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Insolvenzfrage

19.10.2016 17:58 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Holger Traub, Dipl. Kfm.


Sehr geehrte Damen und Herren,

Durch persönliche Umstände haben sich Schulden im mittleren fünfstelligen Betrag angesammelt.

Ich erwäge die Verbraucherinso, da die Abzahlung der Schulden auf "die schnelle" nicht möglich ist.

In der Zeit würden wir dann von Sozialhilfe leben, da ich meine Selbständigkeit erst aufbauen muss, was einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

Wir haben sechs Kinder. Ich war der bisherige Alleinverdiener. Meine Frau kann krankheitsbedingt nicht arbeiten gehen.

Ich habe noch Eigentumsanteile an einem Haus (Verkehrswert ca 650.000). Mein Anteil beträgt 25 %. Das Haus wird weiterhin von einem älteren Familienmitglied bewohnt; ihm gehören die restlichen 75 %.

Könnte das Haus gepfändet werden? Oder ist es "sicher"?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne will ich Ihre Frage beantworten.

Zunächst bedaure ich, dass Sie in diese Situation gekommen sind.

Aus rechtlich Sicht ist Ihre Frage schnell beantworten.

Bei einem Insolvenzverfahren handelt es sich um ein Gesamtvollstreckungsverfahren, d. h. es wird alles Vermögen durch den Insolvenzverwalter verwertet, das vorhanden ist und für die Gläubiger "versilbert" werden kann. Im Gegenzug erhalten Sie sodann, bei Erfüllung der Mitwirkungs- und Auskunftspflichten, die Restschuldbefreiung erteilt.

Der Insolvenzverwalter wird daher, sofern auch nur eine geringe Chance des Massezuflusses abzusehen ist, Ihren Miteigentumsanteil in Höhe von 25% an der Immobilie verwerten. Hierzu wird er die Teilungsversteigerung der Immobilie in die Wege leiten. Über diese Art der Verwertung wird dem Verwalter sodann für Ihren Anteil ein entsprechender liquider Gegenwert ausbezahlt.

Ausnahmsweise wird von einer Teilungsversteigerung bzw. einer Verwertung Ihres Miteigentumsanteils dann abgesehen, wenn die Immobilie durch ein Grundpfandrecht wertausschöpfend belastet ist, d. h. wenn die Bank noch mehr auf ein offenes und über die Immobilie besichertes Darlehen erhalten würde, als im Verwertungswege erlöst werden könnte.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Sofern ich Ihre Frage beantworten konnte würde ich mich über die Abgabe einer 5-Sterne-Bewertung freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 19.10.2016 | 18:43

Sehr geehrter Herr Dr. Traub,

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Heisst also, dass die ältere Person ggf. aus dem Haus ausziehen müsste, selbst wenn ihr 75 % gehören.

DAs Haus ist schon seit Jahren lastenfrei.

'Gibt es hier nicht Möglichkeiten der Einwendung seitens der älteren Person?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.10.2016 | 18:56

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

gerne beantworte ich Ihnen auch Ihre Nachfrage.

Im Falle der Versteigerung kann dies durchaus sein. Eine Einwendung des Mehrheitseigentümers geht ins Leere.

Über das Instrument der Teilungsversteigerung wollte der Gesetzgeber, dass jeder Eigentümer seinen Miteigentumsanteil unabhängig von den weiteren Miteigentümern verwerten kann.

Allerdings könnte der Mehrheitseigentümer Ihren Anteil übernehmen (ggf. durch Leistung einer entsprechenden Zahlung). Somit würde Ihm die Immobilie erhalten.

Sofern noch Unklarheiten bestehen, bitte ich vor Abgabe einer Bewertung um Rücksprache über meine im Portal hinterlegte E-Mailadresse.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-


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