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Insolvenz/Schulden/ Eigenheim/ Scheidung

22.07.2018 09:50 |
Preis: 25,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Schuldenbereinigung, Übertragung Grundbesitz

Hallo. Ich lebe seit 2017 getrennt von meinem Mann. Die Scheidung soll vorraussichtlich im November starten.
Wir haben beide viele Schulden. Unzählige Gläubiger, unzählige Mahn und Vollstreckungserscheide . Das meiste wurde leider durch mich verursacht.
Einen Überblick habe ich schon lange nicht mehr.
Ich bin Hausfrau. Beziehe Kindergeld und Unterhaltsvorschuss sowie alg2. Raten zahle ich nur an einen Gläubiger. Den Früheren Kita Betreiber meiner Tochter.
Insgesamt habe ich 3 Kinder.
Zu den Gläubigen besteht schon länger kein Kontakt mehr. Unregelmäßig habe ich Angebote gemacht, konnte diese aber nicht einhalten.
Vermögen ist nicht vorhanden, bis auf ein Eigenheim welches mir und meinem Mann gehört. Es befand sich in Zwangsversteigerung. Diese wurde vorläufige eingestellt da mein Mann wieder raten zahlt.
Es ist 90.000 Euro wert aber noch voll belastet. Der noch zu zahlende Kredit der dort belastet ist sind aktuell glaube ich 92.000 Euro.
Nun soll ich in Haft etwa 2 Jahre. Nebenbei Geschädigte bezahlen, und die private Insolvenz anmelden oder mich alternativ um die ganzen Schulden kümmern.
Mein Mann will das Haus behalten um jeden Preis. Ich will es los werden, eine Baustelle weniger.
Die Scheidung will er auch nicht. Eben auch wegen dem Haus.
Welche Chancen habe ich auf eine Regulierung der Schulden ohne Insolvenz? Werde ich das Haus irgendwie los?
22.07.2018 | 11:49

Antwort

von


(1187)
Goethestraße 21
60313 Frankfurt am Main
Tel: 069/209737530
Web: http://www.burges-schroeter.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Eine Regelung der Verbindlichkeiten ohne ein Insolvenzverfahren erachte ich als schwierig, da Sie den Gläubigern, mangels Einkommen und Vermögen keinen realistischen Vergleichsvorschlag unterbreiten können.

2. Soweit die Zahlung an den Kita Betreiber losgelöst von der Betreuung der Kinder ist, sollten Sie diese Zahlung einstellen. D.h. wenn die Kinder die Kita nicht besuchen, ist eine Vergleichszahlung nicht anzuraten, da der Insolvenzverwalter die Zahlungen alle anfechten wird.

3. Zunächst sollten Sie Ihren Miteigentumsanteil an dem Haus auf den Ehemann übertragen. Wenn möglich sollten Sie darauf hinwirken, dass Sie auch aus dem Darlehen entlassen werden. Sie können darauf hinweisen, dass Sie beabsichtigen einen Insolvenzantrag zu stellen.

4. Wenn Sie die Übertragung des Miteigentumsanteils in die Wege geleitet haben, sollten Sie einen Termin bei der Schuldnerberatung vereinbaren. Hier ist zu beachten, dass der Termin etwas Vorlauf hat. Versuchen Sie hier die erforderlichen Unterlagen zusammenzustellen. Wenn möglich bereit sortiert, dies erleichtert die Arbeit des Schuldnerberaters. Zur Schuldenbereinigung im Wege eines Insolvenzverfahrens werden Sie auch vor dem Hintergrund der Haftstrafe nicht umhin kommen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Nachfrage vom Fragesteller 22.07.2018 | 11:59

Ich möchte meinen Teil am Haus aber nicht übertragen. Was bringt mir das? Entlassen werde ich aus dem Kredit nicht. Da hatte ich bereits eine Anfrage gestellt. Eine Entschädigung meines Mannes für die Übertragung habe ich auch nicht zu erwarten.
Immerhin ist es ja auch mein Eigentum. Und wenn es verkauft wird ist der Kredit weg.
Oder sehe ich das falsch

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.07.2018 | 12:12

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Sie müssen Ihren Miteigentumsanteil nicht übertragen. Da das Haus vollbelastet ist, bin ich nicht von einer Entschädigung ausgegangen. Wenn Sie bei einer Übertragung des Miteigentumsanteils nicht aus dem Darlehen entlassen werden, wird der Miteigentumsanteil sowie das Darlehen mit in die Insolvenz genommen.

Insoweit dürte im Rahmen eines zu beantragenden Insolvenzverfahrens eine Regelung hinsichtlich des Miteigentumsanteils und des Darlehens erfolgen. Ausßerhalb des Insolvenzverfahrens bliebe Ihnen dann nur eine Teilungsversteigerung, die aber mit Kosten, insbesondere für das Sachverständigengutachten, verbunden ist, so dass diese Lösung wirtschaftlich nicht zielführend ist.

Ich hoffe ich konnte Ihre Nachfrage beantworten.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt


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