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Inkassoforderung von *****.de


10.04.2007 09:00 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Partnerin wurde mal auf Ihr Handy angerufen und bequatscht bei *****.de mitzumachen. Sie hat dies aber bald darauf gekündigt. Nun hat sie von einem Inkassounternehmen eine erste und eine letzte Mahnung erhalten.

In der letzten Mahnung wird sie nun aufgefordert 172,63 Euro zu bezahlen. Wenn sie diesen Betrag nun nicht bezahlt, soll ein Gerichtsverfahren eingeleitet werden.

Meine Partnerin ist sich aber sicher, dass sie zuvor keine Rechnung erhalten hat.

Am Telefon wurde ihr damals versichert, dass sie den "Gewinneintragsservice" zwei Monate testen kann.

Daher sind wir nun der Meinung, dass diese Forderung keinen Bestand hat. Zumal sie keine Rechnung erhalten hat.

Mit freundlichen Grüßen

*****
Sehr geehrter Fragesteller,

die Frage, ob die Forderung Bestand hat, kann ich anhand Ihrer Schilderung nicht ohne weiteres beurteilen. Dies ist unter anderem davon abhängig, was vereinbart wurde, wann der Vertrag geschlossen wurde, wann er wieder gekündigt wurde und ob Vertrag und Kündigung überhaupt wirksam sind.

Sie sollten die Sache nicht auf die leichte Schulter nehmen und sich zunächst nicht ausschließlich auf den Nichterhalt der Rechnung berufen. Es drohen sonst erhebliche Folgekosten. Die Forderung ist nicht automatisch unberechtigt, weil Sie keine Rechnung vorliegen haben.

Beschaffen Sie sich (entweder über das Inkassobüro oder ggf. über das Internet) zunächst die zugrundeliegenden Vertragsbedingungen. Lesen Sie diese sorgfältig durch und prüfen Sie, was überhaupt im Einzelnen vereinbart wurde.

Lassen Sie sich weiter ein transparente Forderungsaufstellung durch das Inkassobüro erstellen, aus der hervorgeht, was sie in welcher Höhe zahlen sollen (Hauptforderung, Zinsen, Inkassokosten usw.). Fordern Sie zusätzlich die ursprünglichen Rechnungen an.

Teilen Sie weiter dem Inkassobüro mit, dass Ihre Freundin bereits gekündigt hat und weisen Sie die Kündigung und deren Eingang bei der Gegenseite nach. Sollte Ihnen dieses nicht zweifelsfrei möglich sein, sollte vorsorglich noch einmal gekündigt werden, um Folgekosten zu vermeiden. Der Nachweis der ersten Kündigung wird voraussichtlich maßgeblich dafür sein, ob die Gegenseite ihre Forderung stellen kann oder nicht.

Sollte das Inkassobüro nicht reagieren oder die Kündigung als unwirksam zurückweisen, empfehle ich, einen Anwalt vor Ort beauftragen. Dieser kann dann anhand Ihrer Unterlagen die Erfolgsaussichten beurteilen und Ihnen Rechtsbeistand bieten.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt


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