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Insolvenzpflicht der Komplementär-GmbH nach Insolvenz der KG

13.10.2020 15:49 |
Preis: 80,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


Bei Eröffnung des Inso-Verfahrens über das Vermögen der KG ist diese lt. InsoVerwalter nicht überschuldet. Insolvenzantrag wegen nicht vorhersehbarer, drohender Zahlungsunfähigkeit.

Die Kplin-GmbH hat der KG Darlehen in Höhe ihres Stammkapitals gegeben. Auf diese Forderungen hat die GmbH wegen des vermuteten Ausfalls eine Berichtigung in Höhe von 90% gebildet.

Die Gesellschafter der Kplin-GmbH haben dieser Darlehen gegeben mit einer qualifizierten Rangrücktrittserklärung (§ 39 InsO: Nachrangige Insolvenzgläubiger ). In der Bilanz werden bisher nur das voll eingezahlte Stammkkapital, die (wertberichtigte) Darlehensforderung und die Gesellschafterdarlehen ausgewiesen, so dass keine Überschuldung (rechnerisch vorliegt).

Die Komplementär-GmbH wäre dann überschuldet und müsste erst dann Insolvenz anmelden (?), wenn der Konkursverwalter sie wegen ihrer Stellung als Kplin in Anspruch nimmt und Forderungen stellt? Ist das richtig?

Würde die Überschuldung auch dadurch eintreten, dass in der Kplin-Bilanz, ohne dass der Involvenzverwalter Ansprüche gestellt hat, für die mögliche Inanspruchnahme Rückstellungen zu bilden sind?

Wenn aber der Insolvenzverwalter der GmbH keinerlei Auskünfte gibt, in welcher Höhe er die Kplin in Anspruch nehmen wolle, wie hoch müssten dann die Rückstellungen gebildet werden?

15.10.2020 | 07:29

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

1. Die Komplementär-GmbH wäre dann überschuldet und müsste erst dann Insolvenz anmelden (?), wenn der Konkursverwalter sie wegen ihrer Stellung als Kplin in Anspruch nimmt und Forderungen stellt? Ist das richtig?

Sobald die Forderung fällig gestellt wird und zur Zahlung angefordert wird, dürfte eher eine Zahlungsunfähigkeit als eine Überschuldung vorliegen.

Denn die Überschuldung knüpft an eine Bewertung der Vermögenslage und deren Entwicklung im Prognosezeitraum an. Die Zahlungsunfähigkeit knüpft an eine zeitpunktbezogene Einschätzung der Liquidität an.

Wird also die Forderung fällig gestellt, wäre die zeitpunktbezogene Liquidität nicht vorhanden und es läge sicherlich Zahlungsunfähigkeit vor.

2. Würde die Überschuldung auch dadurch eintreten, dass in der Kplin-Bilanz, ohne dass der Involvenzverwalter Ansprüche gestellt hat, für die mögliche Inanspruchnahme Rückstellungen zu bilden sind?

Aus meiner Sicht läge dann allenfalls eine Unterkapitalisierung vor. Diese ist dadurch charakterisiert, dass das Eigenkapital der Gesellschaft sowie die Fremdmittel bzw. Gesellschaftereinlagen nicht zur Deckung des Finanzbedarfs ausreichen.

3. Wenn aber der Insolvenzverwalter der GmbH keinerlei Auskünfte gibt, in welcher Höhe er die Kplin in Anspruch nehmen wolle, wie hoch müssten dann die Rückstellungen gebildet werden?

Die Rückstellung wäre dann in der wahrscheinlichen, hilfsweise in der größtmöglichen Höhe der Anspruchsnahme zu bilden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


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