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Insolvenzverwalter will Rückübertragung von Miteigentum

10.05.2019 20:49 |
Preis: 60,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


01:46

Zusammenfassung: Anfechtung der Übertragung eines Miteigentumsanteils

Sehr geehrte Damen und Herren.

Wir haben gerade folgendes Problem.
Mein Mann befindet sich seit dem 07.01.2015 in einer Privatinsolvenz (die Eröffnung), die auch bisher ruhig ablief.
Nun schrieb der Insolvenzverwalter meines Mannes uns an.
Ich muss dazu sagen, dass im Jahre 2003 der Vater meines Mannes verstorben ist und dieser meinem Mann und seinem Bruder eine Eigentumswohnung sowie auch Barvermögen hinterließ.
Wobei sich mein Mann und sein Bruder damals darauf einigten, dass mein Mann das Barvermögen erhält und sein Bruder die Eigentumswohnung.
So ist es dann auch geschehen.
Allerdings wurde damals vergessen, meinen Mann und seinen verstorbenen Vater aus dem Grundbuch der Eigentumswohnung löschen zu lassen.
So nun das Problem:
Der Bruder meines Mannes wollte nun, ohne das beiden bewusst war, dass mein Mann immer noch Miteigentümer ist, die Wohnung mit einem Kredit belasten, damit dieser das Haus seiner damaligen Lebensgefährtin renovieren konnte. Das lehnte natürlich die Bank ab.
Daraufhin haben die beiden die Löschung am 07.07.2014 von einem Notar beantragen lassen und zur Grundbuchänderung kam es erst am 19.01.2015.
Den Antrag auf Privatinsolvenz stellte mein Mann am 30.10.2014.
Leider haben wir keine Kontoauszüge mehr von dem Jahr 2003, als mein Mann das Geld aus dem Erbe erhalten hat, und können diese auch nicht mehr beschaffen.
Nach einer Erklärung meines Mannes an den Insolvenzverwalter, wo er den o.g. Sachverhalt auch so darlegte, wendet sich der Insolvenzverwalter nun an den Bruder meines Mannes.
Nun fordert er die Rückübertragung des Miteigentumsanteils.
Umgekehrt gibt er meinem Schwager den Anspruch auf Erbauseinandersetzung den er noch zur Insolvenztabelle zufügen kann.
Weiter schreibt er:
Soweit mein Schwager aber gerne Alleineigentümer bleiben möchte, könnte der Rückübertragungsanspruch auch in Geld abgegolten werden. Mein Schwager möchte sollte er es in Geld abgelten will mit einem entsprechenden Vorschlag bis zum 23.05.19 beim Insolvenzverwalter melden.
Was sollen wir jetzt tun?
Ist das ganze Überhaupt rechtens?
Könnte man Anhand von Zeugen diese Erbauseinandersetzung von 2003 belegen? Würde das Sinn machen?
Mit freundlichen Grüßen


10.05.2019 | 21:54

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Leider kann ich Ihnen hier nicht viel Hoffnung machen. Der Insolvenzverwalter kann die Übertragung des Miteigentumsanteils an den Bruder gemäß §§ 129 , 134 InsO anfechten.

Zwar erfolgte die Übertragung des Miteigentums im Rahmen der Erbauseinandersetzung. Allerdings ist auch eine solche anfechtbar, da diese innerhalb der Anfechtungsfristen nach §§ 129 , 133 InsO erfolgte. Auch wenn der Übertragung des Miteigentumsanteils eine Gegenleistung durch Auszahlung des Barvermögens steht dies einer Anfechtung nicht entgegen.

Der Insolvenzverwalter hat sicherlich kein Interesse einen Miteigentumsanteil zurückzuerhalten, da er diesen nur schwer verwerten kann, ggfs. eine Teilungsversteigerung mit den entsprechenden Kosten beantragen müßte. Insoweit beruht das Hauptinteresse auf eine Abstandzahlung. Der Anspruch aus der Erbauseinandersetzung auf Zahlung des hälftigen Bargeldes ist in der Tat zur Insolvenztabelle anzumelden.

Der Bruder Ihres Mannes wird voraussichtlich eine Insolvenzquote erhalten, deren Höhe sich anhand den Gesamtverbindlichkeiten beurteilen wird. Insoweit wird er für seine Ausgleichszahlung eine Insolvenzquote erhalten, die allerdings nur ein Bruchteil darstellen durfte.

Nach Ihren Angaben sehe ich lediglich die Möglichkeit des Bruders die Abstandszahlung mit dem Insolvenzverwalter zu verhandeln. Hierzu sollte Ihr Schwager anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, um den Ausgleichsbetrag so gering als möglich die und anzumeldende Forderung so hoch als möglich anzusetzen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Nachfrage vom Fragesteller 10.05.2019 | 22:01

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Es handelt sich um einen Betrag von 22500 €.
Können Sie uns sagen, wie hoch, wenn in etwa die Abstandzahlung sein kann?
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.05.2019 | 01:46

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Maßgeblich für den Abgeltungsanspruch ist der Verkehrswert der Wohnung. Soweit im Grundbuch Belastungen vorhanden sind, sind diese in Abzug zu bringen. Der hälftige Wert ist daher der Abgeltungsanspruch. Da ein hälftiger Miteigentumsanteil nur schwer verwertbar ist, ist aus meiner Sicht ein Abschlag zwischen 10% und 20 % gerechtfertigt. Im Falle einer Teilungsversteigerung dürften Kosten von mindestens EUR 2.500,- anfallen, die sich der Insolvenzverwalter erspart.

Der Ausgleichsanspruch aus der Erbauseinandersetzung dürfte dem Wert des Miteigentumsanteils im Jahr 2003 entsprechen und ist zur Insolvenztabelle anzumelden.

Die Feststellung der angemeldeten Forderung durch Insolvenzverwalter sollte im Rahmen einer Vereinbarung zugesichert werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Nachfrage beantworten und Ihnen weiterhelfen.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

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