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Insolvenzantrag durch Finanzamt wegen GESCHÄTZTER Beträge

| 02.02.2009 16:13 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Bin Freiberufler.
Kleinexistenz ohne Mitarbeiter.
Rückstände bei Umsatzsteuererklärungen führen zu (völlig überhöhten)
Schätzungen = ca. 30.000.-
Real sind vielleicht 2.000.- - 5.000.- zu zahlen.
Nun Insolvenzantrag des Finanzamts mit Anhörungstermin 26.2.09
Erforderliche Buchhaltung nicht vollständig bis dahin aufzuarbeiten,
aber sicher in (wichtigen) Teilen.
Da ich ohnehin vermögenslos bin und das Finanzamt (wie ich wohl leider auch ...) in der Vergangenheit sehr stur war:

Kann ich durch das Insolvenzverfahren meine mühselig aus dem nichts aufgebaute Kleinexistenz verlieren, oder würde ggfs. im Insolvenzverfahren die Fortführung gewährleistet werden können ?

Letztlich wird die Aufarbeitung meiner Buchhaltung ja auch für die gesamte Beurteilung entscheidend sein: (Wie) kann ich da eine realistische Frist beim Finanzamt oder Insolvenzgericht erwirken?

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Eine entsprechende Fristverlängerung beim Finanzamt ist aufgrund des Insolvenzantrages nicht zu erwarten. Auch der Insolvenzverwalter ist gehalten sich umgehend einen Eindruck über die finanzielle Situation zu verschaffen, so dass eine Terminverschienbung nur in Ausnahmefällen möglich ist.

Daher sollten Sie den Termin bei dem Insolvenzverwalter wahrnehmen. Bis dahin sollten Sie die Buchhaltung soweit wie möglich aufarbeiten. Soweit Sie bis zu dem Termin die entsprechenden Steuererklärungen nicht fertig stellen können, besteht durchaus die Möglichkeit noch im Insolvenzantragsverfahren entsprechende Steuererklärungen nachzuholen.

Soweit sich dann die Steuerschulden derart reduzieren und der offene Rest beglichen wird, besteht die Möglichkeit, dass sich das Antragsverfahren erledigt. Allerdings haben Sie die Kosten des Verfahrens zu tragen.

Ob der Insolvenzverwalter die Fortführung gewährleistet, kann von hieraus nicht beurteilt werden. Jedenfalls sollten Sie im Ersttermin darauf hinweisen, dass Ihr Unternehmen Ihre Existenzgrundlage sichert.

Soweit allerdings zu befürchten ist, dass durch das Weiterführen der selbstständigen Tätigkeit weitere Verbindlichkeiten entstehen, die nicht beglichen werden können, kann auch von dem betreffenden Finanzamt eine Gewerbeuntersagung angeregt werden.

Folglich sollten Sie den Insolvenzverwalter ausführlich auf Ihre Situation hinweisen und zu dem anstehenden Termin alle wichtigen Unterlagen mitnehmen. Weiterhin sind die ausstehenden Steuererklärungen so weit wie möglich aufzuarbeiten.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 02.02.2009 | 18:06

Da ich FREIBERUFLER bin und kein GEWERBE angemeldet habe:

Kann auch dann ein Berufsverbot wegen der säumigen Erklärungen der Vergangenheit ergehen, selbst wenn in absehbarer Frist (2-3 Monate) die Buchhaltung aufgearbeitet und vorgelegt wird ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.02.2009 | 18:27

Eine Gewerbeuntersagung oder Berufsverbot wird im Vorfeld angkündigt, bzw. Sie erhalten Gelegenheit zur Stellungnahme. Soweit Sie die entsprechenden Steuererklärungen nachreichen, wird ein solcher Antrag voraussichtlich nicht gestellt werden.

Sie sollten es aber für die Zukunft vermeiden, dass Sie mit der Abgabe der Erklärungen derart in Rückstand geraten, dass eine Schätzung erforderlich ist.

Beste Grüße




Bewertung des Fragestellers 02.02.2009 | 18:29

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