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Insolvenzgeld

26.11.2012 15:26 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Guten Tag,

mein Mann und ich sind Angestellte in einem Restaurant, in welchem letzte Woche ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde bzw. ein Insolvenzverwalter gestellt wurde.
Uns wurde gesagt, dass wir nun Insolvenzgeld bekommen.
Nun habe ich zwei Fragen:

1. Der Betrieb wurde nicht eingestellt, sondern geht erst einmal weiter, obwohl ein Grosser Teil des Personals bereits abgesprungen ist.
Das bedeutet für uns, die noch arbeiten,dass wir mit vielen Überstunden rechnen müssen.
Werden diese vergütet und wenn ja in welchem Umfang.

2. Es ist Vertraglich festgelegt, dass uns Nacht- , Sonn- und Feiertagszuschläge zustehen.
Diese haben wir allerdings in den letzten paar Monaten nicht erhalten.Es hiess wir bekämen sie rückwirkend und in voller Höhe,sobald es dem Betrieb wieder besser ginge.
Sind diese Zuschläge vom Insolvenzgeld gedeckt?
Wenn nicht rückwirkend,dann zumindest die, die während des Verfahrens entstehen?

Da sowohl ich als auch mein Mann davon betroffen sind bedeutet das für uns einen wirklich grossen Einschnitt in unserem Einkommen.

Sehr geehrte Ratsuchenden,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Das Insolvenzgeld wird für einen Zeitraum von drei Monaten gezahlt. Maßgeblicher Zeitraum ist der Zeitraum von drei Monaten rückwirkend ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens (Nicht Antragsstellung)

Wird das Insolvenzverfahren am 01.03.2013 eröffnet, zahlt die Arbeitsagentur Insolvenzgeld für die Monate Dezember, Januar und Februar.

Die Agentur für Arbeit zahlt neben dem Insolvenzgeld auch die Beiträge zur Sozialversicherung.

Den Antrag auf Insolvenzgeld sollten Sie umgehend stellen bzw. sich an den Insolvenzverwalter wenden, ob dieser eine Sammelmeldung und ggfs. auch eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes vornimmt.

http://www.arbeitsagentur.de/nn_216338/Navigation/zentral/Formulare/Buerger/Insolvenzgeld/Insolvenzgeld-Nav.html

1. Der Betrieb wurde nicht eingestellt, sondern geht erst einmal weiter, obwohl ein Grosser Teil des Personals bereits abgesprungen ist.
Das bedeutet für uns, die noch arbeiten,dass wir mit vielen Überstunden rechnen müssen.
Werden diese vergütet und wenn ja in welchem Umfang.

Das Insolvenzgeld für die Dauer von drei Monaten umfasst Ihr Nettogehalt. Es deckt alle Bezüge ab, die in diesem Zeitraum verdient werden, also auch entsprechende Überstunden für den Drei-Monats-Zeitraum.


2. Es ist Vertraglich festgelegt, dass uns Nacht- , Sonn- und Feiertagszuschläge zustehen.
Diese haben wir allerdings in den letzten paar Monaten nicht erhalten.Es hiess wir bekämen sie rückwirkend und in voller Höhe,sobald es dem Betrieb wieder besser ginge.
Sind diese Zuschläge vom Insolvenzgeld gedeckt?
Wenn nicht rückwirkend,dann zumindest die, die während des Verfahrens entstehen?

Die Zuschläge werden nur für den Zeitraum bezahlt, in dem das Insolvenzgeld bezogen wird. Rückständige Gehaltsforderungen und Zuschläge aus der Zeit vor dem Insolvenzantrag müssen Sie bei dem Insolvenzverwalter zur Insolvenztabelle anmelden. Fügen Sie hier die Gehaltsabrechnungen anbei , um das Bestehen der Forderung nachzuweisen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit weiterhin zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 27.11.2012 | 12:17

Hallo und vielen Dank für Ihre Antwort.

Jetzt ergibt sich aber folgendes Problem, leider haben für den Zeitraum in dem die Zuschläge nicht bekamen auch keine Abrechnung darüber gehabt.
Wirkt sich das auf das Insolvenzgeld aus? Rückwirkend können wir die Zuschläge wohl nicht mehr geltend machen aber bekommen wir zumindest diese, die jetzt entstehen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.11.2012 | 20:06

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Versuchen Sie sich die Zuschläge durch den vormaligen Inhaber bescheinigen zu lassen, um diese dann zur Insolvenztabelle anzumelden.

Leisten Sie während der Zeit des Insolvenzgeldbezuges entsprechende Überstunden oder Wochend- oder Nachtarbeit haben Sie Anspruch auf die Zuschläge. Dies sollte dann in der Gehaltsabrechnung entsprechend abgerechnet werden.

Viele Grüße und viel Erfolg.

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