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Internet Abo zufällig bestellt

08.07.2008 10:37 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Kay Fietkau


Guten Tag,

ich war im Internet auf der Suche nach einen kostenlosen antivirus software (Avira), dabei bin ich über Google auf die Seite www.steramarchiv.com gelandet. Bevor man aber an die Daten kommen könnte, müsste man ein Formular ausfüllen, mit Namen und Adresse. Da wollte ich nicht alles preisgeben und habe beim Namen „test“ und Straße auch „test“ eingegeben.

Ein paar Tage später bekam ich eine Rechnung von „Streamarchiv“ per e-mail, was ich zuerst ignoriert habe. Inzwischen bekomme ich die Mahnung. Jetzt war ich noch mal auf der Seite von „Streamarchiv“, und habe festgestellt, dass es sich um ein 2 Jahresabo handelt (98 EUR jedes Jahr).

Was kann ich machen? Soll ich die Rechnung bezahlen, oder kann ich es ignorieren, da sie sowoeso meine persönlichen Daten nicht haben?

Vielen Dank im Voraus

Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Fragen zusammenfassend wie folgt beantworten:


Bei einer Bestellung per Internet handelt es sich um ein sogenanntes Fernabsatzgeschäft. Ob ein solches in Ihrem Fall wirksam zustande gekommen ist, kann ich aufgrund der mir vorliegenden Angaben nicht abschließend beurteilen.

Jedoch steht Ihnen diesbezüglich grundsätzlich nach § 312d BGB ein Widerrufsrecht. Nach § 355 Abs. 1 BGB ist der Widerruf innerhalb von 14 Tagen möglich. Die Frist beginnt nach § 355 Abs. 2 BGB zudem Zeitpunkt, in dem Sie von dem Anbieter wirksam über Ihr Widerrufsrecht aufgeklärt wurden. Wenn die Aufklärung erst nach dem eigentlichen Vertragsschluss erfolgt ist, beträgt die Widerrufsfrist einen Monat. Fehlt es an einer entsprechenden Erklärung ganz, können Sie bis zu 6 Monate nach Vertragsschluss wirksam widerrufen.

Des Weiteren kommt in Ihrem Fall auch grundsätzlich eine Anfechtung des Vertrages aufgrund Erklärungsirrtums nach § 119 BGB in Betracht. Wenn Sie vom Anbieter bewusst über die Entgeltlichkeit des Angebotes getäuscht wurden, kommt zudem eine Anfechtung wegen arglistiger Täuschung nach § 123 BGB in Betracht.

Ich empfehle Ihnen den Anbieter per Email anzuschreiben und den angeblichen Abovertrag vorsorglich widerrufen und hilfsweise (soweit einschlägig) die Anfechtung erklären. Drucken Sie sich auf jeden Fall eine Kopie der Email sowie eine Sendebestätigung aus. Alternativ können Sie auch ein entsprechendes Telefax an den Anbieter senden.

Selbstverständlich können Sie mit dem Widerruf auch einen Rechtsanwalt vor Ort beauftragen. Dies empfiehlt sich insbesondere, wenn Sie rechtsschutzversichert sind.


Ich hoffe Ihnen, mit den vorstehenden Ausführungen eine erste Orientierung gegeben zu haben. Für eventuelle Nachfragen benutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Ich möchte Sie an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass die vorstehende Antwort ausschließlich auf den von Ihnen gemachten Angaben beruht. Das Hinzufügen oder Weglassen von Angaben kann zu einem anderen Ergebnis führen.


Mit freundlichen Grüßen

Kay Fietkau
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.07.2008 | 08:57

Guten Tag,

vielen Dank für die schnelle Antwort.
Für die Wiederrufserklärung denke ich sind alle Fristen verstrichen. Die Aufklärung über Wiederrufsrecht stand in AGB, und bevor man sich einlogt muss man die AGB durchlesen.

Was würde passieren wenn ich auf die Mahnungen überhaup nicht reagieren werde? Der Anbieter kennt sowieso meinen Namen und meine Adresse nicht, das Einzige was er in der Hand hat ist die
e-mail Adresse?

Danke im Voraus

Nachfrage vom Fragesteller 10.07.2008 | 09:19

Guten Tag,

vielen Dank für die schnelle Antwort.
Für die Wiederrufserklärung denke ich sind alle Fristen verstrichen. Die Aufklärung über Wiederrufsrecht stand in AGB, und bevor man sich einlogt muss man die AGB durchlesen.

Was würde passieren wenn ich auf die Mahnungen überhaup nicht reagieren werde? Der Anbieter kennt sowieso meinen Namen und meine Adresse nicht, das Einzige was er in der Hand hat ist die
e-mail Adresse?

Danke im Voraus

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