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Insolvenzantrag

13.10.2018 08:30 |
Preis: 49,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.


Ich bin Geschäftsführer einer kleinen GmbH und führe diese seit ca 25 Jahren . Sämtliche Verbindlichkeiten
und steuerlichen Verpflichtungen wurden in dieser Zeit erfüllt - bis heute.
Der Eigentümer der GmbH, eine AG mit Sitz in MÜnchen kann nicht mehr kontaktiert werden.
Eine Auskunft beim Amtsgericht ist nicht zu erhalten. Die Postadresse in München scheint eine Briefkasten-
Adresse zu sein in einem großen Mietshaus. Es ist niemand zu erreichen. Alle Bemühungen bisher waren
ohne Erfolg.
Somit kann ich nun weder eine Bilanzbesprechung, noch einen Gesellschafterbeschluß erwirken, der mir
als Geschäftsführer auferlegt ist. Die Bilanzen auf dem Postweg sind wieder zurückgekommen.
"Empfänger unbekannt"

Nun stellt sich folgende Situation: Ich als Geschäftsführer bin zu 80 % schwerbehindert mit allen möglichen Krankheiten und Verletzungen und bekomme lediglich eine Aufwandsentschädigung von ca. 400.-Euro
monatlich. Ich habe nun auf Grund meiner schwierigen Krankheiten es nicht geschafft die Bilanz dem
Aufsichtsamt einzureichen, sandte diese dann per Fax (dies wurde abgelehnt) Mir wurde dann eine Strafe

durch das Gericht in Bonn - ohne p e r s ö n l i c h e - Anhörung von 3500.-- Euro aufgebrummt, wogegen
ich ankämpfte - ohne Erfolg. Nach Aktenlage wurde dann entschieden. Schließlich sind wir nur eine Mini-GmbH
ohne Angestellten, geführt nur von mir - verwaltungstechnisch und auch durch die aquirierten Umsätze für die GmbH von jährlich c. 80000.--Euro - Ergebnis 2017 : Minus 4000 .-- Euro

Dies führte zu der Tatsache, daß diese dann verbuchte Strafe bei der Bank-Bilanzbesprechung vorgelegt werden mußte und die Bank dann keinen Kontokorrentkredit mehr einräumt, was zu einem finanziellen
Engpaß führte. Ich hatte dann einen großen Anteil des Anlagevermögens verkauft um "flüssig " zu sein
und die GmbH am Leben zu halten. Leider bin ich ständig ausgefallen , für die GmbH tätig zu sein aus gesundheitlichen Gründen. Bei dieser Aufregung und Tatsache habe ich dann nicht beachtet, daß das Bundesamt für Justiz nochmals die Nachmeldung für 2015 forderte und diese habe ich übersehen.
In dem Schreiben stand wohl, daß gg. Androhung der Strafe von weiteren 5000-.- Euro dann zu rechnen ist.

Nun kam heute die Festlegung der Strafe von 5000.-- Euro und die GmbH ist nie in der Lage nur einen Euro
zu begleichen.
Die gesamten Aktivitäten und Aufträge waren maßgeschneidert nur auf mich abgestellt und die Kunden sind nun nacheinander abgesprungen,, nachdem ich ständig durch meine erheblichen Behinderungen ausgefallen bin.#

Die bisherige Strafe von 3500 Euro habe ich "abgestottert " in Raten und mit dem normalen Erlös hätte ich auch die Fa. retten können.

Nun stehe ich vor folgender Entscheidung:

1. Sofortige Niederlegung der Geschäftsführung aus gesundheitlichen Gründen und aus wichtigem Grund

2. Niederlegung aus wichtigem Grund, das sich der Eigentümer (die AG) aus dem Staub gemacht hat und ich nicht mehr handlungsfähig bin und damit auch keinen Gesellschafterbeschluß vollziehen lassen kann.
Die Niederlegung kann ich auch nicht vollziehen, da es keine Postanschrift des Eigentümers mehr ergibt.
3. Die finanziellen Verhältnisse durch die neue Strafe von 5000.-- Euro sind nicht vorhanden , somit ist die Insolvenz absehbar und notwendig. Ich kann somit auch nicht die notwendige Erklärung über den Notar abgeben, da ich die Kosten nicht mehr bezahlen kann für die Abmeldung beim Register-Gericht
Die Bank räumt keinen Kontokorrent-Kredit mehr ein.


Was habe ich nun zu tun? Ist es zweckmäßig mein Amt als GF aus gesundheitlichen Gründen und aus wichtigem Grund niederzulegen und schriftlich dem Registergericht zu melden?

Unter diesen Gesichtspunkten ist auch niemand bereit als Geschäftsführer tätig zu werden.


Der willkürliche Beschluß des Bundesamtes für Justiz läßt mir keine finanziellen Aktionen zu.

Das Verschwinden des Eigentümers ist dann noch der 2. Grund, da ich nicht mehr die Verantwortung übernehmen kann.
Ich bitte um Ihren Rat, was ich tun kann

Danke für Ihre MÜhe

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie müssen, wie Sie vermutlich bereits selbst erkannt haben, unverzüglich Insolvenzantrag stellen.

Wenn eine GmbH wirtschaftlich in die Krise gerät, muss der Geschäftsführer unverzüglich reagieren. Er hat:

1. die Finanzen der Gesellschaft ständig zu überwachen;

2. sobald Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung eintritt, unverzüglich, spätestens innerhalb von 3 Wochen nach Eintritt Insolvenzantrag zu stellen;

3. dafür zu sorgen, dass Auszahlungen nach Eintritt der Insolvenzreife unterbleiben, die die Insolvenzmasse schmälern;
Steuerschulden zu begleichen und Sozialversicherungsbeiträge abzuführen.

Nachdem eine Zahlungsverpflichtung von 5000 Euro gegeben ist, die nicht gezahlt werden kann, läuft spätestens die 3 Wochenfrist für den Insolvenzantrag.

Als Geschäftsführer laufen Sie ansonsten in die Gefahr, persönlich zivilrechtlich in Anspruch genommen zu werden. Die Niederlegung des Amtes hilft Ihnen nicht.

Des Weiteren laufen Sie in Gefahr, sich wegen Insolvenzverschleppung strafbar zu machen, wenn Sie keinen Insolvenzantrag stellen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt

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