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Inkassoschreiben nach wirksamen Widerruf


24.08.2011 13:22 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

ich habe online bei einem schnäppchenmarkt etwas bestellt.
habe aber innerhalb der widerspruchsfrist per mail widersprochen und die ware zurückgeschickt. Das Paketwurde an einer packstation eingelegt, an welcher ich als Kunde registriert bin. Es gab einen Beleg dafür, genauso konnte ich online den Sendeverlauf sehen und heute noch ausdrucken.
Der Trendartikelmarkt verweigerte aber ganz frech die Annahme und das Paket kam zurück.
Ich lies damit die Lastschrift zurückgehen.
2 tage später hatte ich einen brief vom Inkassobüro im briefkasten, ohne vorher ein weiteres Anschreiben erhalten zu haben.
ich war ganz verdutzt. über 135 .- inkassogebühren.
der warenwert liegt bei 50 .-
ich widersprach dieser Forderung und legte meine Argumente dar.
dann kam der nächste Brief, der Schnäppchenmarkt behauptete das paket wäre nicht frankiert gewesen und sie hätten mich zuhause versucht anzurufen. 1. ist das eine lüge (Beweis Einlieferungsbeleg und Sendeverfolgung) und zuhause hat mich auch keiner deswegen angerufen.
Heute kam der 3.Brief, die Forderung ist wieder gestiegen und Androhung eines Negativeintrages bei Schufa.
Was soll ich denn jetzt tun?
Soll ich jetzt gar nicht mehr reagieren?das paket steht auch noch bei mir rum, natürlich noch
mit Aufkleber -Annahme verweigert-
genauso ist mir bekannt, dass wenn sie direkt ein inkassobüro beauftragen, diese auch die kosten dafür tragen müssen.
24.08.2011 | 14:12

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragensteller,

ich bedanke mich für Ihre Frage und hoffe Ihnen auf Basis Ihrer Angaben wie folgt weiterhelfen zu können:

Durch Ihre Online-Bestellung ist ein Fernabsatzvertrag nach § 312 b) BGB zustande gekommen und Ihnen stand ein Recht zum Widerruf zu, den Sie auch fristgemäß und damit wirksam ausgeübt haben, §§ 312d Abs.1 Satz 1, 355 BGB.

Gemäß § 357 Abs. 2 Satz 2 BGB müssen Kosten und Gefahr der Rücksendung vom Unternehmer getragen werden.

Da Sie das Paket ausreichend frankiert haben, ist das Unternehmen durch die verweigerte Annahme in Annaheverzug geraten, §§ 293,294,300 BGB.

Somit müssen Sie nur noch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vertreten, wenn die Ware, während sie bei Ihnen liegt, in irgendeiner Form beschäigt oder zerstört werden sollte.

Zu den Forderungen ist zu sagen, dass diese dem Grunde und der Höhe nach unberechtigt sind, da ein wirksamer Widerruf Ihrerseits vorliegt.

Rein rechtlich können Sie daher die Inkassoschreiben ignorieren, effektiver Handlungsbedarf besteht erst, wenn Ihnen ein gerichtlicher Mahnbescheid zugestellt wird:
Dann muss unbedingt innerhalb von zwei Wochen Einspruch dagegen eingelegt werden.

Sie können sich jedoch auch bereits in diesem Stadium anwaltlich vertreten lassen, ich stehe Ihnen hierzu gerne zur Verfügung.

Abschließend hoffe ich, Ihnen einen ersten Einblick* in die Rechtslage verschafft zu haben und stehe Ihnen jederzeit und ausgesprochen gern für (kostenlose) Rückfragen zur Verfügung!

Da wir bundesweit tätig sind, vertrete ich Sie auch gerne anwaltlich, wenn Sie dies wünschen, wobei die Kommunikation auch via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen kann und einer Beauftragung nicht entgegen steht.

Ich bedanke mich nochmals herzlichst für Ihre freundliche Frage und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus München,


*Hinweis:
Bei der obigen Beantwortung Ihrer Frage, die ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Bitte berücksichtigen Sie deshalb, dass dies eine umfassende juristische Begutachtung nicht ersetzen kann und soll.
Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung unter Umständen sogar völlig anders ausfallen. Nutzen Sie deshalb die kostenlose Rückfragemöglichkeit, sollten noch Fragen offen stehen. Über eine positive Bewertung durch Sie würde ich mich sehr freuen.


Rechtsanwältin Daniela Riedmayr

Nachfrage vom Fragesteller 24.08.2011 | 14:24

ok ,dann warte ich erstmal ab. das paket behalte ich auch, habe ich das richtig verstanden? es steht ja immer noch ungeöffnet in der Ecke mit dem Aufkleber Annahme verweigert.

die frist vom heutigen Schreiben des Inkassobüros beträgt 1 woche.
wir sind ab morgen erstmal 14 tage in urlab.(haben noch Ferien in BW).
dadurch entsteht ja kein Nachteil.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.08.2011 | 14:37

Hinsichtlich der Inkassoforderung entsteht kein Nachteil durch Ihre urlaubsbedingte Abwesenheit.

Hinsichtlich des Paketes brauchen Sie auch erstmal nicht zu handeln, Sie können die Rücksendung jedoch nochmals schriftlich anbieten, dann haben Sie alles erforderliche zur Rückabwicklung getan.

Mit freundlichen Grüßen,
Riedmayr
Rechtsanwältin

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