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Inkassoforderung der DB - Bahncard


| 21.07.2005 00:40 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
ein Inkassobüro fordert für die DB den Betrag der Bahncard über € 203,-- zuzüglich "Nebenkosten" von rund € 48,--. Nach Prüfung meiner Kontoauszüge stellte ich jetzt fest, dass der Betrag für die Bahncard vor über 6 Mon. abgebucht wurde und einige Tage später meinem Konto wieder gutgeschrieben wurde. Weshalb, kann ich nicht nachvollziehen. Die DB schickte mir keine Information darüber und auch keine Mahnung. Nach meiner Aufforderung an die DB, mir ihre Bankverbindung mitzuteilen - damit ich den Betrag über € 203,-- überweisen kann - verwies Sie mich nur an das Inkassobüro.
Wie ist hier die Rechtslage ? Welche Verhaltensweise empfehlen Sie mir ?

Danke u. freundliche Grüße
Georg Paul

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sollten Sie der DB eine Einzugsermächtigung für Ihr Konto erteilt haben, empfehle ich Ihnen, falls noch nicht getan, zunächst zu überprüfen, ob zur Zeit der Abbuchung das Konto eine ausreichende Deckung auswies. Denn eine Ursache für eine Rückbuchung könnte schlicht darin liegen, dass auf Ihrem Konto kein für den vorgesehenen Einzug ausreichendes Guthaben vorhanden war.

Sollte allerdings auf Ihrem Konto ein ausreichendes Guthaben vorhanden gewesen sein, so haben Sie alles Erforderliche getan, damit der vereinbarte Betrag seitens der DB auch abgebucht werden konnte. In dem Falle brauchen Sie die Ihnen vom Inkassobüro berechneten Kosten nicht zu tragen. Um weiteren Streit aus dem Wege zu gehen, können Sie aufgrund der Mitteilung der DB den Betrag für die Bahncard in Höhe von 203 Euro an das Inkassobüro überweisen. Weiteren Forderungen hinsichtlich der "Nebenkosten" sollten Sie nicht nachkommen. Für den Fall, dass später gegen Sie von der DB ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet wird, sollten Sie unbedingt rechtzeitig, dass heißt binnen zwei Wochen nach Zustellung des Mahnbescheides, gegen diesen Widerspruch einlegen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen weiter geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Ingo Kruppa
Rechtsanwalt
www.kruppa-ruprecht.de

Nachfrage vom Fragesteller 21.07.2005 | 21:35

Sehr geehrter Herr Kruppa,

vielen Dank für Ihre Empfehlung. Frage: Ist, unabhängig vom Grund des nicht zustande gekommenen Einzugs der DB, nicht eine Mahnung Pflicht ?

Freundliche Grüße
Georg Paul

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.07.2005 | 22:40

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Eine Mahnung ist nicht in jedem Falle erforderlich, damit Sie mit der Zahlung des Betrages für die Bahncard in Verzug geraten können und für die dadurch verursachten Kosten aufkommen müssen.

Gemäß § 286 Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) bedarf es einer Mahnung für den Eintritt eines Verzuges nicht, wenn

1. für die Leistung eine Zeit nach dem Kalender bestimmt ist,

2. der Leistung ein Ereignis vorauszugehen hat und eine angemessene Zeit für die Leistung in der Weise bestimmt ist, dass sie sich von dem Ereignis an nach dem Kalender berechnen lässt,

3. der Schuldner die Leistung ernsthaft und endgültig verweigert,

4. aus besonderen Gründen unter Abwägung der beiderseitigen Interessen der sofortige Eintritt des Verzugs gerechtfertigt ist.


Im übrigen kommt gemäß § 286 Abs. 3 BGB der Schuldner einer Entgeltforderung spätestens dann in Verzug, wenn er nicht innerhalb von 30 Tagen nach Fälligkeit und Zugang einer Rechnung oder gleichwertigen Zahlungsaufstellung leistet und, falls der Schuldner ein Verbraucher ist, auf diese Folgen in der Rechnung oder Zahlungsaufstellung besonders hingewiesen worden ist.

War zum Beispiel die Zahlung des Betrages für die Bahncard durch dessen Einzug von Ihrem Konto zu einem bestimmten Termin vereinbart, so geraten Sie mit ihr in Verzug, wenn der Einzug an einem nicht ausreichenden Kontoguthaben scheitert.

Mit freundlichen Grüßen


Ingo Kruppa
Rechtsanwalt
www.kruppa-ruprecht.de

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