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Insolvenz GmbH Österreich Haftung Angehöriger

| 05.03.2009 12:03 |
Preis: ***,00 € |

Internationales Recht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Bitten um Informationen über die Haftung bei Insolvenz/ "Offenbarungseid" einer GmbH in Österreich. Insbesondere interessiert mich ob die Angehörigen des Geschäftsführenden Gesellschafters in irgendeinem Fall haften müssen. Privatvermögen bei dem Geschäftsführenden Gesellschafter ist nicht vorhanden.


Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. Haftung Gesellschafter

Die Gesellschafter einer GmbH haften nur mit ihrer Stammeinlage. Dies beträgt 35.000,- EUR. Ist dieses eingezahlt haften die Gesellschafter hinsichtlich des eingezahlten Eigenkapitals nicht. Soweit das Eigenkapital nicht oder nicht vollständig eingezahlt wurde, besteht eine persönliche Haftung der Gesellschafter in Höhe des noch ausstehenden Betrages.
Eine weitergehende Haftung könnte sich aus der Rückzahlung von Gesellschafterdarlehen ergeben, wenn diese kurz vor Insolvenz an den Gesellschafter zurückgezahlt wurden oder der Gesellschafter für die GmbH eine Schuldübernahme, z.B. durch Bürgschaften/Haftungsübernahmen übernommen har

2. Haftung des Geschäftsführers

Ein Geschäftsführer haften nicht für die Verbindlichkeiten der GmbH, wenn er seinen Verpflichtungen gegenüber der GmbH nachkommt.

Hierbei hat der Geschäftsführer darauf zu achten, dass er zum einen die Interessen der Gesellschaft und Gesellschafter erfüllt und die Gläubiger der Gesellschaft nicht schädigt.

Insoweit kommt bei einer Pflichtverletzung eine Haftung gegenüber dem GmbH als auch gegenüber den Gläubigern in Betracht.

Eine solche Pflichtverletzung kann auch bei einer verschleppten Insolvenz liegen, in dem der Geschäftsführer zu spät Insolvenantrag gestellt hat, worauf ein Offenbarungseid, vorbehaltlich der Kenntnis des Falles, hindeutet.

3. Haftung von Angehörigen der Gesellschafter/Geschäftsführer

Grundsätzlich besteht keine Haftung eines Ehegatten oder Angehörigen für die Verbindlichkeiten des anderen. Etwas anderes ergibt sich nur bei den Rechtsgeschäften des täglichen Lebens, wozu sicherlich nicht die Rechtsgeschäfte des Geschäftsführers einer GmbH gehören. Insoweit besteht keine Haftung der Angehörigen, außer diese haben ausdrücklich eine Haftung übernommen, in Form einer Bürgschaft, Garantie oder Haftungsübernahme.

Ich hoffe Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick vermittelt zu haben.

Mit besten Grüßen

Bewertung des Fragestellers 05.03.2009 | 13:50

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