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Insolvenzverwalterin verlangt Auto heraus

| 19.06.2014 11:25 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Herausgabeanspruch eines Fahrzeuges in der Insolvenz, Anmeldung einer Forderung zur Insolvenztabelle

Ich habe Tischlerarbeiten für eine Kundin durchgeführt. Da sie die Rechnung von 1.500,-- € nicht zahlen konnte, bot sie mir an, einen von ihr beruflich genutzten und von einer Bank finanzierten Kleinwagen (6 Jahre Finanzierung) zu geben, damit ich ihn allein fahren könnte, was dann auch geschah. Sie sagte auch, sie müsse nur noch 8 Raten an die Bank zahlen, dann würde ich den Brief von dem Wagen bekommen. Er würde dann mir gehören. Einige Monate später erfuhr ich von der Insolvenz meiner Kundin. Die Insolvenzverwalterin verlangt nun von mir, den Wagen herauszugeben. Ist das korrekt? Ich habe doch eine Vereinbarung mit der Kundin.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Leider kann die Insolvenzverwalterin das Fahrzeug herausverlangen. Eigentum konnten Sie an dem Fahrzeug nicht erwerben, da dies an die Bank zur Absicherung des Darlehens übertragen ist.

Die getroffene Vereinbarung hinsichtlich der kostenfreien Nutzungsüberlassung für die Laufzeit des Darlehens, wonach Sie das Fahrzeug nach Rückzahlung des Kredites übertragen bekommen, ist durch die Insolvenzverwalterin künbar, zumal keine Laufzeit vereinbart wurde.

Den Übertragungsanspruch hinsichtlich der Kfz können Sie aufgrund des eröffneten Insolvenzverfahren nich durchsetzen.

Im Ergebnis bleibt Ihnen nur die Möglichkeit Ihre Forderung zur Insolvenztabelle anzumelden und auf eine Insolvenzquote zu hoffen.

Das Fahrzeug sollten Sie baldmöglichst herausgeben, damit Sie nicht noch Kosten tragen müssen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 19.06.2014 | 14:42

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt

vielen Dank für Ihre klare Antwort. Nur zu meinem Verständnis muss ich nachfragen:

1. Ein Eigentumsrecht an dem Fahrzeug habe ich nicht, weil die Fahrzeugraten nicht alle bezahlt wurden und das Fahrzeug der Bank übertragen wurde?
2. Ich habe im Internet gelesen, dass ein Besitzer (also ich) möglicherweise ein Besitzrecht wegen Gutgläubigkeit hat, ein Pfandrecht aus der Vereinbarung, wenn ich es richtig verstanden habe. Dies trifft wohl nicht zu,oder?


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.06.2014 | 15:05

Vielen Dank für die Rückmeldung.

1. Ein Eigentumsrecht haben Sie in der Tat nicht, da die Kundin dies nicht übertragen konnte, wenn das Fahrzeug der Bank sicherungsübereignet wurde. Weiterhin sah die Absprache mit Ihnen wohl vor, dass das Fahrzeug erst mit Ablösung des Kredites auf Sie übertragen werden sollte.

Durch die Insolvenz kann Ihnen das Eigentum an dem Fahrzeug von der Kundin leider nicht verschafft werden.

2. Ein Besitzrecht haben Sie für die Dauer des Nutzungs- oder Leiheverhältnisses. Sobald dies aber durch die Insolvenzverwalterin gekündigt wird, fällt auch das Besitzrecht weg.

3. Möglicherweise ist die Insolvenzverwalterin aber bereit das Fahrzeug an Sie zu übereignen, wenn Sie den Darlehensvertrag ablösen und einen Abstand zahlen. Allerdings ist dies Verhandlungssache und Sie sollten genau prüfen, ob sich eine solche Alternative für Sie rechnet rechnet.

Viele Grüße

Bewertung des Fragestellers 19.06.2014 | 15:38

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