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Inkassokosten unverhältnismäßig hoch


25.10.2007 19:09 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Anwälte,
ich habe am 07.11.2006 ein probeabo bei der supreme newmedia gmbh abgeschlossen. Aufgrund meiner Beschäftigung war ich auf Montage untwerwegs und war geschockt als ich heimkam, denn am 09.12.2006 hatte ich schon eine Rechnung im E-Mail Postfach über das Abo. Kurzerhand versuchte ich zurückzuschreiben und auf Kulanz auf das Abo stornieren zu lassen, dies war nur zum Teil erfolgreich. Ich bekam eine E-Mail auf der man sich einigte auf eine 14 tägiges Abo das nur 19,95€ kostet anstatt 46,80€.
Diese Mitteilung bekam ich am 14.12.2006.
Bereits am 16.12.2006 bekam ich eine E-Mail Mahnung über die Forderung von 46,80€, ich schrieb zurück das ich natürlich erst die Rechnung will, für die 19,95€ und das der Betrag 46,80€ nicht stimmt, es kam keine Reaktion. Am 26.12.2006 erhielt ich dann die zweite Mahnung, ebenfalls über 46,80€ + 10€ Aufwandsgebühr (für eine automatisch versandte email, absendezeit 03:17 Nachts!).

Soweit so gut, ich schrieb wieder zurück, keine Antwort.
Dann bekam ich Post von einer Inkasso Firma Namens conkred inkasso gmbh mit natürlich der forderung von 46,80€ + Inkassokosten, ich schrieb auch denen...reaktion darauf war, das Sie das nicht berücksichtigen würden...das zieht sich nun bis heute hin. Selbst ein Anruf, zur Klärung des Falles, machte keinen Erfolg, heute bekam ich ein "letztes aussergerichtliches schreiben" mit einer stolzen Summe von 168,07€

Gestaffelt wie folgt:

Hauptforderung: 46,80€ <-- IST FALSCH!
Zinsen: 3,27€ <-- Sind dann ebenfalls falsch
Gläubigerkosten: 10€ <-- wäre noch tragbar
Inkassokosten: 81,00€ <-- das dürfte wohl zu hoch sein
Auslagenpauschale: 27,00€ <-- wie auslagen?! für was?!

Ich bitte Sie sich die Kosten kurz anzuschauen und mir einen Tipp zu geben wie ich die Kosten auf ein normales Maß senken kann bzw. ob die wirklich bezahlt werden müssen, da ja von Anfang an die Hauptforderung nicht stimmt.

Alle Emails habe ich sorgfältig aufgehoben und sind nachweißbar.

Mfg
Tobi

25.10.2007 | 20:04

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage(n). Vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass es sich bei folgender Antwort lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung handelt und diese eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen kann. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens völlig anders ausfallen. Dies vorausgeschickt beantworte ich Ihre Frage(n) auf der Grundlage Ihrer Angaben wie folgt.

Ich nehme an, dass Sie auf Grund der Einigung ein Probeabo zu 19,95 €uro ( Hauptforderung ) abgeschlossen haben. Wenn Sie diese Forderung nicht bezahlt haben und in Verzug kamen, so können i.d.R. Inkassogebühren als sogenannter Verzugsschaden gefordert werden.

Die mitgeteilte Gebührenrechnung erscheint jedoch unverhältnismäßig hoch.

Dies begründe ich wie folgt:

Obergrenze für die Ersatzpflicht sollten die Sätze des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes ( RVG ) sein. Wer nämlich die Bereitschaft der Rechtsanwälte zum Inkasso nicht nutzt und sich für ein teures Angebot der Inkassoinstitute entscheidet, muss die entstehenden Mehrkosten im Rahmen seiner Schadensminderungspflicht i.d.R. gemäß § 254 BGB selbst tragen ( Düss. OLGZ 87, 494, LG Rottweil NJW, 266 ).

Ganz einheitlich ist die Rechtsprechung zu dieser Frage jedoch nicht, sodass anzuraten ist, mit dem Gläubiger eine einvernehmliche Lösung zu suchen. Anhaltspunkt für eine außergerichtliche Einigung könnten z. B. die Kosten der Beauftragung eines Rechtsanwaltes für die Betreibung ein gerichtliches Mahnverfahrens sein:


Kosten des Mahnverfahrens

Streitwert: 19.95 EUR

Gerichtsgebühr für das Mahnverfahren KV 1110 23.00 EUR
Gebühr des Anwalts für das Mahnverfahren § 13, KV 3305 RVG (ein Mandant) 25.00 EUR
anwaltliche Auslagenpauschale KV 7002 RVG 5.00 EUR
Umsatzsteuer (19%) KV 7008 RVG 5.70 EUR
---------------------------- -------------------
Summe Kosten: 58.70 EUR


Ich empfehle die 19,95 €uro unverzüglich zu bezahlen.


Dem Gläubiger könnten Sie als Einigungsvorschlag die Bezahlung von 35,00 €uro in Aussicht stellen, wenn er im Gegenzug von einer weitergehende Geltendmachung von Forderung(en) Abstand wahrt.

Wenn der Gläubiger hierauf nicht eingeht, so träfe Sie das mit einem gerichtlichen Mahnverfahren einhergehende Kostenrisiko.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Bedarf benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion, um an mich im Rahmen dieses Forums eine Nachfrage zu richten.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kohberger
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