Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Insolvenzrecht nach Restschuldbefreiung

| 17.04.2013 18:39 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Wird nach dem Schlusstermin ein Gegenstand der Masse ermittelt, ordnet das Insolvenzgericht auf Antrag des Verwalters, eines Gläubigers oder von Amts wegen eine Nachtragsverteilung an; es kann bei Geringfügigkeit des Betrages davon absehen (§ 203 InsO).

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Beschluss vom 27.03.2006 wurde mein Insolvenzverfahren eröffnet und mit Beschluss vom 25.05.2012 wurde mir auch die Restschuldbefreiung gemäß §300 InsO erteilt. Soweit hat alles seinen geregelten Lauf genommen.
Ich hatte zu Beginn des Insolvenzverfahrens eine Lebensversicherung, die von meinem Insolvenzverwalter gekündigt wurde und der damalige Rückkaufwert floss in die Insolvenzmasse.
Ich dachte nun, dass diese Versicherung vollkommen ausgezahlt und dadurch auch erloschen sei und habe mich auch nicht mehr darum gekümmert. Nach einem Schreiben der Versicherung über den Stand der (eigentlich ja gekündigten und ausgezahlten) Versicherung, habe ich mich telefonisch mit der Versicherung in Verbindung gesetzt, um den Irrtum aufzuklären bzw. der Versicherung mit zu teilen, dass die Versicherung nicht mehr besteht.
Dabei habe ich erfahren, dass die Versicherung sehr wohl noch besteht, da seit Kündigung des Insolvenzverwalters weiterhin Beiträge aus meiner, in dieser Versicherung eingeschlossenen, Berufsunfähigkeitsversicherung (ich bin seit 1995 berufsunfähig und erhalte eine Pension) gezahlt wurden und somit die Versicherung scheinbar nie ganz erloschen ist. Mir war dies nicht bewusst.
Mittlerweile hat sich auch schon wieder ein Rückkaufwert ergeben. Ich habe bei der Versicherung nachgefragt, ob ich den Rückkaufwert beleihen könne. Dies ist prinzipiell möglich, die Versicherung verlangt jedoch eine Einverständniserklärung des Insolvenzverwalters.
Meine Frage ist nun, ob ich wirklich noch das Einverständnis des Insolvenzverwalters benötige oder, ob die Mitteilung an die Versicherung (mit Kopie des Beschlusses) genügt, dass ich die Restschuldbefreiung erlangt habe und somit mein Insolvenzverwalter nichts mehr mit der Versicherung zu tun hat.
Oder muss ich dem Insolvenzverwalter jetzt mitteilen, dass diese Versicherung immer noch besteht? Müsste ich sie evtl. noch einmal kündigen und würde der Rückkaufwert wieder in die Insolvenzmasse einfließen.
Ich danke Ihnen vielmals für die Beantwortung meiner Frage.

Mit freundlichen Grüßen
C.N.

17.04.2013 | 20:05

Antwort

von


(481)
Taunustor 1
60310 Frankfurt am Main
Tel: 0695050604431
Tel: 035184221127
Web: https://www.kapitalanlage-immobilien-recht.com
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Wenn und soweit ein neuer Rückkaufwert der Versicherung zwischen der Kündigung durch den Insolvenzverwalter und dem Schlusstermin im Insolvenzverfahren durch Zahlungen der BU-Versicherung entstanden ist, fällt er in die Insolvenzmasse. Werden nach dem Schlusstermin im Insolvenzverfahren Gegenstände der Masse ermittelt, ordnet das Insolvenzgericht auf Antrag des Insolvenzverwalters oder eines Insolvenzgläubigers oder von Amts wegen eine Nachtragsverteilung an (§ 203 Abs. 1 Nr. 3 InsO ).

Allerdings kann das Insolvenzgericht gemäß § 203 Abs. 3 Satz 1 InsO von der Anordnung der Nachtragsverteilung absehen und den zur Verfügung stehenden Betrag dem Schuldner überlassen, wenn dies mit Rücksicht auf die Geringfügigkeit des Betrags und die Kosten einer Nachtragsverteilung angemessen erscheint.

Ich empfehle Ihnen, gegenüber dem Verwalter zu rekurrieren, ob er vorliegend überhaupt einen Antrag auf Nachvertragsteilung stellt, und ggfs. gegenüber dem Insolvenzgericht, ob vorliegend ein Absehen von der Nachtragsverteilung möglich ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Carsten Neumann, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Carsten Neumann

Bewertung des Fragestellers 17.04.2013 | 20:12

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Sie haben mir sehr geholfen!

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Carsten Neumann »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 17.04.2013
5/5,0

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Sie haben mir sehr geholfen!


ANTWORT VON

(481)

Taunustor 1
60310 Frankfurt am Main
Tel: 0695050604431
Tel: 035184221127
Web: https://www.kapitalanlage-immobilien-recht.com
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Verkehrsrecht, Ordnungswidrigkeiten, Baurecht, Insolvenzrecht, Wettbewerbsrecht, Arbeitsrecht, Kaufrecht, Strafrecht, Vertragsrecht, Nachbarschaftsrecht