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Inkassounternehmen

| 30.07.2012 17:12 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Hallo,

ich habe ende April für knapp 25.-€ im Internet bestellt und vergessen zuzahlen. Drei Wochen später hab ich von einer anderen Firma (BillSafe) eine Rechnung erhalten mit knapp 9,-€ Mahngebühren, welche mir eine Zahlnungsfrist von knapp 5 Tagen gesetzt haben.
Ich hab leider den Betrag erst nach Ablauf dieser Frist bezahlt, weil ich auf Grund meiner Arbeit leider keine Zeit hatte. Zeitgleich mit der Abbuchung von meinem Konto wurde mir dann ein Schreiben von einem Inkassobüro (MediaFinanz) zugeschickt, ich sollte nun mehr knapp 75,-€ zahlen. Mir kam das alles sehr merkwürdig vor, da dies nun mein dritter Ansprechpartner war, vorallem da ich von der eigentlichen Firma bei der ich bestellt hatte, keinerlei Mahnung oder ähnliches erhalten hatte und ich bat um eine Vollmacht, damit ich auch sicher sein kann, dass alles mit rechten Dingen zugeht.
Nach meiner E-Mail mit der Bitte um die Vollmacht erhielt ich bis zu 5 Anrufe am Tag allerdings legte die Dame an der anderen Leitung jedes mal auf wenn ich hinging. Kurz danach kam eine erneute Zahlungsaufforderung in der die bereits gezahlten 34,-€ abgezogen waren und nun mehr lediglich knapp 39,-€ gefordert wurden. Ich hatte allerdings immer noch keine Vollmacht erhalten.
Knapp einen Monat nach meiner E-mail erhielt ich endlich eine Bestätigung der Vollmacht, jedoch wurde nun ein Betrag von über 70,-€ gefordert. Da ich kein Verschulden bei mir sah, bat ich mir eine bereinigte Rechnung zuzusenden auf der der vorherige Betraug ausgeiwesen wird, da ich nicht bereit bin mehr zuzahlen nur weil die Firma einen Monat braucht um die Bestätigung der Vollmacht zu zusenden. Darauf hin erhielt ich fünf Tage später ein Schreiben von einer Anwaltskanzlei die nun eine Forderung in Höhe von 120,-€ an mich richtet. Nach einem Gespräch mit einer sehr unfreundlichen Frau, der ich versuchte den Sachverhalt zu erklären, wurde ich aus der Leitung geworfen.
Wie gesagt, die eigentliche Forderung ist bereits inkl. Mahngebühren bezahlt.
Wie soll ich nun weiter vorgehen?
Soll ich auf den Mahnbescheid warten und diesen einfach zurückweisen? Wie hoch sind die Chancen, bei einem Rechtstreit für mich? Wie wahrscheinlich ist es überhaupt, dass es zu einem Rechtsstreit kommt?
Vielen Dank im Vorraus

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Kosten für die Rechtsverfolgung, wie Inkassokosten oder außergerichtliche Anwaltsgebühren können ersetzt verlangt werden, wenn Sie sich mit der Zahlung in Verzug befunden haben. Der Verzug ist in § 286 BGB geregelt. In der Regel gerät man in Verzug, sobald man eine Mahnung erhält, was ja auch bei Ihnen der Fall war.

Eine abschließende Beurteilung wäre jedoch erst möglich, wenn man alle Unterlagen einsehen würde.

Sofern das Inkassounternehmen nach Eintritt des Verzuges beauftragt wurde, können von Ihnen die anfallenden Kosten auch ersetzt verlangt werden.

Die Höhe der Kosten orientieren sich an der Höhe der bei einem Anwalt anfallenden Gebühren.

Ein Anwalt würde bei Zugrundelegung einer 1,3 Mittelgebühr wie folgt abrechnen:

Geschäftsgebühr: 32,50 Euro
Auslagenpauschale: 6,50 Euro
Umsatzsteuer: 7,41 Euro
zusammen: 46,41 Euro

Sofern die Firma ein vorsteuerabzugsberechtigtes Unternehmen ist, darf die Umsatzsteuer nicht erstattet verlangt werden, so dass es bei einem Nettobetrag von 39,00 Euro verbleibt.

Diesen müssen Sie auch nur einmal ausgleichen. Sie brauchen daher nicht Gebühren für die Beauftragung eines Inkassounternehmens und zusätzlich noch einmal für einen Anwalt bezahlen.

Falls also nachgewiesen ist, dass das Inkassounternehmen von der Firma nach Eintritt des Verzuges beauftragt wurde, so überweisen Sie 39,00 Euro und weisen Sie die übrige Forderung schriftlich der Höhe nach zurück!

Das die weitergehende Forderung dann gerichtlich geltend gemacht wird, ist eher unwahrscheinlich.

Sollten Sie aber keinerlei Zahlungen leisten, so müssen Sie damit rechnen, dass zumindest ein Teil Kosten auf gerichtlichen Wege geltend gemacht werden, wofür wiederum neue Kosten entstehen, welche ebenfalls von Ihnen zu tragen wären.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen aus Achim,

Moritz Kerkmann
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 30.07.2012 | 18:00

Noch ein kleiner Nachtrag:

Bevor Sie die 39,00 Euro überweisen, vergewissern Sie sich, wer nun aktuell bevollmächtigt ist, Geld von Ihnen entgegenzunehmen.

Die 39,00 Euro sind eine Nebenforderung der Firma, wo Sie eingekauft haben und steht dieser zu, so dass Sie sich erkundigen müssen, ob der Betrag an diese Firma direkt zu zahlen ist, an das Inkassounternehmen oder den Rechtsanwalt.

Bewertung des Fragestellers 30.07.2012 | 17:54

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

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Vielen Dank. Ich werde 39,-€ an das Inkasso Unternehmen überweisen und hoffe, dass damit die Sache geklärt ist.

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