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Insolvenzerecht Für wem?


05.04.2006 23:56 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Ich bin Glaubiger ,eine von 2,und weiss an Angebot(Summe) wird an der Insolvenzeverwalter angeboten um die 6 Jahre Periode abzukürzen!Ich bin bereit das Geld zu nehmen weil ich denke ich werde nichts mehr sehen und habe keine Lust noch 3 Jahre zu warten und vielleicht was sehen. Soweit ich sehen kann ,der Insolvenzeverwalter ist der Einziger der was bekommt.(Immer seine kosten von was abgegeben ist wird kassiert!)
Wenn wir (2) das angebot akzeptieren würden ,ist Er (Schuldner) von sein Restschuld befreit,also Sache erledigt ?
,und....
Was ist wenn ich das Geld nehmen will und der Andere nicht?
Ich warte auf circa 98.000 und er nur 8.000
Ich "höre" circa 30.000 wird auf dem Tisch liegen.
Wie wird es aufgeteilt?
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Der Schuldner kann auch währen des laufenden Insolvenzverfahrens mit den Gläubigern Vergleiche abschließen, wodurch mit einer Einmalzahlung die gesamte Forderung erledigt.

Soweit Sie einen solchen Vergleich abschließen können Sie die Restforderung nicht mehr einfordern, da Sie im Rahmen der Vereinbarung auf diese Verzichtet haben. D.h. die Sache wäre für Sie erledigt. Gleiches passiert auch bei der Restschuldbefreiung nach Abschluß des Insolvenzverfahrens.

Hinsichtlich der Vergütung des Insolvenzverwalters (Treuhänder) erhält dieser für seine Tätigkeit eine Vergütung, die sich an der Masse (das ist das vom Insolvenzverwalter eingezogene Geld) des Insolvenzverfahrens ausrichtet. In Verfahren in denen wenig Gelder zur Masse gezogen werden können, ist es durchaus möglich, dass der Insolvenzverwalter mit seiner Gebührenforderung große Teile der Masse belastet. Möglich ist allerdings auch, dass der Insolvenzverwalter bereits erhebliche Forderungen für die Masse realisiert hat, eine Ausschüttung aber erst am Ende des Verfahrens vornimmt. Jedoch können Sie es sicherlich am besten einschätzen, in welcher finanziellen Situation sich Ihr Schuldner befindet und ob dieser viel oder wenig Geld an die Masse bzw. den Insolvenzverwalter abführt.

Soweit die Forderungen nur Ihnen beiden zusteht, sollten Sie sich vorab einigen, da der Schuldner oder Insolvenzverwalter nicht an einen mit schuldbefreiender Wirkung auszahlt.

Soweit es sich um Forderungen handelt, die sich zwischen Ihnen aufteilen lassen, können Sie über Ihren Forderungsteil eine Vereinbarung treffen, wonach Sie mit einer Einmalzahlung auf die Restforderung verzichten. Der „Andere“ müsste dann selbst eine solche Regelung mit dem Schuldner treffen.

Soweit es um eine Forderung von € 98.000,- geht ist eine Abstandszahlung von € 30.000,- grundsätzlich eine gute Quote im Insolvenzverfahren. Allerdings sollten Sie sich vorher erkundigen, elche Gelder der Insolvenzverwalter bereits eingezogen hat. Hier hilftauch die Einsichtnahme in den Insolvenzbericht den Sie bei Insolvenzverwalter anfordern können.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und Ihnen einen ausführlichen Überblick geben. Im Rahmen der Nachfragefunktion stehe ich Ihnen bei Unklarheiten gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

Nachfrage vom Fragesteller 06.04.2006 | 11:49

Also 30.000 + was in der masse steht (circa 5000)minus noch offene Treuhandler kosten wird geteilt?
Aber ich 12 xAnteile (98K) und er 1x anteile (8K) oder ?
Also vielleicht bekomme ich circa 25.000 (25%)und Heute Sie sagen dass ist nicht so schlecht!Ausser ich warte noch 3 Jahre und hoffe auf mehr.
Ich frage mich was schlecht ist!!!!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.04.2006 | 09:22

Sehr geehrter Fragesteller,

sicherlich kann ich nicht abschließend beurteilen, ob am Ende des insolvenzverfahrens ein höherer Betrag an Sie ausgekehrt (ausgezahlt) wird. Sie haben das Risiko, daß die jetzige Einmalzahlung von € 30.000,- nicht in die Insolvenzmasse mit einfließt und die Schlußverteilung der Masse erheblich geringer ist, als bei dem in Aussicht gestellten Vergleich.

Generell ist allerdings eine Befriedigung Ihrer Forderung mit einer Quote von 25-30 % im Insolvenzverfahren recht hoch, was natürlich nicht heißt, daß Sie bei Abschluß des Verfahrens eine höhere Qupte erwarten können. Wenn allerdings jetzt "nur" € 5000,- in der Masse sind, besteht zu befürchten, daß es nicht wesentlich mehr wird.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben, kann Ihnen aber Ihre Entscheidung nicht abnehmen, da ich den Sachverhalt zu wenig kenne.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

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