Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Insolvenzabwicklung Verkürzung bei GmbH wegen Auflandsaufenthalt

02.05.2013 18:46 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Der Schuldner ist während des Insolvenzantragsverfahrens dem Insolvenzgericht, einem vorl. Insolvenzverwalter oder vom gericht eingesetzten Gutachter zur Auskunft über alle Tatsachen verpflichet, die zur Entscheidung über den Insolvenzantrag erforderlich sind.

Sehr geehrte Frag-Einen-Anwalt Community,


Ich bin bzw war der Geschäftsführer von 2 GmbHs in Deutschland.
Durch eine neue Job-Perspektive im Ausland hatte ich mich dazu entschieden, die beiden GmbHs hier runterzuwirtschaften um dann einen Insolvenzantrag zu stellen umso aus allen Plichten herauszukommen.

Nachdem die Firmen kein Geld mehr hatten, habe ich die Insolvenzanträge beim zuständigen Amstgericht gestellt.

Anschließend habe ich mich in Deutschland abgemeldet (da ich nur noch wenige Tage im Jahr in Deutschland bin).


Da sich der ganze Insolvenzantrag in Deutschland jedoch über 2 Jahre hinauszieht, würde ich mich gerne erkundigen ob eine Möglichkeit besteht, das ganze zu verkürzen.

Man kann von mir ja schlecht erwarten, dass ich auf einen sehr sehr guten Job verzichte, nur um die 2 Jahre in Deutschland zu bleiben bis die ganze Insolvenzgeschichte durch ist.

Zumal teilweise dann so nette Anrufe bei meiner Familie in Deutschland ankommen nach dem Motto er ist Auskunftsplichtig, sonst ergeht ein Haftbefehl.

Da kommt man sich schon irgendwie leicht "kriminell" vor, obwohl man sich garnichts zu schulden hat kommen lassen.

Am liebsten würde ich die Sache nun so schnell wie möglich Bereinigen, da es mir vom Ausland aus alleine schon sehr schwer fällt, mich ständig um die ganzen Anfragen zu kümmern.


Mit freundlichen Grüßen,

Daniel

02.05.2013 | 19:57

Antwort

von


(481)
Taunustor 1
60310 Frankfurt am Main
Tel: 0695050604431
Tel: 0351/86793155
Web: https://www.kapitalanlage-immobilien-recht.com
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Nach <a href="http://dejure.org/gesetze/InsO/20.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 20 InsO: Auskunfts- und Mitwirkungspflicht im Eröffnungsverfahren. Hinweis auf Restschuldbefreiung">§ 20 Abs. 1 Satz 1 InsO</a> hat der Schuldner (bzw. dessen Geschäftsführer bei einer GmbH) während der Insolvenzantragsphase dem Insolvenzgericht bzw. einem von ihm eingesetzten vorläufigen Insolvenzverwalter oder Gutachter alle Auskünfte zu erteilen, die zur Entscheidung über den Insolvenzantrag notwendig sind, d.h. zur Beantwortung der Frage, ob der Schuldner (in Ihrem Fall die beiden Gesellschaften) zahlungsunfähig und überschuldet sind sowie ob eine ausreichende Masse vorhanden ist, um in Fall der Verfahrenseröffnung die Verfahrenskosten zu decken.

Eine feste oder Mindestdauer von zwei Jahren ist für das Insolvenz(antrags)verfahren nicht vorgeschrieben, es kommt allein auf die erforderliche Dauer der Ermittlungen an. Wenn dies schnell geht, kann ein Insolvenzantragsverfahren schon innerhalb eines Monats über die Bühne gebracht werden. Die Dauer des Verfahrens hängt also entscheidend von Ihrer Zuarbeit und Auskunftsbereitschaft ab. Sie haben es also maßgeblich in der Hand, die Verfahrensdauer zu verkürzen.

Nach Eröffnung des Verfahrens sind Sie gemäß § 97 InsO: Auskunfts- und Mitwirkungspflichten des Schuldners verpflichtet, dem Insolvenzgericht, dem Insolvenzverwalter, dem Gläubigerausschuss und auf Anordnung des Gerichts der Gläubigerversammlung über alle das Verfahren betreffende Verhältnisse Auskunft zu geben.Diese Pflicht besteht bis zur Aufhebung des Insolvenzverfahrens fort. Bei der Verwertung der Masse, der Bewertung von angemeldeten Forderungen, Anfechtungs- oder Einziehungsprozessen kann sich während des gesamten Insolvenzverfahrens die Notwendigkeit einer Auskunft durch den Schuldner ergeben. Auch hier gilt, dass Sie es durch kooperatives Verhalten in der Hand haben, zu einer zügigen Abwicklung des Verfahrens beizutragen.

Sollten Sie gezwungen sein, durch eine Auskunft strafbares oder ordnungswidriges Verhalten zu offenbaren, sind Sie auch zur Auskunft verpflichtet, allerdings dürfen diese Auskünfte nicht gegen Sie in einem Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Sie zu Ihrem Nachteil verwertet werden, § 97 InsO: Auskunfts- und Mitwirkungspflichten des Schuldners Sätze 2 und § 3 InsO: Örtliche Zuständigkeit , <a href="http://dejure.org/gesetze/InsO/20.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 20 InsO: Auskunfts- und Mitwirkungspflicht im Eröffnungsverfahren. Hinweis auf Restschuldbefreiung">§ 20 Abs. 1 Satz 2 InsO</a>.

Übrigens können Sie die erforderlichen Auskünfte auch aus dem Ausland erteilen.

Eine andere Möglichkeit, das Verfahren abzukürzen, gibt es für Sie leider nicht. (So lange über einen Eigeninsolvenzantrag noch nicht vom Gericht entschieden ist, könnten Sie theoretisch die Insolvenzanträge zurücknehmen, wodurch auch die Antragsverfahren beendet wären; sollten Ihre Gesellschaften aber zahlungsunfähig und/oder überschuldet sein, würden Sie sich in diesem Fall wegen Insolvenzverschleppung strafbar und ggfs. gegenüber den Gläubigern schadenersatzpflichtig machen.)

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Carsten Neumann, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Carsten Neumann

ANTWORT VON

(481)

Taunustor 1
60310 Frankfurt am Main
Tel: 0695050604431
Tel: 0351/86793155
Web: https://www.kapitalanlage-immobilien-recht.com
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Verkehrsrecht, Ordnungswidrigkeiten, Baurecht, Insolvenzrecht, Wettbewerbsrecht, Arbeitsrecht, Kaufrecht, Strafrecht, Vertragsrecht, Nachbarschaftsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 81014 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke für die schnelle Antwort. Sehr verständlich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort kam sehr schnell und überdies wurde die Rückfrage prägnant und zügig beantwortet. Ich würde mich jederzeit wieder vertrauensvoll an ihn wenden. Jedem, der dringend juristischen Rat sucht, nur zu empfehlen! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr Freundlich und kompetent sehr Ausführlich weitergeholfen nur zu Empfehlen . Herzlichen Dank ...
FRAGESTELLER