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Inkassogebühren zahlen oder nicht?

19.01.2011 08:53 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Ich habe am 8.11.2010 eine Schlußrechnung eines Stromanbieters über den Betrag von EUR 288,66 bekommen, zahlbar bis 1.12.2010.

Am 14.12.2010 habe ich eine Mahnung bekommen mit einer zusätzlichen Mahngebühr von EUR 5,-, also insgesamt 293,66. Zahlbar bis 23.12.2010.

Nun habe ich die Hauptforderung von EUR 288,66 am 30.12.2010 bezahlt.

Am 5.1.2010 erreichte mich nun ein Schreiben (datiert mit Datum 31.12.) von Infoscore Forderungsmanagement, in dem ich aufgefordert werde folgende Positionen zu begleichen:

1) Hauptforderung aus Versorgungsleistungen EUR 316,66

2) Verzugszinsen vom 1.12.2010 - 10.01.2011 EUR 1,82

3) Inkassokosten EUR 81,00

4) Kontoführungskosten EUR 18,00

Zusammen also EUR 417,48.

Daraufhin habe ich beim Stromanbieter angerufen und mir erklären lassen, wie die Differenz der Hauptforderung (EUR 293,66 versus EUR 316,66 aus Inkassoschreiben) zustandekommt. Man erklärte mir, daß darin noch EUR 23,- Inkassogebühren enthalten seien.

Ich habe dann am 13.1. nochmals 5 EUR Mahngebühren an den Stromanbieter direkt überwiesen.

Meine Frage nun: Muß ich die Inkassokosten bezahlen obwohl ich die Hauptforderung vor der Datierung des Inkassoschreibens beglichen habe? Oder anders gefragt, in welcher Höhe müßte ich nun noch Zahlungen leisten?

Sehr geehrter Ratsuchender,

da Sie nicht rechtzeitig innerhalb der Mahnfrist bis zum 23.12.2010 gezahlt haben, war der Anbieter zur Einschaltung des Inkassobüros berechtigt. Die Inkassokosten (zur Höhe siehe unten) sind dem Grunde nach als Rechtsverfolgungskosten gem. § 286 BGB zu erstatten.

Ihre Zahlung vom 30.12.2010 war zudem nicht ausreichend, da die Mahngebühren iHv. 5,-- € fehlten. Auch aus diesem Grund ist die Einschaltung eines Inkassounternehmens gerechtfertigt, um den Anbieter bei der Rechtsverfolgung zu entlasten.

Erstattungsfähig sind Inkassokosten allerdings nur in der Höhe, in der Kosten für die außergerichtliche Tätigkeit eines Rechtsanwaltes angefallen wären. Diese betragen bei derartigen Zahlungsaufforderungen bei einem Streitwert von bis 300,-- € für die Hauptforderung üblicherweise 39,-- € netto (bei Berechtigung des Gläubigers zum Vorsteuerabzug). In dieser Höhe sollten Sie die Inkassokosten anerkennen und begleichen.

Ebenfalls zu zahlen sind die Zinsen, die allerdings aufgrund Ihrer Zahlung vom 30.12.2010 neu berechnet werden müssen. Die Differenz liegt dabei aber im Cent-Bereich und sollte keine weitere Auseinandersetzung wert sein.

Die weitergehenden (ggf. doppelt berechneten) Inkassokosten und die Kontoführungsgebühren sollten Sie zurückweisen. Diese Kosten sind im Allgemeinen nicht zu erstatten.

Wichtig ist, dass Sie bei allen weiteren Zahlungen genau angeben, auf welche Position zu bezahlen möchten, damit die Gegenseite nicht die Eingänge im eigenen Interesse verrechnet.

Nachfrage vom Fragesteller 30.03.2011 | 08:25

Hallo,

ich bin in der Angelegenheit vorgegangen, wie mir hier empfohlen wurde. Nun habe ich erst eine Antwort des Inkassounternehmens erhalten, welches natürlich weiter auf der Zahlung besteht und nun einen Brief von einem Rechtsanwalt vorliegen, der die Restsumme plus Rechtsanwaltsgebühren einfordert.
Dürfte ich Ihnen diese Schreiben weiterleiten mit der Bitte um einen Rat, wie hier weiter zu verfahren ist? Selbstverständlich gegen Übernahme der anfallenden Kosten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.03.2011 | 10:03

Vielen Dank für Ihre Anfrage.

Bitte übersenden Sie mir die Unterlagen (möglichst per email oder Fax); ich melde mich dann bei Ihnen.

Mit freundlichem Gruß

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