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Insolvenz einer Tochter Gmbh

26.11.2019 00:17 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


Ich betreibe eine Holding bestehend aus 1 Holding Gmbh und 2 aktiven Töchter Gmbhs, ich bin der alleinige Gesellschafter der Holding zugleich auch der Geschäftsführer der Töchter.

Wenn es bei einer Tochter zu einer massiven Steuernachzahlung (Umsatzsteuer und Einfuhrumsatzsteuer) kommt, trotz sorgfältiger Buchhaltung+Jahresabschluss durch einen Steuerberater und die Tochter diese Nachzahlung nicht leisten kann und somit in die Insolvenz schlittert


1. Geht die Haftung für die Steuerschulden auf mich also den Geschäftsführer über?

2. Falls ja wenn ich diese Schulden auch nicht zahlen könnte und mich dies in die Privat Insolvenz zwingen würde, würden die Steuerschulden auf meine Holding übergehen (welche genug Eigenkapital zur Verfügung hätte)?

28.11.2019 | 11:45

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne anwaltlich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Zu Ihren konkreten Fragen möchte ich wie folgt Stellung nehmen:

1. Geht die Haftung für die Steuerschulden auf mich also den Geschäftsführer über?

Grundsätzlich haftet alleine die GmbH mit dem Gesellschaftsvermögen, sodass ein Durchgriff auf den Geschäftsführer nicht zulässig ist, § 13 Abs. 2 GmbHG . Die Schulden müssten dann alleine vom Gesellschaftsvermögen beglichen werden, sodass insoweit rechtlich eine Haftungsbeschränkung bei der GmbH besteht.

2. Falls ja wenn ich diese Schulden auch nicht zahlen könnte und mich dies in die Privat Insolvenz zwingen würde, würden die Steuerschulden auf meine Holding übergehen (welche genug Eigenkapital zur Verfügung hätte)?

Die Rechtsprechung nimmt hier eine ziemlich günstige Haftungslage an: Ausgangspunkt ist die Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 23.09.91. Hier hat er entschieden, daß unter bestimmten Umständen ein Durchgriff auf das Holdingunternehmen stattfinden kann. Diese Rechtsprechung hat der BGH später in seinen diversen Urteilen konkretisiert. Danach kann ein Durchgriff auf das Holdingunternehmen zusammenfassend nur dann erfolgen, wenn die Interessen der abhängigen Gesellschaft beeinträchtigt werden. Dies kommt jedoch stets auf den Einzelfall an. Grundsätzlich jedoch haftet die Holding nicht, weil die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt ist.

Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute!

Mit besten Grüßen

Rechtsanwalt Sen


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