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Inobhutnahme- Kind will nach Hause zurück , darf nicht - was tun

| 05.08.2019 13:07 |
Preis: 68,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger


Meine 13 Jahre alte Tochter ist im Unterricht in Tränen ausgebrochen, wurde zu der Schulpsychologin gebracht. Im Gespräch schilderte die Tochter für sie unerträgliche Situation zu Hause. Schulpsychologien hat Jugendamt verständigt. Ich und mein Mann wurden in die Schule bestellt zusammen mit unserem 11-Jährigen Sohn. Der Sohn wurde sofort von uns getrennt und auch zum Schulpsychologen gebracht (vermutlich manipulative befragt). Beide wollten anschießend nicht nach Hause angeblich aus Angst von der Reaktion des Vaters und angespannter Situation zu Hause insgesamt. Die beiden Kinder wurden daraufhin In Obhut genommen. Ich habe der Inobhutnahme widersprochen, Familiengericht wurde eingeschaltet.
Ich wandte mich an einen Anwalt. Er sagte in dem Alter zähle der Wille der Kinder, wenn sie nach Hause wollen, dann dürfen sie wieder. Anfangs verweigerten die Kinder Kontakt, dann hieß es die würden nach Hause wollen, wenn der Vater nicht mehr präsent ist. Mein Mann ist weggezogen und die Trennung wurde in die Wege geleitet.
Ein paar Tage nach der Inobhutnahme meldete sich der Sohn per WhatsApp , er wolle so schnell wie möglich nach Hause , es hat sich von der Schwester beeinflussen lassen. Es dauerte noch über einer Woche bis Jugendamt Ihn wieder nach Hause gehen ließ (Rückkehr wurde wohl hinausgezögert). Danach konnte Ich persönlich alleine mit der Tochter reden, sie sagte sie wolle auch nach Hause. Am 26ten Juli fand Eilsitzung des Familiengerichts statt, Ich wurde gezwungen dem weiteren Verbleib meiner Tochter in der Pflegefamilie zuzustimmen, sonst würde Richterin dies per Beschuss erzwingen (Mein Anwalt riet zuzustimmen).
Als meine Tochter die Entscheidung erfuhr, brachte sie fast in Tränen und wollte gleich wissen, wann sie endlich nach Hause darf. Ich darf zwar mit beiden Kindern für 3 Wochen in den Urlaub, muss aber anschließend die Tochter in die Pflegefamilie bringen. Das will sie ausdrücklich nicht. Zudem musste ich zustimmen meinen Sohn für 4 Tage vom Urlaub zu der Schwester in die Pflegefamilie bringen. Er will es auch nicht.
Stand heute wollen beide Kinder zu Hause mit mir wohnen. Die Tochter wird in der Pflegefamilie gegen ihren Willen untergebracht. Eigener Aussage zur Folge aus Angst etwas zu sagen oder zu schreiben, das ihr Rückkehr nach Hause verhindern kann, hat die Tochter keinen Kontakt zu der restlichen Familie (Oma, Opa, Halbschwester). Sie ist aus meiner Sicht verunsichert und die Tatsache in der Pflegefamilie bleiben zu müssen macht sie unglücklich.
Gibt es rechtliche Mittel, die Ich hier einsetzen kann, damit meine Tochter so schnell wie möglich nach Hause zurückdarf? Ein Familienpsychotischen Gutachten abzuwarten und dann noch das Gerichtsverfahren dauert sehr lang und schadet den beiden Kindern.
Des Weiteren stehen in Protokollen die Aussagen der Kinder, die sie nicht so gemacht haben. Das gleiche gilt für die Aussagen die ich gemacht habe. Kann ich etwas dagegen tun? Die Kinder werden immer in meiner Abwesenheit befragt, wie kann man sicherstellen, dass die Aussagen wahrheitsgemäß in das Protokoll aufgenommen werden.

Sehr geehrter Fragensteller,

entscheiden für den Ausgang des Falles wird das Kindeswohl sein.

Sicherlich ist es denkbar auch zwangsweise durch Antragsstellung beim Familiengericht die Rückkehr zu erzwingen.

Richtig ist grundsätzlich auch die Auskunft:

"Er sagte in dem Alter zähle der Wille der Kinder, wenn sie nach Hause wollen, dann dürfen sie wieder. Anfangs verweigerten die Kinder Kontakt, dann hieß es die würden nach Hause wollen, wenn der Vater nicht mehr präsent ist. Mein Mann ist weggezogen und die Trennung wurde in die Wege geleitet. "

dahingehend, dass dies vorteilhaft für eine Rückkehr ist.

Es ist meines Erachtens taktisch nicht ratsam erneut einen Antrag im einstweiligen Rechtsschutz zu stellen, wenn man den ersten zurückgenommen hat. Kann man machen, ist aber riskant.

"Des Weiteren stehen in Protokollen die Aussagen der Kinder, die sie nicht so gemacht haben. Das gleiche gilt für die Aussagen die ich gemacht habe. Kann ich etwas dagegen tun? Die Kinder werden immer in meiner Abwesenheit befragt, wie kann man sicherstellen, dass die Aussagen wahrheitsgemäß in das Protokoll aufgenommen werden."

In dieser Hinsicht kann man auch nachträglich Protokollkorrektur verlangen - § 113 ZPO iVm § 164 ZPO .

MfG RA Saeger

Nachfrage vom Fragesteller 05.08.2019 | 14:56

Der Vater war zum Zeitpunkt des Gerichtsverhandlung bereits seit über 2 Wochen ausgezogen.
Kurzgefasst es ist nicht ratsam jetzt etwas zu unternehmen und ich soll Hauptverhandlung abwarten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.08.2019 | 16:34

"Kurzgefasst es ist nicht ratsam jetzt etwas zu unternehmen und ich soll Hauptverhandlung abwarten."

Richtig.

MfG RA Saeger

Bewertung des Fragestellers 05.08.2019 | 14:50

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 05.08.2019 4,8/5,0
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