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Insolvenz bei Miteigentum

| 12.01.2010 18:38 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dennis Meivogel


Guten Tag,

meine Ex-Frau und ich besitzen eine ETW zu je 1/2 (Grundstücksgemeinschaft). Diese Wohnung ist vermietet und erbringt monatlich eine Brutto-Miete von rund 420 €. Die Wohnung ist zu 100% finanziert gewesen, und daher derzeit nichts Wert. (Resthypothek rund 77.000 €, derzeitiger Marktwerkt rund 50.000 €). Die Hypothek wird monatlich mit 444 € bedient (inkl. Tilgung) und dazu bezahlen wir noch rund 220 € Wohngeld.

Ich werde wohl in die Insolvenz gehen (müssen) und es stellt sich mir die Frage, was dann mit der Wohnung passieren wird. Wird diese Zwangsversteigert? Die Hypothek läuft logischer Weise auch auf beider Namen, und die letzte Auskunft der Bank war, dass aufgrund des Einkommens meiner Ex-Frau diese die Wohnung nicht alleine finanziert bekommt.

Danke für Ihre Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Wenn eine Übernahme der Wohnung durch Ihre Ehefrau alleine aufgrund ihrer Einkommensverhältnisse nicht in Betracht kommt, so könnte ein Weg darin bestehen, dass unter Mitwirkung des Insolvenzverwalters / Treuhänders das Objekt aus dem Insolvenzbeschlag freigegeben wird und die Bedienung der Finanzierung nach wie vor durch beide erfolgen kann. Die Raten müssen dann aber aus dem pfändungsfreien Einkommen des Insolvenzschuldners und dem Einkommen der Ehefrau bedienbar sein. DIe Bank müsste diesen Weg aber auch mittragen.

Dieser Lösungsweg ist letztlich die einzige Möglichkeit das Objekt zu halten. Hierzu wäre eine Mitwirkung der Bank erforderlich, da diese grundsätzlich mit der Insolvenz auch die Kredite fälligstellen wird. Sie sollten frühzeitig an die Bank herantreten und diesen Weg mit der Bank vorbesprechen. Argument für die Bank ist letztlich, dass der Verwalter nur eine Hälfte des Objektes und zwar die insolvenzbefangene verwerten könnte, was entsprechend aussichtslos ist. Eine Zwangsversteigerung führt regelmäßig zu Mindererlösen und ist daher ebenfalls keine attraktive Verwertung für die Bank.

Ich werde Ihnen hinsichtlich der Thematik kurzfristig einen juristischen Fachaufsatz via Mail zukommen lassen. Dort ist der Weg, den ich an dieser Stelle nur kurz dargestellt habe detailliert beschrieben. Im Übrigen gäbe es nur die Alternative, dass ein Dritter (Familie etc.) Ihre Hälfte übernimmt und Sie ihm dann die entsprechenden Darlehensbeträge in Form einer Miete o.ä. bezahlen.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne im Rahmen der Nachfragefunktion zur Verfügung.

Bewertung des Fragestellers 12.01.2010 | 19:59

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