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Insolvenz des Arbeitgebers während Mutterschutz/Elternzeit


20.12.2005 09:28 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Alles deutet darauf hin, dass mein Arbeitgeber demnächst Insolvenz anmelden muss. In einigen Monaten werde ich in Mutterschutz und danach in Elternzeit gehen.
Falls ich vorher oder währenddessen durch die Insolvenz arbeitslos werde, steht mir dann Arbeitslosengeld nach Ende des Mutterschutz/Elternzeit zu? Welchen Anspruch habe ich?
20.12.2005 | 10:53

Antwort

von


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Sehr geehrte Rechtssuchende,

nach dem § 26 Abs.2a S.1 SGB III sind Sie in der Zeit versicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherun, wenn Sie ein Kind erziehen, das das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet hat und wenn sie unmittelbar vor der Kinderziehungszeit versicherungspflichtig waren.Wichtig in Ihrem Fall ist, dass auch durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen Ihres Arbeitgebers ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis fortbesteht.Es endet sogar dann nicht, wenn sie von der Arbeit freigestellt wurden und Arbeitslosengeld im Wege der Gleichwohlgewährung erhalten. Somit müssten Sie nach Ende der Kindererziehungszeit Arbeitslosengeld erhalten. Die Höhe beträgt 67 % des Nettoentgelts mit einem Kind.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 22.12.2005 | 09:13

Sehr geehrter Herr Glatzel,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Habe ich richtig verstanden, dass ich auch dann Anspruch auf Weiterzahlung des Arbeitlosengelds nach Ende der Elternzeit habe wenn die Insolvenz einige Monate vor dem Mutterschutz eintritt?
Dann war ich ja bereits einige Monate arbeitslos. Oder anders gefragt: Unterbricht quasi Mutterschutz/Elternzeit das Arbeitslosengeld, dass dann nach Ende der Elternzeit weitergezahlt werden muss?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.12.2005 | 11:11

Sehr geehrte Rechtssuchende,

die Zeit der Insolvenz und die Erziehungszeit bis zum dritten Lebensjahr des neugeborenen Kindes, werden so behandelt, als ob Sie in diesen Zeiten weiter beschäftigt gewesen wären. D.h., dass Sie in diesen Zeiten auch weiter in die Arbeitslosenversicherung einzahlen und Anwartschaften aufbauen. Wenn Sie dann nach diesen Zeiten tatsächlich arbeitslos werden, haben sie Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Gletzel
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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