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Instandhaltung während der Mietdauer


16.11.2007 18:11 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jeremias Mameghani



Guten Tag,

Mein Mieter hat mir erst nach Monaten,ich vermute ca. 2Jahren, Bescheid gegeben das seine Schlafzimmerwand feucht ist. Es kommt vom defekten Dach. Die ganze Außenwand ist feucht und es ist jetzt in Deckenhöhe im Erdgeschoss auch zu sehen, nachdem ich dort Tapeten abgerissen habe. Die Decke im Erdgeschoss ist 20 cm abgehangen . Ich werde den Schaden natürlich schnellst möglich von einer Dachfirma beheben lassen. Der Dachdeckermeister war vor Ort und hat mich darauf hingewiesen das der Riss von außen an der Außenwand vom EG hoch zur 1Etage ein Frostschaden vom letzten Winter seien kann.
Ich war seit 4 Jahren nicht mehr in den Räumlichkeiten und muss mit Schrecken feststellen wie es dort aussieht. Die Frau hat eine Augenkrankheit,ist fast blind und der Mann hat Gicht bzw. krumme,versteifte Finger so dass er auch nicht mehr in der Lage ist etwas zu putzen, geschweige den zu renovieren. Das sagt er selber. Vor vier Jahren sah die Wohnung alt aber gepflegt aus! Die Tapeten sind ca. 20 Jahre alt und sehen jetzt so grau aus wie die Gardinen,die Tapeten lösen sich auch von den Wänden wo kein Wasserschaden ist! Und von den Spinnenweben und dem dreckigen Teppich mal ganz abgesehen. Nach Ungeziefern habe ich erst gar nicht so genau geschaut. Der Dachdeckermeister war auch völlig entsetzt. Seine Worte waren,in die Wohnung will ich nicht mehr(zwecks Begutachtung) und ich kann da eine Kernsanierung vornehmen wenn die Mieter irgendwann mal ausziehen und bis dahin nichts an Renovierung passiert ist.
Das Ehepaar ist ca.75 Jahre alt, sie haben eine Mietvertrag von 1972.Den habe ich von der damaligen Aktiengesellschaft beim Kauf des Hauses 2003 übernommen. Dieses Ehepaar wohnt schon über 55 Jahren in diesem Haus, die Gesellschaften haben öfters gewechselt daher der Mietvertrag von 1972.Der Sohn wohnt in unmittelbarer Nähe kümmert sich aber anscheinend nicht wirklich.
In den letzten zwei Jahren hat ein Nachbar für das Ehepaar immer Kohlen hochgebracht,es wurde immer mit einem Zimmerofen geheizt .Der Nachbar ist jetzt weggezogen, daraufhin haben die alten Leute(meine Mieter)seit kurzem auf Elektroheizung umgestellt. Es befindet sich aber nur 1 elektr. Heizkörper im Wohnzimmer. In den anderen Räumen habe ich keinen Heizkörper gesehen.!Sie machen auch tagsüber kein Fenster auf weil es jetzt so kalt ist. Ich habe Angst das die obere Etage weg schimmelt , zumal jetzt noch viel Feuchtigkeit in der Außenwand ist und der Winter bzw. Frost kommt.
Eigentlich möchte ich keinen Ärger,aber es muss was passieren. Hilfe
Frage: Wie muss geheizt werden?
Wie oft darf ich kontrollieren ob geheizt wird bzw gelüftet?
Wie schnell muss renoviert werden? In allen Räumen ist 20 Jahre nicht mehr renoviert worden. Vom Putzen mal abgesehen?
Wie soll das überhaupt mit den nicht selbständigen Personen weitergehen?
Was für Möglichkeiten, Fristen..... habe ich da????????????

Vielen Dank für Ihre Hilfe
Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für die eingestellte, Frage, welche ich Ihnen gerne wie folgt beantworten möchte:

Grundsätzlich richtet sich die Renovierungspflicht nach dem Mietvertrag. Da mir dieser unbekannt ist, kann ich natürlich keine Angaben machen. Aber Sie sollten diesen insoweit überprüfen. Beachten Sie dabei bitte, dass keine sog. "starren Fristen" zulässig sind.

Im übrigen gilt folgendes:
Ihre Mieter sind verpflichtet, regelmässig so die Temperaturen zu halten, dass keine Schimmelschäden entstehen. Ggf. können Sie diese bei einer dauerhaften Temperatur unterhalb von ca. 18.-20 Grad schadensersatzpflichtig machen. Darüber hinaus hätten Ihre Mieter die Pflicht gehabt, Ihnen einen derartigen geschilderten Schaden umgehend (!) anzuzeigen! Auch hier müssen diese wohl für den weiteren dadurch entstandenen Schaden einstehen.
Ferner sind Sie zumindest berechtigt, 1x im Jahr nach vorheriger Anmeldung die Wohnräume zu betreten. Sofern eine Renovierung zur Vermeidung weiterer Schäden notwendig ist, müssten Sie aufgrund des geschilderten Sachverhaltes Ihre Mieter hierzu auffordern können.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bei Nachfragen sowie für eine Interessenvertretung stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani
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