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Insolvenzverwalter gibt keine Auskünfte!


21.12.2007 11:02 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Sehr geehrte Damen und Herren,

A befindet sich seit Ende 2003 in der Wohlverhaltensperiode der Firmen- und Privatinsolvenz.

Immer wieder hat er beim Insolvenzverwalter angefragt, ob und welche Forderungen von A beim Insolvenzverwalter eingegangen sind und welche Schulden überhaupt bei ihm (Insolvenzverwalter) von Gläubigern angemeldet wurden.

Ist er nicht verpflichtet A darüber Auskunft zu erteilen?

Wann wird eine Quote an die Gläubiger ausgeschüttet? Am Ende der Wohlverhaltensperiode oder schon in der laufenden Wohlverhaltensperiode, je nachdem welche Forderungen von A beim Insolvenzverwalter eingegangen sind?

Der Insolvenzverwalter begegnet A immer wieder mit:"Das geht Sie nichts an, Auskünfte erhalten Sie am Ende."

Ist das rechtens, darf sich A keinen Überblick über das laufende Insolvenzverfahren verschaffen?

Mit freundlichem Gruß

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Der Insolvenzverwalter hat in seinem Bericht zu Beginn des Verfahrens u.a darzulegen, in welcher Höhe Forderung zur Insolvenztabelle angemeldet wurden.

Die Verteilung der Insolvenzmasse erfolgt im Schlusstermin auf Antrag des Insolvenzverwalters zur Schlussverteilung, sobald die Insolvenzmasse verwertet wurde. Eine Abschlagsverteilung ist nach dem Prüftermin möglich. Einen Anspruch auf Vornahme einer Abschlagsverteilung der Gläubiger besteht jedoch nicht.

Daran anschließend erfolgt die Wohlverhaltensperiode, in der der Insolvenzschuldner gem. § 295 Abs. 1 Nr. 4 InsO entsprechende Zahlung (pfändungsfreier Betrag) an den Treuhänder abzuführen hat, soweit er Einnahmen hat. In der Wohlverhaltensperiode tritt der Schuldner seine pfändbaren Bezüge für 6 Jahre (Altfälle 5 Jahre) an den Treuhänder ab. Aufgabe des Treuhänders ist die Einziehung und jährliche Weiterleitung der Beträge an die Gläubiger. Um die Motivation des Schuldners zu stärken, werden ihm ab dem 5. Jahr der Wohlverhaltensperiode Teile des pfändbaren Betrages belassen (5.J. 10%, 6.J. 15%).

Entsprechende Auskünfte erteilt der Insolvenzverwalter in den Berichten zum Insolvenzverfahren. Weiterhin kann ihm eine Berichtspflicht nach § 166 InsO bei Verwertung beweglicher Gegenstände nach § 166 InsO obliegen. Eine Berichtspflicht während der laufenden Wohlverhaltensperiode besteht nicht.

Ich hoffe Ihnen einen ersten umfassenden Überblick verschafft zu haben.

Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Nachfrage vom Fragesteller 07.01.2008 | 12:29

Wann hat der Insolvenzverwalter somit seine Berichte zum Insolvenzverfahren vorzulegen? Nach der Schlussverteilung?

Ist der Insolvenzverwalter verpflichtet mir nach dem Insolvenzverfahren einen ausführlichen Bericht darzulegen, aus dem zu erkennen ist, welche Gläubiger in welcher Höhe befriedigt wurden?

Ergänzung vom Anwalt 11.01.2008 | 23:15

Der Insolvenzverwalter gibt regelmäßig seine Berichte ab. Dies wird in der ersten Gläubigerversammlung festgelegt. Der Turnus ist 6, 12 oder 24 Monate.

Eine Verpflichtung der Berichtsabgabe besteht gegenüber dem Insolvenzgericht und der Gläubigerversammlung/Gläubigerausschuß. Für eine entsprechende Informaion sollten Sie sich an das Insolvenzgericht wenden.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom


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