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Insolvenz einer GmbH


06.04.2006 15:02 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Ich habe im Kj 1999/2000 ein seit 30 Jahren bestehendes und lukratives Handwerksunternehmen zum Kauf angeboten bekommen.
Da ich nicht die notwendige Konzession dazu hatte , habe ich einen Partner als Handwerksmeister mit ins Boot geholt.
Kurzum wir haben das Unternehmen hälftig ich zu 51 , er zu 49 % für insgesamt 200.000.- erworben.
Ich als stiller Teilhaber , er als GmbH Geschäftsführer.
Mein Gesellschafter brauchte weniger als zwei Jahre um ein seit dreissig Jahren rentables Unternehmen , als insolvent beim Amtsgericht anzumelden.
Vielleicht ist es in diesem Zusammenhang wichtig zu wissen das mein Gesellschafter als Geschäftsführer dieser GmbH bei der Begleichung der Verbindlichkeiten nicht paritätisch die Krankenkassenbeiträge für die Mitarbeiter bezahlte und ebenfalls das Finanzamt ausser Acht gelassen hat.
Dies hatte wohl zur Folge das er diesen Institutionen und deren Forderungen gegenüber persönlich haftet trotz Insolvenz.
Somit ist sein entstandener Schaden um diese Summen höher als meiner.
Nun zu meiner Frage :
Kann ich den damaligen Gesellschafter und GmbH Geschäftsführer für mein verlorenes Geld in Regress nehmen , falls ja wie groß sind die Chancen einen Prozess zu gewinnen ?
Kauf und Notarvertrag existieren , allerdings ein Gesellschaftervertrag wurde damals nicht geschlossen.

Vielen Dank für eine kompetente Antwort.

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Sehr geehrter Fragesteller,

der Geschäftsführer schuldet die ordnungsgemäße Ausführung seiner Tätigkeit. Verletzt er diese Pflicht, macht er sich schadensersatzpflichtig. Allerdings schuldet der Geschäftsführer dies zunächst der GmbH, nicht den einzelnen Gesellschaftern.

Etwas anders, nämlich eine Haftung auch Ihnen gegenüber, könnte sich jedoch eventuell aus der seinerzeit zwischen Ihnen beiden getroffenen Vereinbarung ergeben. Hierzu müßten jedoch, da insoweit ja keine schriftliche Vereinbarung besteht, die seinerzeitigen Vorgänge im Einzelnen untersucht werden. Gleiches gilt auch für die Frage, welche genauen Pflichtverletzungen den Geschäftsführer zum Vorwurf gemacht werden können. Der Tatbestand alleine, dass das Unternehmen nach zwei Jahren insolvent ist, rechtfertigt für sich alleine noch keinen Schadensersatzanspruch.

Ich hoffe, Ihnen hiermit eine erste Orientierung gegeben zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.04.2006 | 15:37

Pflichtverletzung insofern das er als GF versagte , beispielsweise wie in meinem ersten Posting bereits erwähnte, er die Beiträge zur Krankenkasse nicht ordnungsgemäß und anteilig entrichtete und auch dem Finanzamt gegenüber die gleichen Fehler Fehler machte .
Aus diesem Grund wurde er dafür persönlich haftend gemacht und muss diese Verbindlichkeiten aus seinem Privatvermögen begleichen.
Ich mutmaße einmal das wenn KK und FA ihre Forderungen geltend machen können ,kann ich das doch auch, oder ?
Insgesamt war er mit den kompletten Arbeitsabläufen völlig überfordert.
Ich möchte von Ihnen wissen wie Ihre Einschätzung auf Erfolg ist wenn ich den damaligen GF auf Schadensersatz verklagen würde.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.04.2006 | 16:24

Die Pflichtverletzung gegenüber Krankenkasse und Finanzamt führt zu einer Haftung des Geschäftsführers aufgrund von insoweit bestehenden besonderen gesetzlichen Vorschriften. Diese Pflichtverletzungen begründen aber noch keine Haftung Ihnen gegenüber.
Aus dem bisher von Ihnen geschilderten vermag ich bisher nicht zu erkennen, woraus sich eine Haftung des Geschäftsführers Ihnen gegenüber ergeben könnte.
Ich will nicht ausschließen, daß derartige Haftungstatbestände von dem Geschäftsführer gleichwohl verwirktlicht wurden, dies bedarf jedoch einer Reihe weiterer Angaben über die von Ihnen gelieferten Tatsachen hinaus. Aus den von Ihnen bisher gemachten Angaben alleine vermag ich , wie gesagt, noch keine Haftung des Geschäftsführers Ihnen gegenüber zu erkennen.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

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