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Insolvenz eines Gesellschafters

| 04.04.2017 21:40 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Anfechtung einer Kaduzierung durch den Insolvenzverwalter des ehemaligen Gesellschafters einer GmbH

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin in einer GmbH Geschäftsführer,
in dieser GmbH gibt es drei Gesellschafter.

Der Gesellschafter mit 24,8% Anteile hat Privatinsolvenz beantragt.
Vor dieser Privatinsolvenz wurde eine Kadiezieren dessen Geschäftsanteile vorgenommen und seine Gesellschaftsanteile zum Verlust erklärt.

Jetzt kommt der Insolvenzverwalter auf die GmbH zu und möchte ein Abfindungsguthaben gezahlt haben.

Kann der Insolvenzverwalter, da die Kaduzierung schon weit vorher erfolgte,
überhaupt irgendetwas fordern oder Ärger machen?

Vielen Dank für ihr Hilfe
05.04.2017 | 08:30

Antwort

von


(122)
Hohenzollernring 57
50672 Köln
Tel: 0221 - 95819261
Web: http://www.wuebbe-rechtsanwalt.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Der Insolvenzverwalter kann bis zu 10 Jahre vor Insolvenzeröffnung Ansprüche verfolgen im Wege der Anfechtung. Das Anfechtungsgesetz (AnfG) und die Insolvenzordnung (InsO) geben dafür die rechtlichen Möglichkeiten.
Gerade weil die Kaduzierung vor der Insolvenz erfolgte, hat der Insolvenzverwalter die Möglichkeit den Anspruch zu verfolgen. Im Insolvenzrecht verhält es sich so, dass alle Ansprüche der Gläubiger und des Schuldners vor Insolvenzeröffnung Grundlage des Verfahrens werden. Nur Ansprüche nach Eröffnung des Verfahrens sind "neue" Ansprüche, die nicht Gegenstand des Verfahrens sind. Dies ist stark vereinfacht dargestellt zum leichteren Verständnis.

Leider haben Sie nicht mitgeteilt, aus welchen Gründen der Insolvenzverwalter hier den Anspruch verfolgt. Somit ist es mir nicht möglich, diesen Anspruch selbst zu bewerten.

Auf Grundlage dessen, kann ich Ihnen nur mitteilen, dass Ansprüche durch den Insolvenzverwalter verfolgt werden können und er diese auch klageweise geltend machen kann. Hierfür wird er vorab Prozesskostenhilfe beantragen. Ob der Anspruch berechtigt ist, kann ich leider nicht mitteilen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Wübbe

Nachfrage vom Fragesteller 05.04.2017 | 10:14

Vielen Dank für Ihre Ausführungen.

Der Insolvenzverwalter spricht ja noch nicht einmal von Anfechtung.

Wir hatten einen Brief bekommen indem er schrieb:
"Sie haben die Gesellschafterin wegen Nichtzahlung der Resteinlage ausgeschlossen. Laut dem vorliegendem Gesellschaftervertrag dürfen Anteile nur mit Gesellschafterbeschluss eingezogen werden.Ein sollcher Beschluss liegt nicht vor"

Ich habe dann ihm per Brief und allen entsprechenden Anlagen die durchgeführte Kaduzierung mit entsprechendem Gesellschafterbeschluss mitgeteilt. Ich habe bislang keine Antwort erhalten ob er diese Anfechtet oder für Nichtig erklärt oder ähnliches.
Er strebt jetzt beim Amtsgericht ein Verfahren auf Auskunft an und das für die Zeit bis 2016 obwohl die Kaduzierung im Jahr 2014 durchgeführt wurde.

Wir sind eine ganz kleine GmbH und wollten uns mit der Kaduzierung schützen. Hat die Kaduzierung keine Wirkung?
Was können wir tun ohne ruinierende Kosten zu verursachen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.04.2017 | 10:31

Sehr geehrter Fragesteller,
vielen Dank für die Nachfragen, die ich Ihnen gern beantworten möchte.

Der Insolvenzverwalter versucht damit die notwendigen Auskünfte einzuholen, die ihn den Vorgang überprüfen lassen. Weiterhin wird er versuchen, Vorgänge zu finden, aus denen er Masse für die Gläubiger einholen kann. Aus diesem Grund hat er das Auskunftsverfahren durchgeführt. Er möchte damit prüfen, ob nach der Kaduzierung, wenn diese fehlerhaft gewesen sein sollte, noch Vorgänge stattgefunden haben, aus denen dem Insolvenzschuldner Ansprüche erwachsen, die er dann einfordern kann.

Die Kaduzierung hat sehr wohl Wirkung, wenn sie ordnungsgemäß durchgeführt wurde.
Wenn, kann er die Kaduzierung nur anfechten oder per Gerichtsbeschluss für unwirksam erklären lassen, wenn Mängel im Verfahren vorhanden sein sollten.

Sie sollte erst einmal abwarten, Auskunft erteilen und nur reagieren. Sobald Sie ein Schreiben erhalten, sollte Sie unbedingt Auskunft einholen und stets fristgerecht reagieren.

Beste Grüße,

RA Wübbe (Köln)

Bewertung des Fragestellers 07.04.2017 | 10:07

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"Angesicht der Ausgangsdaten vom mir als Fragesteller sind die Antworten entsprechend sehr Hilfreich gewesen!!!! :) Vielen Dank"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 07.04.2017
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Angesicht der Ausgangsdaten vom mir als Fragesteller sind die Antworten entsprechend sehr Hilfreich gewesen!!!! :) Vielen Dank


ANTWORT VON

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