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Internet

10.02.2019 21:33 |
Preis: 40,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer


Zusammenfassung: Üble Nachrede und Verleumdung sollte man nicht zu leicht nehmen, wenn sie mutmaßlich durch Verbreitung von Schriften (§ 11 Absatz 3 StGB) erfolgt sind.

Ich habe ein Problem bzw. ich habe scheisse gebaut !

Ich habe ein Inserat auf einem Anzeigenmarkt im Internet erstell über die Frau meines Bruders. Die beiden sind getrennt.

Ich Habe 2 Bilder von ihr veröffentlicht und dazu ihre Handynummer und im Inserat geschrieben das Sie es gegen Geld macht....und sie zwecks terminabsprache anrufen sollen.

Nun soll es raus gekommen sein anhand der IP Nummer das ich es war und ich soll eine Vorladung bekommen.

Mit welchem Strafmaß ist zu rechnen und wie verhalte ich mich um es gering zu halten.

Gerne zu Ihren Fragen,

da Sie mutmaßlich die verächtlich machenden Behauptungen durch Verbreitung von Schriften öffentlich gemacht haben sollen, empfehle ich, die Sache wegen des doch erhöhten Strafrahmens (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren § 187 StGB ; § 186 StGB bis zu 2 Jahren) nicht zu leicht zu nehmen und einen Strafverteidiger mit der Akteneinsicht zu betrauen.
Der wird dann beurteilen können, ob das belastende Material hinsichtlich welcher Straftat (ggf. "nur" § 186 StGB ) letztlich für eine Verurteilung ausreicht oder nicht. Und was dementsprechend strafmildernd (Ersttäter?) vorgebracht werden könnte.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 10.02.2019 | 22:21

Vielen Dank für Ihre Schnelle Antwort.
Ja ich wäre in diesem Fall ersttäter und leider habe ich das ganze etwas auf die leichte Schulter genommen und bereue es auch jetzt schon mich überhaupt einzumischen in deren Sachen.

Naja aus Fehlern lernt man bekanntlich ja

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.02.2019 | 00:26

Versuchen Sie das Beste daraus zu machen und warten Sie erst einmal ab, ob es überhaupt zu einer Vorladung kommt. Dann nehmen Sie möglichst Akteneinsicht. Das geht sogar ohne Anwalt, wenn Sie das beantragen und zu einem Termin die Dienststelle aufsuchen. Vorsicht: Lassen Sie sich aber nicht in eine Vernehmung hineinziehen, die Sie nicht wollen.

Ggf. stellen Sie dann noch verbleibenden Fragen, wie es weiter gehen soll, hier noch einmal ein.
Freundliche Grüße
Ihr
Willy Burgmer
- Rechtsanwalt

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