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Insolvenzrecht: Welche Kosten kommen bei einer vorzeitigen Beendigung der Privatinsolvenz auf mich

20.04.2011 20:35 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stephan Bartels


Sehr geehrte Damen und Herren, ich befinde mich im 3. Jahr der WVP, pfände derzeit nichts von meinem Gehalt und sehe einer Schenkung entgegen, die die gesamte Schuldsumme in Höhe von 30.000 Euro decken würde. Welche Kosten kommen bei einer vorzeitigen Beendigung der Privatinsolvenz noch auf mich zu? Ist eine komplette Tilgung in der WVP überhaupt möglich? Vielen Dank für Ihre Mühen.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich vor dem Hintergrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen wie folgt beantworte.

Da Sie sich bereits im 3. Jahr der Wohlverhaltensperiode befinden, gehe ich davon aus, dass Ihr Insolvenzverfahren bereits aufgehoben ist, wörüber Ihnen ein entsprechender Beschluss des Insolvenzgerichts vorliegen müsste. Sollte dies nicht der Fall sein, teilen Sie dies bitte im Rahmen der kostenlosen Nachfrage mit.

Die von Ihnen erwähnte Schenkung müsste von Ihnen zur Hälfte an den Treuhänder abgegeben werden, wenn es sich um eine Schenkung mit Rücksicht auf ein zukünftiges Erbrecht handeln würde. Dies wäre z.B. der Fall, wenn Ihnen das Geld von Ihren Eltern geschenkt werden würde.

Da das Insolvenzverfahren bereits beendet ist (s.o.) sind Sie nicht verpflichtet das geschenkte Geld zur Schuldentilgung zu verwenden, denn Sie sind lediglich verpflichtet, Ihre Pflicht aus der Abtretungserklärung nach § 287 Abs. 2 InsO zu erfüllen. Die Erklärung haben sie im Rahmen des Insolvenzantrages unterschrieben. Von der Abtretung ist ledglich Ihr Arbeitseinkommen bzw. die sonstigen darin genannten Einkünfte. Schenkungen fallen nicht unter die Abtretungserklärung, ebensowenig Zinsen und sonstige Erträge hieraus.

Wenn Sie mit dem geschenkten Betrag Ihre verbliebenen Schulden tilgen möchten, ist dies grundsäztliche auch während der WVP möglich.

Die Kosten des Verfahrens, die von Ihnen zu tragen wären, würden sich nach dem Wert der Masse im Zeitpunkt der Verfahrenseröffnung richten. Wenn Sie nahezu kein Vermögen gehabt haben, würden sich diese Kosten auf ca. 1500,00 EUR belaufen. Abweichungen können sich aufgrund der Gebührenrechnung des Treuhänders ergeben. Die Höhe dessen Rechnung erfahren Sie, wenn Sie beim Insolvenzgericht in Ihre Insolvenzakte Einsicht nehmen.

Aufgrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen, empfehle ich, dass Sie sich für das weitere Vorgehen anwaltlich beraten lassen. Dadurch können Sie ggf. erhebliche Beträge einsparen.

Ich hoffe die Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg





Nachfrage vom Fragesteller 20.04.2011 | 21:09

Sehr geehrter Herr Bartels,

das Insolvenzverfahren ist aufgehoben, ich lege mit einer Kopie meines Gehaltsnachweises monatlich meine Einkünfte dar (unter der Pfändungsgrenze) und habe bis auf 2 kleinere Betriebskostenabrechnungen auf das Treuhänderkonto nichts eingezahlt. Die Schenkung würde zwar innerhalb der Familie erfolgen, jedoch nicht in erster oder zweiter Erblinie. Fällt juristisch wohl unter "Sonstige". Es ist eher eine moralische Angelegenheit, ich würde das Alles gern beenden. Vielen Dank für Ihre Antwort. Beste Grüße, ein Fragensteller

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.04.2011 | 22:56

Sehr geehrter Fragesteller,

wie gesagt, ich rate dringend dazu, dass Sie sich bei der Beendigung der Angelegenheit anwaltlich beraten lassen. Sie sollten keinesfalls einfach an Ihre Gläubiger bezahlen, bevor Ihnen nicht der genaue Betrag Ihrer Restschuld von dort mitgeteilt worden ist. Zudem müssen Sie dafür Sorge tragen, dass die Kosten des Verfahrens bezahlt werden können und dass der Treuhänder bei der ganzen Sache eingebunden wird.

Viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg

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