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Insolvenz was passiert mit eigentum

11.09.2013 15:30 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich habe bei einer zwangsversteigerung ein haus für 150000euro gekauft und 25000 Euro an gezahlt. Ich wurde als Eigentümer eingetragen. Meine Lebensgefährtin hat die restlichen 125000 euro finanziert durch einen kredit bei einer bank und den rest über kfw.

Meine Frage was passiert (ich bin im grundbuch als einziger Eigentümer eingetragen)
Wenn ich eine Insolvenz beantragen muss. Ich bin einzelunternehmer mit 45 mitarbeitern

Mfg

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Im Falle einer Insolvenz gehört das bebaute Grundstück (Haus) zu Ihrem Vermögen. Daher würde dieses Grundstück in einer Insolvenz vom Insolvenzverwalter verwertet werden. Ihre Frau hätte eventuell Ansprüche aufgrund eines Darlehens gegen Sie. Diese Forderungen wären nur Insolvenzforderungen, sodass nur mit einer sehr geringen Befriedigung der Forderung zu rechnen wäre. Bereits vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens können im Übrigen bereits jetzt Gläubiger auf das Grundstück in der Form einer Zwangshypothek oder einer Zwangsverwaltung zurückgreifen. Daher empfehle ich Ihnen dringend, Ihr privates Vermögen von Ihrem betrieblichen Vermögen zu trennen. Dies kann nur durch die Gründung einer Kapitalgesellschaft wirksam erfolgen. Hierbei können Sie Ihren Betrieb in die Kapitalgesellschaft (UG, GmbH, AG) einbringen. Sollte dann das Unternehmen insolvent werden, so ist Ihr privates Vermögen geschützt. Alternativ können Sie das Grundstück Ihrer Ehefrau unter Anrechnung Ihrer finanziellen Leistungen verkaufen und übereignen. Hierbei muss der Kaufpreis einem Drittvergleich standhalten. Ansonsten droht die Anfechtung nach dem Anfechtungsgesetz auch außerhalb des Insolvenzverfahrens.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen. Diese Beantwortung Ihrer Frage kann nicht eine individuelle Beratung ersetzten. Selbstverständlich können Sie sich für weitere Fragen, Beratungen und Vertretungen unter Anrechnung der Gebühr für diese Frage an mich wenden.

Rückfrage vom Fragesteller 11.09.2013 | 16:10

Vielen Dank.

Auch wenn die Bank meiner Frau an erster Stelle steht?

Derzeit bin ich als eigentümer eingetragen und habe mich der sofortigen Zwangsvollstreckung unterworfen sobald meine Lebensgefährtin nicht mehr bezahlt.

Der Bank gehört ja noch das Haus.

Kann ich jetzt einfach da meine Lebensgefährtin den kredit hat sie als Eigentümer eintragen lassen? Und wir bezahlen nur die Grundsteuer noch mal.

Alle geschäftskredite habe ich ja unterschrieben wie soll ich die unternehmen dann in eine gmbh bringen die banken sind ja auch ne dumm also wäre mein vermögen nicht sicher

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.09.2013 | 16:35

Ist für die Bank eine Grundschuld bestellt, hat die Bank für den Fall der Nichtzahlung das Recht, die Grundschuld zu kündigen und das Grundstück durch eine Zwangsvollstreckung zu veräußern. Wird ein Insolvenzverfahren eröffnet, so ist diese Zwangsvollstreckung einzustellen. Die Bank wird beim Verkauf Ihres Grundstücks durch den Insolvenzverwalter aufgrund der Grundschuld als erster Gläubiger befriedigt.

Das Haus müssen Sie an Ihre Frau, um dieses vor einer Insolvenz zu schützen, zu einem marktüblichen Preis verkaufen. Hierbei kann selbstverständlich das Darlehen angerechnet werden. Sowohl die Übereignung, wie auch der Kaufvertrag muss notariell beurkundet werden. Daher werden hierdurch hohe Kosten verursacht werden. Neben den Notarkosten müssen Sie dann noch einmal die Grunderwerbssteuer entrichten. Daher kann die Gründung einer Kapitalgesellschaft wirtschaftlicher sein.

Sollte Sie kurz vor einer Insolvenz stehen, so beachten Sie bitte, dass der Insolvenzverwalter bestimmte Handlungen anfechten (rückgängig machen)kann. Die Anfechtungsgründe in der Insolvenz finden Sie in § 129 InsO: Grundsatz .


Selbstverständlich kann durch die Gründung einer GmbH oder einer sonstigen Gesellschaft nicht jeglicher Zugriff auf Ihr Privatvermögen verhindert werden. Banken verlangen in der Regel bei einem größeren Geschäftsdarlehen die private Bürgschaft durch den Gesellschafter. Allerdings verlangen in der Regel andere Gläubiger (Arbeitnehmer, Lieferanten usw. keine selbstschuldnerische Bürgschaft. Somit kann durch diese Maßnahme Ihr Privatvermögen gesichert werden. Sollten Sie sich für diese Sicherungsmöglichkeit interessieren, biete ich Ihnen gerne eine Beratung an.

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