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Innergemeinschaftlicher Erwerb


| 27.03.2007 00:43 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



Hallo,

eine OHG mit Ust.Ident-Nr. kauft Kaffee in Italien. Auf der Rechnung des ital. Kaffee-Lieferanten wird der Netto-Betrag ausgewiesen zzgl. 20 % ital. Ust. Wie buche ich diese Rechnung nun? Als Bruttobetrag und ignoriere einfach die ausländ. Ust. oder.....?

Bekomme ich die ital. Ust. vom deutschen Finanzamt wieder zurück?

Danke!

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben und Einsatzes beantworten möchte:

Ein i. g. Erwerb läge nach § 1a Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a) UStG nur dann vor, wenn der Lieferant ein Unternehmer ist, der im Rahmen seines Unternehmens gegen Entgelt tätig geworden wäre.

Die OHG als Erwerber kann davon ausgehen, dass der Lieferer diese Voraussetzung erfüllt, wenn in der Rechnung des Lieferanten die USt-IdNr. des Lieferers angegeben UND unter Hinweis auf die Steuerbefreiung für seine i. g. Lieferung keine ausländische USt in Rechnung gestellt wird.
Daran fehlt es im vorliegenden Fall, da die italienische USt ausgewiesen worden ist, sodass die Besteuerung der Kaffee-Lieferung in Italien erfolgt.
Vom deutschen FA erhalten Sie die italienische USt deshalb auch nicht wieder zurück.

Buchungstechnisch erfassen Sie dementsprechend bei Verwendung des SKR 03 auf dem Konto „3200 Wareneingang“ den Rechnungsnettobetrag und auf dem Unterkonto „3600 nicht abziehbare Vorsteuer“ die ausgewiesene italienische USt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Nachfrage vom Fragesteller 31.03.2007 | 14:28

Hallo,

ich danke Ihnen vielmals für Ihre ausführliche Antwort. Noch eine Frage:

Sie schreiben: "Die OHG als Erwerber kann davon ausgehen, dass der Lieferer diese Voraussetzungen erfüllt, wenn in der RE des Lieferanten die Ust.IdNr. des Lieferers angegeben UND unter Hinweis auf die STeuerbefreiung für seine i.g. Lieferung keine ausländl. Ust. in RE gestellt wird."

Bedeutet das, dass der Liererant die ital. UST. berechnet bzw. berechnen muss, weil er als Lieferant keine Ust.IdNr. hat???? Oder was wäre sonst der Grund, warum er die Ust. berechnet?

Danke!!!!!!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.04.2007 | 17:52

Sehr geehrte Fragestellerin,

der Lieferant muss die USt berechnen, wenn er entweder keine USt-IdNr. bzw. Steuernummer hat, oder aber er davon ausgehen kann, dass sein ausl. Abnehmer kein Unternehmer ist, der den Gegenstand fuer sein Unternehmen erwirbt.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und verbleibe

mit besten Gruessen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

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