich am Ende freigesprochen werde?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.09.2006 | 21:36

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Strafverteidiger können Sie über http://www.strafverteidiger-berlin.de/vereinigung/wir_ueber_uns.php in Erfahrung bringen. Hier finden sich genügend Kollegen, von denen einer Sie bestimmt vertreten wird. Dies sollten Sie gleich am Montag in Angriff nehmen.

Wenn Sie am Montag einen Verteidiger mandatiert haben, wird dieser sich bei Gericht legitimieren und Akteneinsicht sowie eine Verlegung des Termins beantragen.
Dies dürfte in der Regel kein Problemm darstellen, da der Verteidiger ohne Akteneinsicht keine Verteidigungsleistung erbringen kann. Darüber hinaus ist der Termin für den mandierten Kollegen zu kurzfristig, um effektiv verteidigen zu können.

Die Kosten im Falle eines Freispruches wird der Staatskasse auferlegt. Dies betrifft allerdings nicht die Kosten, die im Rahmen einer Honorarvereinbarung ausgelobt worden sind, sondern nur die gesetzlichen Gebühren.

Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

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