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Insolvenzverfahren


10.10.2005 11:34 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Hallo,

Bezug nehmend auf folgenden Sachverhalt

https://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=7225,

habe ich eine Frage:

Meine Frau hat sich mit im o.a. Sachverhalt mit dem Vermieter in Verbindung gesetzt und ihm erklärt, dass sie nicht zahlungsfähig ist. Dies hat sie vorab per Fax getan. Sie hat heute einen Brief erhalten, indem er sie auffordert, die Geräte herauszugeben (was auch geschehen wird) und die restliche Rate zu begleichen. Wenns eins von beiden nicht geschieht, wird er den Vorgang einem Anwalt übergeben, der beim zuständigen Amtsgericht das Insolvenzverfahren beantragen wird.

Meine Frau hat jedoch wie bereits im anderen Beitrag erläutert lediglich einen kleinen Betrag im Monat zur Verfügung. Wird das Insolvenzverfahren dann nicht abgelehnt mangels Masse? Zumal noch weitere Verbindlichkeiten aus der Zeit ihrer Inhaberschaft offen stehen (insgesamt mit dieser Verbindlichkeit ca. 3.500 EURO); die betreffenden Gläubiger haben sich jedoch noch nicht gemeldet.

Wie wird das Verfahren ablaufen bei BEantragung des Insolvenzverfahrens? Werden da für meine Frau Kosten entstehen?

Vielen Dank
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt.

Für einen Antrag auf Durchführung eines Insolvenzverfahrens benötigt der Ihr Gläubiger einen Titel, sowie einen erfolglosen Pfändungsversuch. Ohne einen solchen Titel wird es schwer bis unmöglich die für einen solchen Antrag erforderlichen Insolvenzgründe gegenüber dem Gericht ausreichend glaubhaft zu machen.

Für die Durchführung eines Insolvenzverfahrens müßte dann der Gläubiger die Verfahrenskosten vorschießen, erhält diese dann aus den Erträgen des Insolvenzverfahrens wieder, soweit welche in die Masse fließen.

Um Ihre Frage zu beantworten. Es ist unwahrscheinlich, daß aufgrund einer nicht gerichtlich festgestellten Forderung ein Insolvenzverfahren eröffnet wird. Sollte dennoch ein Titel erstritten werden, so müßte der Gläubiger die Verfahrenskosten vorlegen, was aufgrund der Höhe der Forderung unwahrscheinlich, da unwirtschaftlich ist.

Ich hoffe Ihre Frage ausreichend beantwortet zu haben und stehe Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen
RA Schröter

Nachfrage vom Fragesteller 10.10.2005 | 12:13

Vielen Dank für die Antwort, Herr Schröter!

Eine Frage habe ich jedoch noch:
Meine Frau erklärte ihrem Gläubiger gegenüber, dass sie zahlungsunfähig sei. Hat dies irgendwelche Folgen hinsichtlich eines möglichen Beantragungsverfahrens?

Beste Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.10.2005 | 12:40

Sehr geehrte Ratsuchender,

die Glaubhaftmachung, daß Insolvenzgründe vorliegen, erfolgt in der Regel mit einem Nachweis einer erfolglosen Pfändung. Soweit erfolglose Pfändungsversuche nicht vorliegen oder nachweisbar sind, wird sich das Insolvenzgericht (Amtsgericht) schwer tun einem Insolvenzantrag stattzugeben.

Für den beantragenden Gläubiger sind die Hürden hier sehr hoch, daß heißt er muß einen erheblichen Begründungsaufwand investieren, was ich angesichts der Forderungshöhe für nicht realistisch halte. Jedoch ist es nicht ausgeschlossen, daß der Gläubiger durch die Aussage Ihrer Frau eine Glaubhaftmachung des Vorliegens von Insolvenzgründen gelingt (§§ 13 ff InsO).

Wie gesagt ich halte diese eher für unwahrscheinlich, kann es aufgrund der nicht exakten kenntnis des Falles auch nicht ausschließen.

Mit besten Grüßen
RA Schröter

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