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Ins Gefängniss wegen Diebstahl ?

24.08.2009 02:09 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


vor 6 monaten habe ich versucht bei einem kaufhaus fernseher zu klauen, ich wurde dabei erwischt. es handelte sich um 2 fernseher warenwert ca . 1500 euro. ich habe einen gerichtstermin bekommen wegen betrug, vor paar jahren wurde ich schonmal wegen betrug angezeigt dabei blieb es jedoch bei geldstrafen zu je 600 euro die ich bezahlt habe. bei diesem fall wurden die fernseher wieder zurückgegeben, es kam nicht zu einem sachschaden.
mit was für einer strafe muss ich rechnen.
24.08.2009 | 07:21

Antwort

von


(10)
Eduardstr. 20
06844 Dessau
Tel: 0340-2106013
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst bedanke ich mich bei Ihnen für die Nutzung dieses Portals.

Ihre Frage benantworte ich gern wie folgt:

Wie hoch die Strafe in Ihrem Fall sein wird, ist von vielen Faktoren abhängig. Bei der Strafzumessung hat der Richter alle strafschärfenden und strafmildernden Umstände zu berücksichtigten.

Strafschäfend könnte zu werten sein, dass Sie bereits einmal ein Vermögensdelikt begangen haben. Hier spielt es aber auch eine Rolle, wie lange die Tat schon zurück liegt.

Strafmildernd kann berücksichtigt werden, dass es sich bei der Tat vor 6 Monaten lediglich um einen Versuch gehandelt hat und kein Schaden entstanden ist. Allerdings wird dieser Gesichtspunkt nicht allzu hoch bewertet werden, da Sie den Versuch nicht selbst aufgegeben haben, sondern "erwischt" worden sind.

Aufgrund Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass die Beweislage eindeutig dafür spricht, dass Sie die Tat begangen haben. Dann ist es ratsam, in der Hauptverhandlung die Tat zu gestehen und Reue zu zeigen.

In diesem Fall bin ich der Ansicht, dass Sie nochmals zu einer Geldstrafe verurteilt werden. Die Anzahl der Tagessätze werden dabei ggf. höher sein als bei der Vortat. Wie hoch dann die Geldstrafe ist, hängt von Ihren derzeiten Einkommensverhältnissen ab.

Sollte dennoch eine Freiheitsstrafe verhängt werden, wird diese aller Voraussicht nach nicht höher als ein Jahr sein. In diesem Fall wird die Freiheitsstrafe regelmäßig gem. § 56 Abs. 1 StGB zur Bewährung ausgesetzt. Voraussetzung ist, dass der Richter zu der Überzeugung gelangt, dass Sie auch ohne Strafvollzug künftig keine Straftaten mehr begehen werden. Hier spielt es wieder eine große Rolle, wie es zu der zweiten Tat kam und ob Sie Reue zeigen.

Im Ergebnis werden Sie keine Freiheitsstrafe im Gefängnis verbüßen müssen. Ich möchte aber der Vollständigkeit halber darauf hinweisen, dass weitere Vorstrafen und das Vorliegen weiterer Strafschärfungsgründe diese Ergebnis verändern können.

Gegebenenfalls sollten Sie darüber nachdenken, einen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung in der Hauptverhandlung zu beauftragen. Dieser kann vor der Verhandlung Einsicht in die Ermittlungsakte nehmen und im Plädoyer u.a. umfänglich auf alle strafmildernden Gesichtspunkte hinweisen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meiner Antwort helfen konnte, indem Sie nunmehr einen guten Überblick über die Rechtslage haben.

Ich wünsche Ihnen trotz der anstehenden Hauptverhandlung eine angenehme Woche und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Grit Böhm
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

(10)

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