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Insolvenzgefahr - Gründung einer zweiten GmbH -

12. September 2021 20:20 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Auswikung einer Insolvenz im Falle einer übertragenden Sanierung

Sachverhalt:

Das Unternehmen wurde im Jahr 2016 mit der Rechtsform ‚Unternehmergesellschaft (UG)‘ gegründet. Die Gesellschaft generierte ihre Umsätze durch den Import und Export von Waren, wie z.B. Trockenfrüchten, Nüssen, Samen etc. (B2B-Geschäft). Noch im selben Jahr erfolgte die Umwandlung der UG in eine GmbH.
In Laufe der Zeit wurde das Kerngeschäft der GmbH, also der B2B-Bereich, um den B2C-Bereich erweitert, indem eine Marke (EUIPO) angemeldet wurde. Die Marke befindet sich jedoch in Privatbesitz des Gründers, der 100% der Geschäftsanteile innehat.
Im B2C-Bereich verkauft das Unternehmen seine Produkte zum einen über den eigenen Webshop und zum anderen über den stationären Einzelhandel.
Derzeit befindet sich jedoch die GmbH wegen des B2B-Bereichs in großen finanziellen Schwierigkeiten, da der Lieferant die bezahlte Ware nicht geliefert hat.
Das B2B-Geschäft funktionierte wie folgt: Der Kunde benötigt bestimmte Rohwaren (z. B. Nüsse) und stellt seine Anfrage bei uns. Daraufhin recherchieren wir den Markt nach passenden Lieferanten. Sobald wir einen passenden Lieferanten gefunden haben, nehmen wir Kontakt mit diesem auf. Im Anschluss darauf macht uns der Lieferant ein Angebot und übersendet uns die Musterprodukte. Sobald die Musterprodukte bei uns angekommen sind, erstellen wir dem Kunden ein Angebot und leiten ihm die Musterprodukte weiter. Ist der Kunde mit dem Angebot und der Ware zufrieden, übersenden wir ihm die Rechnung. Die Rechnung bezahlt der Kunde mit Vorkasse. Sobald die Überweisung des Kunden bei uns eingetroffen ist, überweisen wir dem Lieferanten seine Rechnung. Normalerweise liefert daraufhin der Lieferant die Ware direkt an den Kunden und das Geschäft gilt dann als erfolgreich abgeschlossen.
Bedauerlicherweise hat in unserem Fall der Lieferant seinen Rechnungsbetrag überwiesen bekommen, hat jedoch die Ware nicht geliefert. Das Unternehmen befindet sich im Ausland und ist insolvent. Unser Kunde möchte seinen Kaufbetrag wieder erstattet bekommen haben, den wir leider nicht erstatten können.

Deshalb besteht jetzt die Überlegung, eine neue GmbH zu gründen, um das B2C-Geschäft zu retten, falls die Ursprungs-GmbH Insolvenz anmelden muss. Die neue GmbH soll dieselben Produkte unter derselben Marke vertreiben.

Fragen:
1. Wäre dies rechtlich möglich, zumal die Marke in Privatbesitz des Gründers ist? Der Markeninhaber hat mit der Ursprungs-GmbH einen Lizenzvertrag für die Nutzung der Marke abgeschlossen.
2. Darf die Anmeldung am gleichen Standort erfolgen, wenn es getrennte Räumlichkeiten gibt?

12. September 2021 | 21:30

Antwort

von


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61231 Bad Nauheim
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Die Gründung einer weiteren GmbH ist durchaus und jederzeit möglich. Eine neue GmbH ist losgelöst von der bestehenden GmbH zu betrachten. Der Lizenzvertrag mit der bestehenden GmbH kann mit vertraglicher Frist gekündigt werden. Eine außerordentliche Kündigung ist möglich, wenn Zahlungsverzug besteht. Soweit der bestehende Lizenzvertrag es hergibt, kann auch einer weiterer Lizenzvertrag mit der neuen GmbH geschlossen werden.

2. Der Firmensitz kann ebenso wie von Ihnen beschrieben geführt werden.

3. Problematisch wird die Bonität der neuen GmbH sein. Als Geschäftsführer und Gesellschafter der bisherigen GmbH wirkt sich dies auch auf die neue GmbH aus, wenn Geschäftsführer und Gesellschafter bei der rneuen Gesellschaft identisch ist.

Die neue GmbH wird im Falle de Insolvenz der Bestands-GmbH durch die personelle Verflechtung eine geringe Bonität ausweisen. Insoweit wäre daran zu denken, dass Gesellschafter und Geschäftsführer anderes Personen sind, als bei der bisherigen GmbH.

Für künftige Geschäfte wie beschrieben, wäre zu überlegen, ob diese durch eine Versicherung abgedeckt werden könnten. Danach könnte dem Kunden der Bestands-GmbH angeboten werden seine Vorauszahlung zu versichern, was allerdings mit Kosten verbunden ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

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