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Insolvenzverwalter fordert mehr als das Doppelte von Insolvenzmasse

| 24.11.2020 15:48 |
Preis: 60,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


03:55

Zusammenfassung:

vorzeitige Befriedigung der Insolvenzmasse

Guten Tag,

Zum Fall:
Ich bin 100%iger Gesellschafter einer Firma und befinde mich in Privatinsolvenz.
Die Schulden belaufen sich auf ca. 20.000 Euro und die Insolvenzmasse wurde bereits festgelegt und alles vor Gericht eröffnet.
Dem Insolvenzverwalter hatte ich monatlich meine Lohnunterlagen und Einkünfte offengelegt, an Hand dessen mein monatlich zu zahlender Betrag festgelegt wurde. Diese hatte ich dann überwiesen (obwohl der Betrag aus meinen Augen falsch berechnet wurde weil die Krankenkassebeiträge die ich als beherrschender Gesellschafter selbst tragen muss nicht berücksichtigt wurde).
Im Mai haben ich wirklich gute Umsätze mit der Firma gefahren und habe dem Anwalt kontaktiert. Ich habe ihm von den Umsätzen berichtet und gesagt, dass ich über eine Gewinnausschüttung die gesamten 20.000 Euro begleichen könnte.
Von da an wurde es komisch. Plötzlich hat der Anwalt von mir 45.000 Euro verlangt und mir mit Sicherungsmaßnahmen gegen die Firma gedroht. Er wollte einen Termin mit mir und dem Buchhalter vereinbaren, woraufhin ich ihm die BWA's zur Verfügung gestellt hatte. Weiter behaarte er auf die 45.000 Euro, obwohl die Schulden lediglich 20.000 Euro betragen. Er lies auch nicht mit sich sprechen, eMails wurden unbeantwortet gelassen.

Ich habe keine Möglichkeiten Antworten auf Fragen zu bekommen von Ihm oder zum Stand des Verfahrens, er lässt sich auf keine Einigung ein und hat inzwischen einen Sachverständiger einer Verwaltungs und Treuhand Firma beauftragt. Sollten diese an Kunden rantreten, kann man als Dienstleister natürlich die Firma gleich zu machen, was schlimmeres für das Image gibt's ja kaum.

Ist der Anwalt im Recht? Liege ich falsch, dass ich mich falsch behandelt fühle? Wie soll ich mich jetzt verhalten?

Vielen Dank für die Antworten!

24.11.2020 | 16:12

Antwort

von


(145)
Hohenzollernring 57
50672 Köln
Tel: 0221 - 95819261
Web: http://www.wuebbe-rechtsanwalt.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Die vom Insolvenzverwalter verlangte Summe kann dabei nur erhöht werden, wenn die Verfahrens- und Verwalterkosten zur Insolvenzmasse summiert wurden.
Um Auskunft zu bekommen, sollten Sie sich an das Insolvenzgericht wenden, da Sie dort die Möglichkeit haben in die Verfahrensakte Einsicht zu nehmen. Der Insolvenzverwalter ist nicht ihr Rechtsanwalt und von daher auch nicht zur Beantwortung oder Auskunft verpflichtet. Er muss nur dem Gericht und den Gläubigern berichten.
Soweit er ein Gutachten einholen möchte, müssten Sie das konkretisieren, da hier nicht nachvollziehbar ist, weshalb er diesen haben möchte und was die Kunden damit zu tun haben.

Es ist daher zu empfehlen, sich anwaltlich vertreten zu lassen, ggf. den Antrag auf vorzeitige Befriedigung zu stellen, und ggf. sich bei Gericht über den Eingesetzen Verwalter beschweren, sollten vorsätzlich rechtswidrige Handlungen oder Gelder eingefordert werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Wübbe

Rückfrage vom Fragesteller 25.11.2020 | 16:45

Sehr geehrter Herr Wübbe,

vielen Dank für die Antwort und die Tipps.

Das die Summe durch Gerichtskosten etc. steigt dachte ich mir, aber dann 225% ist doch dann schon Übel und finde ich als Laie auch irgendwie nicht richtig. Da mag ich mich aber irren.
Ich werde dann auf jeden Fall einmal Akteneinsicht fordern um mehr Informationen zu bekommen.
Das er ja nicht mein Anwalt ist und im Grunde "gegen mich" handelt bzw. die Gegenpartei vertritt, so hatte ich das gar nicht gesehen, auch wenn es absolut logisch ist.

Das Gutachten hat er angefordert, weil er wissen will, was die GmbH abwirft ummögliche Gewinne direkt in die Insolvenzmasse ziehen zu können, laut seiner Aussage. Der Gutachter der vor Ort war sagte Kunden und Geschäftspartner seien Interessant um Zitat: "die Fühler in deren Richtung auszustrecken um an das geforderte Geld zu kommen", Zitat Ende.

Einen Antrag auf vorzeitige Befriedigung wäre eine gute Option, bei einer Beschwerde rechne ich mir wenig Erfolg aus leider.

Ich werde wahrscheinlich die Tage, nach Akteneinsicht, Kontakt zu Ihnen aufnehmen um die anwaltliche Vertretung zu besprechen und bedanke mich schon einmal recht herzlich bei Ihnen!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.11.2020 | 03:55

Sehr geehrte Ratsuchende,
sehr geehrter Ratsuchender,
ihr mitgeteiltes Vorgehen, finde ich absolut richtig und das mitgeteilte Zitat finde ich grenzwertig und zur Beschwerde geeignet.
Gern stehe ich Ihnen zur Verfügung bei Bedarf.
Freundliche Grüße,
M. Wübbe

Bewertung des Fragestellers 28.11.2020 | 02:56

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