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Inkassokosten


| 23.04.2005 15:29 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie bitten folgende Aufstellung zu überprüfen und ggf. auf Unstimmigkeiten oder ungerechtfertigte Kosten hinzuweisen.

Herzlichen Dank im Voraus.

1. Hauptforderung aus Warenlieferung 1200,57 €

2. Verzugszinsen
vom 04.01.05-15.01.05 2,45 €

3. Mahngebühren Gläubigerin 15,00 €

4. Inkassokosten
inkl. Kontoführungsgebühren 197,50 €
===================================================
Gesamtforderung 1415,52 €
===================================================

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte(-r) Fragesteller(-in),

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese möchte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

1) Die Höhe der Verzugszinsen scheint mir wie diejenige der vorgerichtlichen Mahnkosten nicht zu beanstanden zu sein.

2) Anders verhält es sich, was die Höhe der Inkassogebühren betrifft. Hier ist zwar in der Rechtsprechung einiges umstritten, Faustregel ist jedoch, daß Sie die Gebühren eines Rechtsanwalts nicht überschreiten dürfen.

Ausgehend von einem Streitgegenstand (also der Höhe der vermeintlichen Forderung) von 1200,57 € (Das sind leider 57 Cent über einem sog. Gebührensprung!), wären hier MAXIMAL eine 1,3-Geschäftsgebühr von 136,50 € zzgl. Telekommunikationspauschale von 20,00 € zzgl. Ust., im Ergebnis also 181,54 € zulässig.

3) Gesonderte Kontoführungsgebühren sind genau verbreitet wie unzulässig. Dies ist zwar teilweise umstritten, meines Erachtens aber grds. unzulässig, denn
bei den Kontoführungsgebühren handelt es sich um sogenannte Sowieso-Kosten, die ohnehin anfallen. Da sie somit keinen Zusammenhang mit Ihrem Verzug haben, können sie auch nicht geltend gemacht werden. Darauf kommt es aber schlußendlich gar nicht an, da die parallele Geltendmachung von Inkassogebühren UND Kontoführungsgebühren so oder so nicht statthaft ist, auch mit Gerichten, die hier etwas kulanter sind.

Dies, also 2 und 3, sollten Sie dem Inkassobüro mitteilen.


Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung, genauso für eine weitergehende Interessenwahrnehmung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de

Nachfrage vom Fragesteller 23.04.2005 | 18:44

Vielen Dank für diese ausführliche und leicht verständliche Antwort.

Eine Frage habe ich noch zu Abschluss:

-> Die Einzahlungen die ich vornehme, werden die von der Hauptforderung abgerechnet oder den Kosten ?? Kann ich verlangen, dass zuerst von der Hauptforderung abgerechnet wird ???

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundelichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.04.2005 | 18:54

Guten Abend,

die Anwort auf die beiden Nachfragen ergibt sich -leider- direkt aus dem Wortlaut von § 367 BGB:

(1) Hat der Schuldner außer der Hauptleistung Zinsen und Kosten zu entrichten, so wird eine zur Tilgung der ganzen Schuld nicht ausreichende Leistung zunächst auf die Kosten, dann auf die Zinsen und zuletzt auf die Hauptleistung angerechnet.

(2) Bestimmt der Schuldner eine andere Anrechnung, so kann der Gläubiger die Annahme der Leistung ablehnen.

Freundliche Grüße

RA Schimpf

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