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Interessenkollission

01.11.2018 08:20 |
Preis: 38,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Zusammenfassung: Interessenkollision Anwalt
erst ehrenamtliche Beratung durch einen Anwalt im Rahmen eines Vereins, anschließend Vertretung durch denselben Anwalt

Sehr geehrte Frau Rechtsanwalt,
sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

Darf ein Rechtsanwalt der in einem Verein wie z. B. den Mieterverein oder Haus- und Grund dort Vereinsmitglieder ehrenamtlich berät, dann auch im weiteren Verlauf das Mandat über seine Anwaltskanzlei annehmen.

Besteht hier nicht eine Interessenkollission?

Vielen Dank!

Sehr geehrter Ratsuchender,

lassen Sie mich Ihre allgemeine Frage wie folgt beantworten.

Wenn Sie ein konkretes Beispiel geben, kann ich auch konkret antworten.

Dem Rechtsanwalt / der Rechtsanwältin ist es berufsrechtlich und unter Strafe stehend verboten, widerstreitende Interessen wahrzunehmen (§ 43a Abs. 4 Bundesrechtsanwaltsordnung [BRAO]; § 356 StGB ).

§ 3 Abs. 1 Berufsordnung der Rechtsanwälte (BORA):
"Der Rechtsanwalt darf nicht tätig werden, wenn er eine andere Partei in derselben Rechtssache im widerstreitenden Interesse bereits beraten oder vertreten hat oder mit dieser Rechtssache in sonstiger Weise im Sinne der §§ 45 , 46 Bundesrechtsanwaltsordnung beruflich befasst war."

§ 45 Abs. 2 Nr. 2 BRAO (Tätigkeitsverbote), "Dem Rechtsanwalt ist es untersagt, in Angelegenheiten, mit denen er bereits als Rechtsanwalt befaßt war, außerhalb seiner Anwaltstätigkeit [...] beruflich tätig zu werden.", ist auch nicht einschlägig.

Es liegt keine Interessenkollision vor, wenn ein Rechtsanwalt / eine Rechtsanwältin zunächst Vereinsmitglieder im Namen des Vereins berät und dann die Angelegenheit für ein konretes Vereinsmitglied unter der eigenen Kanzlei selbst übernimmt. Dieses Vorgehen ist also erlaubt.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten.
Nutzen Sie bei Bedarf bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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